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Strompreis sinkt ab Juli – das gilt aber nicht für alle Kunden

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Von: Christian Einfeldt

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Zum 1. Juli 2022 wird die EEG-Umlage abgeschafft. Verbraucher profitieren von sinkenden Strompreisen, die aktuell jedoch nicht für alle gelten.

Hamburg – Die steigende Inflationsrate stellt ganz Deutschland vor Herausforderungen. Hamburger Supermärkte versuchen bereits mit einem sogenannten „Inflations-Stopp“ Kunden zu locken und zu entlasten. Tipps von einem Verbraucherschützer sollen zeigen, wie man die Kosten für Gas, Strom und Öl senken kann. Nichtsdestotrotz: Der allumfassende Preisanstieg macht sich nach wie vor im Alltag bemerkbar – laut einer Studie könnten Alltags-Produkte bald sogar noch teurer werden. Etwas Hoffnung macht nun der 1. Juli: Die EEG-Umlage entfällt und Strom wird günstiger – doch nicht alle profitieren.

Name:Hamburg Energie GmbH (HE)
Gründungsjahr und -ort:September 2009 in Hamburg
Geschäftsführer:Michael Prinz
Vorsitzender des Aufsichtsrats:Jens Hinrich Kerstan (Umweltsenator, Die Grünen)

Strompreis aktuell: EEG-Umlage zum 1. Juli abgeschafft – trotzdem wird es nicht für alle günstiger

Ursprünglich der 1. Januar 2023 vorgesehen, nun entfällt sie rund ein halbes Jahr früher: Die EEG-Umlage wird abgeschafft und Verbraucherinnen und Verbraucher sparen Geld. Die EEG-Umlage, ein Finanzierungsmodell zum Ausbau von Erneuerbaren Energien, hat den Gesamt-Strompreis nach Informationen von Vergleichsportal Check24 mit 3,72 Cent pro kWh um etwa 11 Prozent bestimmt. Jetzt stehen jedoch Änderungen im Haus, die bereits in wenigen Tagen greifen sollen.

Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, soll die Zahlung künftig nicht mehr über den Strompreis, sondern über Haushaltsmittel erfolgen. Neben der Einführung des 9-Euro-Tickets, dessen Verlängerung schon jetzt gefordert wird oder des Tankrabatts, der ab Juni die Spritpreise senken sollte, soll auch die wegfallende EEG-Umlage zufolge der Ampelkoalition eine weitere Maßnahme der Entlastung sein.

Geldscheine, Steckdose, Frau mit Daumen runter
Strompreis aktuell: Die EEG-Umlage wird zum 1. Juli 2022 abgeschafft – nicht alle profitieren. (24hamburg.de-Montage) © blickwinkel/Imago und ingimage/Imago

Inwiefern Verbraucherinnen und Verbraucher künftig sparen, legen die Rechnungen des Vergleichsportals Verivox offen. Dessen Sprecher Lundquist Neubauer sagte: „Eine Familie mit einem Durchschnittsverbrauch von 4000 kWh zahlt künftig 177 Euro weniger pro Jahr“. Der Preis einer Kilowattstunde (kWh) Strom soll fortan um die 4,43 Cent kosten, berichtet das Hamburger Abendblatt. Wie Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte, könne jeder Haushalt durch den Wegfall der EEG-Umlage im Durchschnitt rund 300 Euro im Durchschnitt sparen – doch das gilt nicht für jeden.

Strompreis aktuell: Wegfall der EEG-Umlage – doch Grundversorgertarif wurde erhöht

Stromanbieter sind dazu verpflichtet, der Senkung des Strompreises nachzukommen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher haben zum aktuellen Zeitpunkt bereits Post über die Bedeutung der Abschaffung der EEG-Umlage erhalten. Nach Berichten des Abendblatts halten sich auch die Energiewerke Hamburg und Vattenfall an die Abmachung. Ab dem 1. Juli 2022 sinken die Strompreise, doch Medienberichten zufolge schlagen Kundinnen und Kunden nur bei einer vertraglichen Laufzeit von zwölf bzw. 24 Monaten Profit.

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Bezieht man lediglich den Grundversorgertarif sind sinkende Stromrechnungen nicht zu erwarten. Wie Verivor und Check24 berichten, steckt da hinter ein einfacher Grund: Viele Grundversorger haben ihre Tarife bereits zum 1. Juni erhöht. Die in Aussicht gestellte Entlastung kommt zum Teil also gar nicht erst bei den Haushalten an und verkürzt nicht gerade die Wartezeit bis zur Auszahlung der Energiepauschale, die im September ansteht.

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