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Bruttorente verringert sich: Mit diesen Abgaben müssen Rentner 2023 rechnen

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Von: Christian Einfeldt

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Auch im Jahr 2023 haben viele Rentner keinen vollen Anspruch auf ihr Renteneinkommen. Wie hoch die Abzüge sind, zeigt dieser Überblick.

Update vom 24. Januar 2023: Übrigens: Wenn die Zwangsrente droht: Bin ich wirklich verpflichtet, in Rente zu gehen?

Erstmeldung vom 3. Januar 2023: Berlin – Sozialabgaben und Steuern prägen auch 2023 den Alltag von Rentnern. Sie müssen für finanzielle Leistungen aufkommen, die etwa durch die Versicherungspflicht der Kranken- und Pflegeversicherung entstehen. Stand 2022 lag der entsprechende Beitragssatz laut Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit bei 14,6 Prozent – ein bundesweit einheitlicher Betrag. Die eine Hälfte wird vom Rentenversicherungsträger, die andere vom betroffenen Rentner gezahlt. Doch können 2023 noch weitere Kosten anfallen.

Sozialversicherung:Deutsche Rentenversicherung
Gründung:1. Oktober 2005
Versicherte:56,7 Mio. (31. Dezember 2019)
Rentner:21,2 Mio. (1. Juli 2020)

Rentner müssen Beiträge in die Kranken- und Pflegeversicherung einplanen

In Zeiten, in denen die Ausgaben aufgrund von Energiekrise und Inflation konstant hoch sind und Verbraucher-Tipps zur Bewältigung des Alltags immer relevanter werden, ist eine Kenntnisnahme aller Ausgaben und Abzüge hilfreich. Das gilt für Arbeitnehmer genauso wie für Rentner, die 2023 mithilfe von acht Zuschüssen viel Geld sparen können.

Eine Rentnerin chattet mit Kollegen im Homeoffice.
Sozialabgaben und Steuern: Wie hoch sind 2023 die finanziellen Abzüge für Rentner? (Symbolbild) © Rainer Berg/Imago

Um einen nicht unwesentlichen Teil verringert sich die Bruttorente durch Beiträge an die Kranken- und Pflegeversicherung. Laut dem Online-Portal ihre-vorsorge.de können an dieser Stelle zudem weitere Zusatzbeiträge anfallen. Diese variieren je nach Wahl der Krankenkasse. Eines ist für gesetzlich Versicherte jedoch gleich: Jeden Monat zieht die Deutsche Rentenversicherung automatisch 7,3 Prozent von der Rente für Leistungen der Krankenversicherungen ein. Hinzu kommen weitere 3,05 Prozent (bzw. 3,4 Prozent für Rentner ohne Kinder), die direkt in die Pflegeversicherung fließen.

Besteuerung für Rentner: 2023 steigt der Grundfreibetrag auf 10.908 Euro

Für Rentner, denen das Jahr 2023 mehr Rente und Bürgergeld verspricht, gibt es darüber hinaus noch Weiteres zu beachten: Der Deutschen Rentenversicherung zufolge kommen steuerliche Verpflichtungen hinzu, die seit 2005 einen festgelegten Anteil der Bruttorente als steuerpflichtiges Einkommen ausmachen.

Im Jahr 2022 war es der Fall, dass 82 Prozent der Bruttorente versteuert werden musste. Nach Berichten der Frankfurter Rundschau steigt 2023 der Prozentsatz sogar noch weiter: Dann erfolgt eine Versteuerung von 83 Prozent. Derjenige, der etwa 2040 in den Ruhestand geht, hat sich dann mit einem Besteuerungsanteil von 100 Prozent zu beschäftigen. Der Blick in die Zukunft zeigt: Die Höhe der Steuern hängt wesentlich mit dem Zeitpunkt des Renteneintritts zusammen.

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Während der Rentenfreibetrag 2023 demnach bei 17 Prozent liegt, entfällt er im Jahr 2040 also vollends. Zur Entlastung in Zeiten der Inflationskrise könnte es Rentnern nicht nur helfen, Ausgaben von der Steuer abzusetzen: Die Bundesregierung hat 2023 den Grundfreibetrag von 10.347 Euro auf 10.908 Euro erhöht – es greift das Inflationsausgleichsgesetz. Rentner, deren Einkommen unterhalb dieses Wertes liegt, müssen dementsprechend keine Steuern zahlen.

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