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Inkubationszeit bei Omikron BA.2: Symptome können Corona-Variante ähneln

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Von: Yannick Hanke

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Welche Symptome deuten auf eine Infektion mit der Omikron-Unterform BA.2 hin? Und wann treten diese überhaupt auf? Darauf wird fleißig spekuliert.

Berlin – Seit März 2020 und den ersten großen Einschränkungen hält das Coronavirus Deutschland auf Trab. Seitdem wurden durch die Wissenschaft immer wieder neue Mutationen und Varianten entdeckt. Omikron ist dabei nach wie vor omnipräsent und breitet sich rasant aus. Erschwerend hinzu kommt, dass mittlerweile auch noch die Unterform BA.2. im Umlauf ist, wie auch kreizeitung.de berichtet.

Doch wie äußern sich die Symptome bei einer Infektion mit Omikron BA.2? Und wie fällt überhaupt die Inkubationszeit aus?

Inkubationszeit und Symptome bei Omikron BA.2: Corona-Variante betrifft Mund- und Rachenbereich sowie Nägel und Haut

Omikron stellt eine Variante vom Coronavirus dar. Und BA.2 wiederum ist eine Unterform der Omikron-Variante. Dies hat aber auch zur Konsequenz, dass bei Varianten oder Unterformen andere Symptome auf eine Infektion hindeuten können, als es beim Coronavirus selbst der Fall ist.

Auf ihrer Website „infektionsschutz.de“ listet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) die typischen Symptome bei einer Omikron-Infektion auf. Hierzu zählen demnach Halsschmerzen, Schnupfen, eine Infektion der Mandeln, geschwollene Halslymphknoten sowie mitunter auch Geruchs- oder Geschmacksverlust. Tatsächlich seien der Mund-, Nasen- und Rachenbereich bei einer Omikron-Infektion stärker betroffen als bei anderen Corona-Varianten. Und selbst an Nägeln und der Haut können Symptome auftreten. Doch wie verhält es sich bei BA.2?

Omikron-Unterform BA.2 mit deutlich höherer Übertragbarkeit als Corona-Variante selbst

Hier ist die Forschungslage hinsichtlich der Inkubationszeit und konkreten Symptomen noch vergleichsweise dünn. Als Preprint veröffentlichte Studiendaten von Forschern aus Japan weisen zumindest schon mal darauf hin, dass die Unterform BA.2 eine deutlich höhere Übertragbarkeit als Omikron selbst mit sich bringt.

Ein Mann hält ein positiven Test und Handy mit dem Testergebnis in der Hand. Er hat sich mit Omikron Subtyp BA.2. angesteckt.
Inkubationszeit und Symptome bei Omikron Subtyp BA.2. © Bihlmayerfotografie/imago

Immerhin: „Sehr frühe Beobachtungen aus Dänemark legen nahe, dass zwischen BA.1 und BA.2 in der Krankheitsschwere kein großer Unterschied zu sein scheint“. Das sagt Virologin Sandra Ciesek gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“. Zudem hatte das Robert Koch-Institut (RKI) im Februar 2022 mitgeteilt, dass es für Geimpfte und Genesene keinen Unterschied bei der Schwere der Erkrankung mit Omikron gebe – ganz gleich, ob mit BA.1 oder BA.2. Valide, klinische Daten liegen aber noch nicht vor.

Inkubationszeit und Symptome bei BA.2 könnten anders ausfallen als bei Omikron

Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des Divi-Intensivregisters, hatte ebenfalls im Februar via Twitter darauf aufmerksam gemacht, dass man „BA.2 sehr gut im Auge behalten“ müsste. Denn: „Es scheint biologische Unterschiede zu BA.1 zu geben“. Dies könnte sich in der Theorie auch auf die Symptome der Omikron*-Unterform und deren Inkubationszeit auswirken. Gewissheit besteht aber noch nicht.

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Die Inkubationszeit meint dabei die Zeit zwischen der Infektion mit dem Erreger und dem Auftreten erster Symptome. Für das Coronavirus an sich soll diese Zeit zwischen fünf und sechs Tagen betragen, ehe sich die ersten Symptome bemerkbar machen. Hierzu hatte sich das RKI bereits zu Beginn der Pandemie geäußert. In Bezug auf die Omikron-Variante hatten verschiedene Studien ergeben, dass sich die Inkubationszeit hier im Schnitt auf drei Tage belaufen könnte.

„Symptome anfangs häufig einer Erkältung ähnlich“: Expertin rät bei Verdacht auf Infektion mit Omikron BA.2 einen Corona-Test zu machen

Ohne spezifisch auf die Omikron-Unterform BA.2 einzugehen, nimmt die SRF-Wissenschaftsredaktorin Katrin Zöfel eine Einordnung vor. Für sie steht fest, dass beide Omikron-Varianten „eher die oberen Atemwege“ infizieren. Demgegenüber steht beispielsweise die Delta-Variante, die „auch tieferes Lungengewebe gut infizieren kann“. Dem fügt Zöfel Folgendes an:

Die Symptome sind anfangs häufig einer Erkältung sehr ähnlich, deshalb sollte man auch einen Test machen, auch wenn sich eine Infektion nur wie eine Erkältung anfühlt.

Wissenschaftsredaktorin Katrin Zöfel vom „Schweizer Radio und Fernsehen“ (SRF)

Es muss jedoch auch berücksichtigt werden, dass die Inkubationszeit eben nicht mit der Zeit gleichzusetzen ist, in der eine Person ansteckend ist. Die Ansteckungsfähigkeit ist laut dem RKI auf jeden Fall „in der Zeit kurz vor und nach Beginn der Symptome bei Omikron am größten“. Zudem würden viele Übertragungen schon vor dem Auftreten der ersten klinischen Symptome bei einer Omikron-Infektion erfolgen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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