1. 24hamburg
  2. Verbraucher

Corona-Regeln in Hamburg: Was sich ab 1. Oktober ändert

Erstellt:

Kommentare

Im Herbst wird eine neue Corona-Welle erwartet. Deshalb gibt es auch wieder neue Regeln. Über die meisten Vorschriften dürfen Bundesländer selbst entscheiden.

Hamburg – Seit beinahe drei Jahren hält Corona die Menschheit weltweit in Atem. Jeden Sommer und Herbst denkt man, dass es nun endlich vorbei ist – doch weit gefehlt. Im Herbst könnten uns wieder deutlich strengere Regeln bevorstehen als im Sommer.

Zwar gibt es mittlerweile eine vierte Impfung für das mutierte Corona-Virus und einen Impfstoff, der extra auf Omikron abgestimmt ist, aber das reicht der Bundesregierung als Schutzmaßnahme nicht aus. Für Herbst und Winter wurden deshalb - auch wegen der erwarteten Corona-Welle – neue Regeln aufgestellt. Was jetzt gilt und was sich für Hamburg ändert, erfahren Sie hier.

Stadt in DeutschlandHamburg
BürgermeisterPeter Tschentscher
Einwohner1.904.444 (Stand 2021)
Fläche755,2 km²
Gegründet500 n. Chr.

Geändertes Infektionsschutzgesetz ab Oktober: Das gilt in ganz Deutschland

Das Infektionsschutzgesetz wurde gerade von der Bundesregierung aktualisiert. Die neuen Corona-Regeln gelten vom 1. Oktober 2022 bis zum 7. April 2023 und sind aufgeteilt in bundesweite Vorschriften und Bereiche des öffentlichen Lebens, in denen die Länder selbst entscheiden können, welche Maßnahmen sie ergreifen.

In ganz Deutschland gilt ab dem 1. Oktober, dass im Fernverkehr weiterhin eine FFP2-Maske getragen werden muss. Das umfasst die Nutzung von Bus und Bahn für alle Menschen ab 14 Jahren. Einzige Ausnahme: Im Flugzeug muss in Zukunft keine Maske mehr getragen werden.

Corona-Maske mit Hamburg-Wappen und ein Kalenderblatt vom 1. Oktober
In Hamburg werden ab Oktober 2022 neue Corona-Regeln gelten. (24hamburg.de-Montage) © Hanno Bode/IMAGO Images & Steinach/IMAGO Images

Ebenfalls bundesweit gelten die Sicherheitsvorkehrungen für Krankenhäuser und Arztpraxen: Dort ist eine FFP2-Maske sowohl für Patienten als auch für deren Besucher oder Begleiter Pflicht. In Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ähnlichen Stätten muss außerdem ein negativer Corona-Test vorgelegt werden.

Lockdowns und Schließungen von Geschäften, Firmen und Schulen – was auch Hamburgs Schul-Senator Ties Rabe (SPD) als potenziellen „Wahnsinn“ bezeichnet hatte –, soll es allerdings nicht mehr geben.

Ländersache: Welche Corona-Regeln dürfen die Bundesländer selbst entscheiden?

Zu den Maskenpflichten in Bus und Bahn, Krankenhaus und Arztpraxen können die Bundesländer selbst entscheiden, in welchen Bereichen des öffentlichen Lebens die Bürger außerdem eine FFP2-Maske tragen oder Tests vorweisen müssen. Um die „Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastruktur zu gewährleisten“, wie es in der Erklärung der Bundesregierung heißt, können die Bundesländer weitere Maßnahmen ergreifen.

Dazu gehören zum Beispiel eine mögliche Maskenpflicht im Personennahverkehr sowie in öffentlichen Innenräumen. Auch bei Kultur- und Sportveranstaltungen oder in Restaurants kann eine Maskenpflicht wieder eingeführt werden, ebenso wie in Schulen ab der 5. Klasse, in Kindergärten oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen wie Asylbewerber-Unterkünften, Obdachlosenheime oder Haftanstalten. Die Einführung einer Testpflicht für all diese Einrichtungen steht den Ländern bei einer sich verschlimmernden Lage frei.

Von der Bundesregierung ist die Vorgehensweise empfohlen, dass Personen mit einem negativen Test von der Maskenpflicht ausgenommen sind. Die Länder können die Maskenpflicht-Entbindung auch bei frisch Geimpften oder Genesenen erlauben.

Coronaregeln in Hamburg: Welche Maßnahmen gelten im Herbst in der Hansestadt?

Die möglichen Corona-Vorschriften, über die Länder selbst entscheiden können, werden auch in Hamburg ein Thema sein. Hamburgs Senatorin Melanie Leonhard (SPD) begrüßt die Tatsache, dass „die Länder Handlungsoptionen haben, sodass die Länder im Falle eines sich verschärfenden Infektionsgeschehens Maßnahmen ergreifen können – also eine rechtliche Grundlage dafür besteht“, wie sie gegenüber Welt verkündete.

Anhand welcher Kriterien die Bundesländer weiter Vorschriften aufstellen können, lässt die Erklärung der Regierung aber offen. Darin heißt es lediglich: „Stellt ein Landesparlament für das gesamte Bundesland oder eine bestimmte Region eine konkrete Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastruktur fest, können weitere Maßnahmen angeordnet werden.“

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Coronaregeln in Hamburg: Was ändert sich ab 1. Oktober?

Letztlich richten sich diese Entscheidungen also nach der Einschätzung der „pandemische Gesamtlage“ des jeweiligen Bundeslandes, wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) es nach der Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf den Punkt brachte. Auch zuvor reagierte Hamburg in der Regel offensiver in Sachen Corona-Regeln. Es ist also gut möglich, dass viele der Vorschriften-Optionen in der Hansestadt in die Tat umgesetzt werden.

Aktuell gibt es dort eine 7-Tage-Inzidenz von 193,9 (Stand 20. September) mit insgesamt 186 Patienten, die wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden. Wer einen positiven Corona-Test hat, ist außerdem verpflichtet, sich „unverzüglich für fünf Tage zu isolieren.“ Auf der Webseite der Stadt finden Interessierte momentan lediglich die Verordnung, die am 23. September ausläuft. Diese wurde jetzt bis zum 30. September unverändert verlängert. In einer Erklärung des Senats heißt es: „Die Regelungen, die vom 1. Oktober 2022 an gelten, werden voraussichtlich in der kommenden Woche veröffentlicht.“

Auch interessant

Kommentare