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Viele Änderungen im November 2022: Neues bei Netflix, Paypal, Gas und Strom

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Tierbesitzer müssen tiefer in die Tasche greifen. Für Neukunden von Energieversorgern gibt‘s hingegen gute Nachrichten. Was sind die Änderungen im November 2022?

Berlin – Auf die Änderungen im Oktober 2022 folgen – Überraschung – die Änderungen im November 2022. Auch im elften Monat des Kalenders gibt es allerhand Veränderungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Nachdem im Oktober der Mindestlohn gestiegen war, jedoch nicht für alle, steigen jetzt die Preise beim Tierarzt. Außerdem neu im November 2022: Neukunden bei Strom und Gas dürfen gegenüber Bestandskunden von Grundversorgern nicht mehr preislich benachteiligt werden.

Was Menschen in Deutschland im kommenden Monat erwartet.

Änderungen im November 2022: Grundversorger dürfen bei Gas und Strom nicht zwischen Bestands- und Neukunden unterscheiden

Bei den Änderungen im November 2022 tut sich etwas für Gas- und Stromkunden – auch wenn es nicht, wie erhofft, das Inkrafttreten der Gaspreisbremse oder Strompreisbremse ist. Neu im November 2022 ist dafür, dass Grundversorger von Strom oder Gas bei den Preisen ab November nicht mehr zwischen Bestands- und Neukunden unterscheiden dürfen. Betroffen davon sind etwa Kundinnen und Kunden, die wegen Preiserhöhungen ihr Sonderkündigungsrecht genutzt haben oder deren Vertrag ausgelaufen ist.

Ein Mann unterschreibt stehend einen Vertrag und ein Zulieferer mit einem Tankschlauch
Grundversorger von Strom oder Gas dürfen nicht mehr zwischen Bestands- und Neukunden unterscheiden. © Christian Charisius/dpa/imago/Montage

Wenn etwa der Versorger pleite geht oder aber der Wechsel nicht klappt, dann gibt es ab November 2022 zudem die „Ersatzversorgung“ als Absicherung. Nach drei Monaten kommt man als Strom- und Gaskunde in Deutschland dann in die Grundversorgung.

Änderungen im November 2022 sind auch für Tierbesitzer von Interesse – für sie wird es teurer

Die Änderungen im November 2022 betreffen darüber hinaus Tierbesitzer, denn für sie wird es mit dem Monatswechsel teurer. Der Grund ist eine neue Gebührenordnung für Tierärzte ab November 2022. Sie tritt allerdings nicht unmittelbar mit Beginn des neuen Monats in Kraft, zählt aber dennoch zu den Änderungen im November 2022. Denn die Neuordnung gilt offiziell ab dem 22. November 2022. Der Preisanstieg, der durch die Änderung im November 2022 entsteht, ist deutlich bemerkbar: Bisher kostete die Allgemeinuntersuchung laut RP-Online 13,47 Euro bei Hunden und 8,98 Euro bei Katzen. Ab dem 22. November 2022 sind es sowohl für Hunde als auch Katzen 23,62 Euro.

Judith Lindczun und Lars Nethe zeigen an Nethes Dackel Trudi, wie eine eingehende Untersuchung funktioniert.
Zu den Änderungen im November 2022 gehören auch deutliche Preisanstiege beim Tierarzt. (Symbolbild) © Andreas Rother

Das ändert sich im November 2022: Telefonische Krankschreibung läuft Ende des Monats aus

Und auch das ändert sich im November 2022: Die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung läuft aus. Noch bis zum 30. November 2022 können Patientinnen und Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen telefonisch eine Krankschreibung besorgen. Zudem gibt es die Möglichkeit, die sogenannte „AU“ telefonisch um weitere sieben Tage zu verlängern.

In einer Pressemitteilung des Gemeinsamen Bundesausschusses von Kassen und Ärzteschaft (G-BA) heißt es zu der Änderung im November 2022: „Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen.“ Zum 30. November läuft die Regelung aus. Zuletzt war die Zahl der Krankschreibungen in Deutschland deutlich gestiegen, unter anderem aufgrund der „Twindemie“.

Neu im November 2022 ist auch eine Ausweitung des Krankengeldanspruchs

Neu im November ist zudem eine Ausweitung des Krankengeldanspruchs. Betroffen von der Änderung sind alle, die einen Menschen mit Behinderung aus medizinischen Gründen bei Krankenhausaufenthalten begleiten müssen. Begleitpersonen haben fortan für den entsprechenden Zeitraum Anspruch auf Krankengeld. Geregelt ist die Änderung in einer neuen Krankenhausbegleitungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Das ändert sich im November 2022: 900.000 Apps verschwinden möglicherweise aus dem Google-Store

Und noch etwas ändert sich im November 2022: Etwa 900.000 Apps werden sich bald möglicherweise nicht mehr wie bisher im Google-Store finden lassen. Der Grund: Google könnte insgesamt 900.000 Apps aus seinem Angebot streichen. Die Neuerung geht laut dem Konzern auf Fragen der Sicherheit und Privatsphäre zurück. App-Entwickler haben bis Ende November 2022 Zeit, ihre Anwendungen entsprechend anzupassen. Apps, die die Neuerungen nicht umsetzen, könnten aus dem Angebot genommen werden. Auch der Meta-Konzern hatte zuletzt vor 400 Apps gewarnt, im Kontext von Datenklau bei Facebook und Instagram.

