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2G in Supermärkten! Hessen prescht vor – was hat Hamburg vor?

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Von: Susanne Kröber

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In Hessen hat die Landesregierung drastische neue Corona-Maßnahmen eingeführt. Einzelhändler dürfen nun zwischen der 2G- und der 3G-Regel wählen. Was plant Hamburg?

Hamburg/Wiesbaden – Impfpflicht durch die Hintertür? Nachdem ungeimpften Jobsuchenden in Österreich ihr Arbeitslosengeld in bestimmten Situationen vorenthalten wird, könnten nun die neuen Corona-Regeln der hessischen Landesregierung dafür sorgen, dass Ungeimpfte sich ab sofort nicht mehr selbst im Supermarkt mit Lebensmitteln versorgen können. In Hessen wurden in dieser Woche die neuen Beschlüsse des Corona-Kabinetts vorgestellt.

Stadt:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:1.851.430 (31. März 2021)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Ab jetzt dürfen Einzelhändler in Hessen entscheiden, ob sie die 3G-Regel (Zutritt für Geimpfte, Genesene und Getestete) oder die 2G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte und Genesene) anwenden. Dies gilt explizit auch für Supermärkte, wie die hessische Staatskanzlei gegenüber Bild bestätigte. Bei 2G entfällt dann die Abstands- und Maskenpflicht.

Neue 2G-Regel im Einzelhandel: Wird in Hessen eine Grenze überschritten?

Wie explosiv die neue 2G-Regel für Supermärkte und Einzelhandel ist, scheint auch den Verantwortlichen bewusst zu sein. „Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden“, so der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in der offiziellen Mitteilung. Das klingt schon fast wie ein Appell an Aldi, Lidl, Rewe und Co., sich nicht für die 2G-Option zu entscheiden.

Schild mit der Aufschrift 2G-Regel, 2G Geimpft und Genesen
Hessen führt die 2G-Option für Supermärkte ein – zieht Hamburg nach? © IMAGO/Bihlmayerfotografie

Bouffier weist allerdings auch darauf hin, dass im Falle der 3G-Option „weiter die Abstands- und die Maskenpflicht gelten.“ Die neuen Maßnahmen sollen vor allem das Gesundheitssystem schützen, wie Axel Wintermeyer, Chef der hessischen Staatskanzlei, im Interview mit RTL betont: „Die hessische Landesregierung wünscht sich nicht 2G, weil wir da die Menschen, die sich nicht impfen lassen können, bei 2G ausschließen, aber wir haben die Möglichkeit freiwillig eingeräumt.“ 

2G-Regel für Supermärkte in Hamburg: „Solche Pläne gibt es hier nicht“

In Hamburg sind aktuell 1.297.620 Menschen vollständig geimpft (Stand: 15. Oktober), das entspricht laut RKI einer Impfquote von 70 Prozent. Müssen auch die Hamburgerinnen und Hamburger bald mit neuen Corona-Beschlüssen wie in Hessen rechnen, nachdem es im September bereits zu Lockerungen unter der 2G-Regel gekommen war? Martin Helfrich, Pressesprecher der Hamburger Sozialbehörde, gibt gegenüber 24hamburg.de Entwarnung.

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„Solche Pläne gibt es hier nicht. Wir bleiben dabei: Güter des täglichen Bedarfs müssen erreichbar bleiben. Um dem Infektionsschutz Rechnung zu tragen, gelten Abstands- und Maskenpflicht in Supermärkten. So ist es seit Beginn der Pandemie geregelt“, so Helfrich. Auch Ungeimpfte können also zukünftig in Hamburg im Supermarkt einkaufen gehen – mit Maske versteht sich. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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