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Änderungen im September: Energiepauschale, E-Rezept, Coronaregeln

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Von: Christian Einfeldt

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Auszahlung der Energiepauschale, mehr Geld für Pflegepersonal und das Ende des Corona-Infektionsschutzgesetzes: Das ändert sich alles im September 2022.

Hamburg – Länger bekannt ist, dass ab September die seit Juni geltenden Entlastungsmaßnahmen enden. Das 9-Euro-Ticket, dessen potenzieller Nachfolger nach wie vor diskutiert wird, ist ab dem 1. September ebenso wenig mehr gültig wie der Tankrabatt. Eine etwaige Verlängerung letzterer Maßnahme steht nicht zur Debatte. Verbraucher beschäftigen sich aktuell noch mit der Frage, ob es lohnenswert ist, noch im August sein Auto vollzutanken. Wenig später erwartet sie jedoch schon weitere Änderungen, die Einfluss auf unseren Alltag haben werden. Das Ende des Infektionsschutzgesetzes, die bevorstehende Auszahlung der Energiepauschale oder die geplante Einführung des E-Rezeptes – das alles bringt der September 2022.

Was ändert sich im September? Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Änderungen im September:

Coca-Cola erhöht die Preise

Amazon Prime wird teurer

Energiepauschale wird ausgezahlt

Ende des Corona-Infektionsschutzgesetzes

Mehr Geld für Pflegekräfte

Geplante Einführung des E-Rezeptes

Änderungen im September 2022: Coca-Cola passt die Preise an

Ab September wird nicht nur Bahnfahren und Tanken teurer. Verbraucher müssen sich mit weiteren Preiserhöhungen auseinandersetzen. Im Supermarkt und Discounter macht sich der September folgendermaßen bemerkbar. Coca-Cola wird teurer – damit also auch die weiteren Produkte des Konzerns wie Sprite oder Fanta. Gegenüber der „Lebensmittelzeitung“ spricht Cola-Vertriebschef Florian von Salzen von einer Preisanpassung „im höheren einstelligen Prozentbereich“.

Einen konkreten Preis nannte der Cola-Chef dabei nicht, geht man jedoch von einer Steigerung von etwa neun Prozent aus, könnte die Cola-Flasche schon bald rund zehn Cent mehr kosten. Von Salzen spricht von einer angestrebten „Signalwirkung für die Getränkeindustrie“. Inwiefern die Entscheidung hingegen auch wirkungsvoll sein könnte, zeigt das Stimmungsbild im Internet. Angesichts der geplanten Preisanpassung sprachen sich User aus, keine Cola mehr trinken zu wollen. Ob eine solche Reaktion den Großkonzern zum Umdenken bewegen kann, ist jedoch mehr als fraglich. Das US-amerikanische Unternehmen mit Hauptsitz in Atlanta gilt auch in Deutschlands Getränke- und Supermärkten als Marktführer. Vielmehr könnte die bevorstehende Preiserhöhung Anpassungen weiterer Getränkemarken in die Wege leiten.

Änderungen September: Energiepauschale wird ausgezahlt

Die Bekanntgabe der Änderungen im August 2022 umfasste bereits Preiserhöhung im Hause von Sport-Streaming-Dienst DAZN. Wenige Wochen später werden bei einem weiteren Streaming-Riesen höhere Preise fällig: Amazon Prime wird ab dem 15. September teurer. Das reguläre Abo kostet statt 7,99 Euro also 8,99 Euro. Preiserhöhungen sind in Zeiten der Energiekrise und des Ukraine-Krieges nichts Ungewöhnliches mehr. Die Inflation übt mittlerweile auf jeden Lebensbereich Einfluss. Gut, dass einen ganz legalen Trick gibt, die Preiserhöhung bei Amazon zu umgehen.

September 2022.
Energiepauschale, Ende des Infektionsschutzgesetzes, E-Rezept: Was sich alles im September 2022 ändert. (Symbolbild) © YAY Images/Imago

Parallel dazu laufen die Maßnahmen des Entlastungspaketes 2022 allmählich aus – doch eine Maßnahme wird im September erst geltend gemacht: die Auszahlung der Energiepauschale. Wer bekommt die 300 Euro? Eine Frage, die im Zuge der Energiekrise immer wieder gestellt wurde. Ob Azubi oder Vollzeit-Beschäftigt: Mit dem September-Monatsgehalt soll auch die Energiepauschale auf dem Konto landen.