Änderungen im November 2022: Vergünstigtes Netflix-Angebot – mit einem großen Haken

Neu im November 2022 ist zudem ein zusätzlicher Tarif des Streaming-Anbieters Netflix. Für 4,99 Euro kann das Angebot von Netflix ab November genutzt werden. Das klingt besser, als es ist: Um diesen Tarif wahrnehmen zu können müssen Kundinnen und Kunden personenbezogene Werbespots von 15 bis 30 Sekunden – auch während eines Films oder einer Serie – hinnehmen.

Ein Mann mit Fernbedienung vor einem Fernseher mit der Netflix App
Netflix soll künftig nur 4,99 Euro kosten. Allerdings nur für Kundinnen und Kunden, die dafür 15 bis 30-sekündige Werbung – auch während der Filme und Serien – akzeptieren. © Thomas Trutschel/imago

Änderungen im November: Hauptversammlungen dürfen virtuell stattfinden

Die Änderungen im November betreffen auch den Modus, in dem Hauptversammlungen durchgeführt werden können. Ab November 2022 dürfen Gesellschaften der Rechtsformen AG, KGaA und SE ihre Hauptversammlungen auch im virtuellen Rahmen abhalten. Diese Zulassung gilt unabhängig von der aktuellen Corona-Inzidenz. Auch Hauptversammlungen lassen sich damit zumindest theoretisch bequem aus dem Homeoffice verfolgen.

Neu im November: Die Fristverlängerung für die Steuererklärung

Neu im November ist zudem die Möglichkeit, seine Steuererklärung etwas später abzugeben: Eigentlich hätte die Erklärung für das Jahr 2021 bereits bis zum 31. Juli eingereicht werden müssen, doch die Frist wurde verlängert – bis zum 31. Oktober 2022. Da es sich bei diesem Datum in einigen Bundesländern um einen gesetzlichen Feiertag handelt, kann die Steuererklärung dort allerdings noch etwas später abgegeben werden, nämlich bis zum 1. November.

Änderungen im November 2022: Geflüchtete aus der Ukraine können Hrywna nicht mehr umsonst tauschen

Zu den Änderungen im November 2022 gehört auch eine Regel-Änderung, die Geflüchtete aus der Ukraine betrifft: Bisher hatten sie Hrywna-Banknoten gebührenfrei umtauschen können, doch ab dem 18. November 2022 wird das nicht mehr möglich sein, denn das Angebot läuft aus. Das ist das Ergebnis einer Abmachung zwischen dem Bundesfinanzministerium, der Deutschen Bundesbank und der Nationalbank der Ukraine.

Neu im November 2022: ARD nimmt Änderungen für einige Zuschauer vor

Neu im November 2022 sind außerdem Änderungen für einige Zuschauer der ARD. Der Sender stellt ab 15. November 2022 die Ausstrahlung von vier Programmen über den Astra-Satelitentransponder in SD ein. Nicht betroffen davon sind diejenigen, die über Antenne fernsehen. Wer dies über Satellit tut, muss auf ein entsprechendes TV-Gerät oder einen geeigneten Receiver umsteigen.

Änderung für November 2022: Paypal streicht eine Funktion

Eine weitere Änderung für November 2022: Der Zahlungsdienstleister Paypal streicht eine Funktion. Für die Rücksendung von Paketen hatte es bisher ein Angebot gegeben, in dessen Rahmen das Unternehmen den Rückversand von Paketen übernommen hatte. Mit diesem Service ist ab dem 27. November 2022 Schluss: Retour-Beträge können dann nicht mehr erstattet werden. Offene Anträge, die bis zum Stichtag eingegangen sind, werden laut Paypal allerdings noch bearbeitet.

Ein Handy mit der PayPal App
Änderung im November 2022: PayPal erstattet künftig keine Retour-Beträge mehr. © Rüdiger Wölk/imago

Neu im November 2022: Wirtschaft drängt an mehreren Tagen zur Schnäppchenjagd

Neu im November 2022 ist auch die Möglichkeit an drei Tagen auf Schnäppchenjagd zu gehen. Mit Aktionstagen versucht die Wirtschaft, Verbraucherinnen und Verbraucher zum Konsum zu drängen: Am 11. November gibt es den sogenannten „Singles Day“, am 25. November den „Black Friday“ und am 28. November den „Cyber Monday“. Es ist in Anbetracht der angespannten wirtschaftlichen Lage durchaus denkbar, dass der Konsum im Vergleich zu den Vorjahren in diesem Jahr merklich zurückgeht.

Neuerungen im November: An der Raststätte wird es ebenfalls teurer

Teil der Neuerungen im November sind auch Preisanstiege beim Toilettengang an Raststätten. Grund hierfür sind Preisanhebungen des Betreibers Sanifair ab dem 18. November. Statt wie bisher 70 Cent ruft Sanifair für die Toilettenbenutzung zukünftig einen Euro auf. Derweil ist der integrierte Wertgutschein fortan auch einen Euro wert, statt, wie bislang, 50 Cent.

Änderungen im November 2022: die Testverordnung läuft aus – werden Corona-Tests teurer?

Am 25. November läuft zudem die Corona-Testverordnung aus, auch das ist Teil der Änderungen im November 2022. Staatliche Kostenzuschüsse könnten damit möglicherweise wegfallen. Viele Menschen in Deutschland fordern derweil das ausgewiesene Gegenteil: Die Rückkehr zur Möglichkeit kostenfreier Tests.

Änderungen im November bei der Kfz-Versicherung: Kündigung muss bis zum 30.11 eingehen

Wer Änderungen im November bei der Kfz-Versicherung vornehmen will, sollte Fristen beachten: Wer etwa vorhat, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln, sollte sich bis zum 30. November gekümmert haben. Der Grund: Bis zu diesem Stichtag muss die Kündigung beim bisherigen Versicherer eingegangen sein.

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