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Ab sofort: Viele Hamburger ALDI-Filialen nur noch bis 20 Uhr geöffnet

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Von: Kevin Goonewardena

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Mit Beginn des Novembers werden zahlreiche Aldi Nord-Filialen früher als gewöhnlich schließen. Der Discounter äußerte sich zu den Plänen.

Hamburg – Der Discounter Aldi Nord wird in der Energiekrise mehrere Filialen abends früher schließen. Die Öffnungszeiten „zahlreicher Märkte“ würden angepasst, teilte das Unternehmen kürzlich auf Twitter mit. Ab November schließen diese Märkte um 20 Uhr. Die Maßnahme, die einen Beitrag zum Energiesparen leisten solle, gelte zunächst für die Winterzeit 2022/2023. Bisher sind viele Aldi-Nord-Märkte in Großstädten wie Hannover oder Hamburg länger geöffnet, etwa bis 21 Uhr. Wie viele und welche Märkte von kürzeren Öffnungszeiten betroffen sind, teilte Aldi Nord zunächst nicht mit.

Name:Aldi Nord
Gründungsjahr und Sitz:1962, Essen (Nordrhein-Westfalen)
Anzahl Filialen:4725 (2019)
Umsatz:22,98 Milliarden Euro (2019)

Aldi Nord in Hamburg: Ab 1. November 2022 schließen zahlreiche Filialen bereits um 20 Uhr

„Die Maßnahme startet am Dienstag, 1. November, und gilt zunächst, für die Winterzeit 2022/23“, erklärte ein Aldi-Sprecher. Statt um 21 oder 22 Uhr würden betroffenen Filialen ab November einheitlich um 20 Uhr schließen, sagte ein Unternehmenssprecher weiter.

ALDI_01.tif Aldi-Nord Filiale in der Daemmerung, Witten,
Ab November schließt eine Vielzahl von Aldi Nord Filialen bereits um 20.00 Uhr. © Stefan Ziese / Imago

Märkte, in denen längere Öffnungszeiten vorgegeben seien, blieben aber davon ausgenommen. „Das betrifft Märkte in Einkaufszentren sowie Filialen, wo die Kundenfrequenz zwischen 20 und 21 Uhr besonders hoch ist.“

Und das sind offenbar viele. Auf der Webseite von Aldi Nord sind noch zahlreiche Filialen aufgelistet, die bis 21 Uhr oder länger geöffnet haben. Wenn Sie sichergehen möchten, wann Ihre Aldi-Filiale schließt, informieren Sie sich am besten direkt im Markt.

Geänderte Öffnungszeiten bei Aldi Nord: Das sagen die Nutzer im Netz

Die Reaktionen auf die geänderten Öffnungszeiten bei Aldi Nord auf Twitter sind weitgehend positiv. „Sehr gut, wurde auch Zeit“, heißt es da etwa. Viele können sich auch noch gut an Zeiten erinnern, in denen Supermärkte und andere Geschäfte bereits werktags um 18:30 Uhr und sonnabends mittags schlossen. „20 Uhr reicht normalerweise auch. Ich kann an der Hand abzählen, wie oft ich noch später einkaufen war“, heißt es dann etwa auch.

Aldi Nord schließt Filialen um 20 Uhr: Branchenweit sind kürzere Öffnungszeiten umstritten

Energie ist ein großer Kostenblock im Einzelhandel und fällt insbesondere für die Kühlung von Waren und die Beleuchtung an. Kürzere Öffnungszeiten sind in der Branche aber umstritten. So hatte Rewe-Chef Lionel Souque unlängst gesagt, man habe an eine Verkürzung der Öffnungszeiten bisher noch nicht gedacht.

Grundsätzlich sei es das Ziel der Rewe-Gruppe, „einen größtmöglichen Beitrag zu den bundesweit notwendigen Einsparungen zu leisten, ohne Einschränkungen für unsere Kundinnen und Kunden zu erzeugen“, hieß es Anfang September. Dieses Ziel teilt Rewe wohl mit den meisten anderen Händlern. So versprach auch Rossmann kürzlich, die Sparmaßnahmen würden für Kundinnen und Kunden „kaum spürbar sein“. (mit Material der DPA)

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