Wer bekommt die Energiepreispauschale?

Es ist endlich so weit: Mit den Änderungen im September kommt auch die Energiepauschale endlich aufs Konto. Wer die 300 Euro bekommt?

Etwa 44 Millionen Deutsche werden die Energiepauschale im September bekommen. Darunter fallen einkommensteuerpflichtige Erwerbstätige. Dabei kann die Erwerbstätigkeit Lohnarbeit, Selbstständige Arbeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstbetrieb sein. Aber auch Minijobber, Arbeitnehmer in Altersteilzeit, Elternzeit, Werkstudenten oder Studenten im entgeltlichen Praktikum, wer Lohnersatzzahlungen in einem aktiven Dienstverhältnis bezieht. Weitere Profiteure der Energiepauschale finden Sie hier.

Hintergrund der Energiepauschale sind die gestiegene Kosten im Alltag. Konkreter, soll die Maßnahme „diejenigen Bevölkerungsgruppen entlasten, denen typischerweise Fahrtkosten im Zusammenhang mit ihrer Einkünfteerzielung entstehen und die aufgrund der aktuellen Energiepreisentwicklung diesbezüglich stark belastet sind“, sagt das Bundesfinanzministerium. Die volle Auszahlung von 300 Euro wird damit jedoch keineswegs in Aussicht gestellt. Die Energiepauschale wird steuerpflichtig. Wie das Online-Portal infranken.de berichtet, würden einer Rechnung des Bundesfinanzministeriums zufolge durchschnittlich lediglich 193 Euro netto übrig bleiben.

September 2022: Ende des Corona-Infektionsschutzgesetzes

Inmitten des Monats September läuft das Corona-Infektionsschutzgesetz aus. In der Theorie haben demnach auch die bisherigen Corona-Bestimmungen keinerlei Einfluss mehr auf unser Leben. Doch, dass weitere Regeln kommen, ist schon jetzt sicher – insbesondere vor dem Hintergrund, dass in den folgenden Monaten mit einem erneut steigenden Infektionsgeschehen zu rechnen sein könnte. Der offizielle Beschluss ist für September geplant. Was dann ab Oktober gelten könnte, ist jedoch schon jetzt klar. Eine verstärkte Masken- und Testpflicht oder ein ausgebautes Homeoffice-Angebot – die neue Corona-Regeln sollen dann von Oktober bis Anfang April 2023 gültig sein.

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Ab dem 1. September 2022: Mehr Geld für Pflegepersonal – Mindestlohn steigt

Letzten Monat waren es Studierende, im September schlägt explizit das Pflegepersonal Profit. Wie die Tagesschau berichtet, soll der Mindestlohn von Hilfskräften bis Ende 2023 sukzessive steigen. Ausgang dieser Maßnahme ist das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG), das Arbeitskräften entsprechende Anpassung der Entlohnung in Aussicht stellt. Betroffen sind rund 1,2 Millionen Menschen, deren Mindestlohn könnte schon bald auf bis zu 18,25 Euro ansteigen.

September 2022: Einführung des E-Rezeptes – Schleswig-Holstein ist raus

Eine weitere Änderung im September, die ebenfalls das Gesundheitswesen betrifft, scheint hingegen auf der Kippe zu stehen. Angedacht war die Einführung des sogenannten E-Rezeptes. Langfristig soll sich das Rezept in Papierform obsolet machen – vorerst zumindest in Schleswig-Holstein und in Teilen Nordrhein-Westfalens. Ursprünglich sollten die beiden Bundesländer ab dem 1. September die Testphase des E-Rezeptes einleiten. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat sich die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holsteins (KVSH) jedoch von einem solchen Vorhaben distanziert.

Unter Berufung des Landesdatenschutzgesetzes sei eine Durchführung via Mail nicht gestattet. Andere Möglichkeiten, die sowohl Patienten als auch Arztpraxen Zugriff gewähren, würden aktuell demnach nicht zur Verfügung stehen. Nach Erfolg der Testphase war ursprünglich angedacht, dass auch weitere Bundesländer auf das E-Rezept umsteigen. Inwiefern Schleswig-Holsteins Entscheidung, noch vor der geplanten Einführung, Einfluss auf den weiteren Verlauf nimmt, ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht bekannt.

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