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ADAC warnt vor gefährlichem Winter-Tipp: Auto nicht mit heißem Wasser enteisen

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Von: Christian Einfeldt

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Heißes Wasser gegen vereiste Scheiben oder vereiste Türen mit Gewalt öffnen: Der ADAC warnt vor weit verbreiteten Winter-Tipps für Autofahrer. 

Hamburg – Wenn es in Deutschland so richtig kalt wird, häufen sich die Tipps und Tricks für den Winter. Zum einen wäre da die 5x5-Regel, mit der man richtig lüftet und so Schimmel vorbeugt. Weitere gut gemeinte Ratschläge beziehen sich unter anderem auf das Erscheinungsbild und bekämpfen die „Wüsten-Haut“ im eisigen Winter. Andere Tipps wiederum sollen Autofahren helfen, dem Winterwetter zu trotzten. Doch nicht alle gutgemeinten Tipps eignen sich wirklich – einige können sogar richtig gefährlich werden.

Der ADAC klärt in einer Pressemitteilung über viel verbreitete und nicht immer ideale Tipps rund um das Autofahren im Winter auf.

Unternehmen:ADAC
Präsident:Christian Reinicke
Gründer:Hans, Cartographer
Gründung:24. Mai 1903, Stuttgart

Niemals mit heißem Wasser Autoscheiben auftauen: ADAC warnt vor bekanntem Trick

Fettnäpfchen des Alltags, in die man nur allzu häufig tritt, gibt es viele: Die Parkscheibe im Auto zu vergessen, kann zum Beispiel richtig teuer werden. Genauso sollte man im Haushalt den Kaffeesatz niemals wegwerfen. Manchmal ist es einer neuen Information, manchmal jedoch einem alten Missverständnis geschuldet, dass zuvor Zeit und Nerven gefordert werden mussten.

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e.V. (ADAC) klärt auf: Zehn Fehler lassen sich ganz einfach vermeiden, indem man den gut gemeinten Ratschlägen Anderer nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenkt. Die erste große Fehleinschätzung: Autoscheiben sollte man nie mit heißem bzw. kochendem Wasser waschen – sind sie auch noch so vereist.

Im Volksmund als Strategie zum Abtauen ausgewiesen, empfiehlt es sich stattdessen, das Eis ganz altmodisch abzukratzen. Ein Scheibenenteiser eignet sich zudem weitaus besser als das brühend-heiße Wasser. Der Grund: Es besteht die hohe Gefahr, dass die Scheibe springt oder platzt. Deshalb sollte auf den Trends aus dem Internet und den Social Medien dringend verzichtet werden.

Verschneites Auto.
Wie befreit man eine Autoscheibe vom Eis? Der ADAC gibt nützliche Winter-Tipps. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Zehn ADAC-Tipps bei Eiseskälte: Wie man im Winter das Auto schont

Es ist ein Fehler, der einem die Sicht nehmen kann: Manche benutzen für die Scheibenwaschanlage Brennspiritus statt Frostschutzmittel. Während Verbraucher mit Frostschutz von einer Maßnahme Gebrauch machen, dessen Vorteile selbst noch bei Temperaturen um minus 20 Grad wirken, können sich mit Spiritus schnell Eiskristalle auf der Autoscheibe bilden.

Eine leicht vermeidbare Konsequenz – so wie das Beschädigen von Dichtungen, wenn man vereiste Türen mit zu viel Gewalt öffnet. Der ADAC empfiehlt: Autofahrer sollten lieber dafür sorgen, dass Dichtungen trotz anhaltender Kälte nicht gefrieren, etwa mit einem Gummi-Pflegestift.

Sind die Autotüren erst einmal geöffnet und der Fahrer bereit, den Wagen zu starten, passiert häufig schon der nächste Fehler: Die Wischerblätter sind noch zugefroren und dennoch wird versucht, sie in Bewegung zu setzen. Beschädigungen des Materials sind häufig die Folge. Manchmal kann dann sogar die Sicherung durchbrennen – und schnell hat man noch größere Probleme, um die es sich zu kümmern gilt.

Hoher Stromverbrauch, hohe Unfallgefahr: ADAC rät zu einfachen Winter-Tipps

In den vergangenen Tagen und Wochen bestimmten Minusgrade das Wetter bundesweit. Es hieß, Hoch „Erik“ friert Deutschland ein. Verbraucher griffen zu verschiedenen Maßnahmen, um sich für niedrige Temperaturen im Auto zu wappnen: etwa mit dem Gebrauch einer Heizdecke.

Sie schützt zwar vor Kälte – doch das Problem: Sie verbraucht ebenso viel Strom und wirkt sich erheblich auf die Laufzeit der Auto-Batterie aus. Wolldecke statt Heizdecke: Für diesen Tipp spricht sich der ADAC aus.

Gegenstände wie Wärmeflaschen werden zudem gerne auf das Armaturenbrett gelegt. So soll die Fensterscheibe weniger stark beschlagen. Doch dies kann schnell zu einer erhöhten Unfallgefahr führen. Denn nämlich, wenn die Wärmflasche vom Armaturenbrett herunterrutscht und das Bremspedal blockiert oder den Fahrer auf andere Weise aus der Konzentration reißt. Der ADAC rät daher: Die Fenster einen Spalt öffnen.

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Im Winter rät der ADAC: Anschnallgurte kontrollieren

Aufpassen sollte man übrigens auch darauf, dass Kinder im Winter auch wirklich angeschnallt sind. Oft verhindern die dicken Jacken, dass der Gurt auch tatsächlich greift – eine Sache, die vor jeder Abfahrt überprüft werden sollte. Nach der Fahrt hingegen lohnt sich der Check, ob man alle elektronischen Geräte mitgenommen hat. Eiseskälte kann schnell für einen Defekt der Akkus sorgen.

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