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Reform bei Wohngeld 2023: Erhöhung kommt – wer ist aktuell berechtigt?

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Von: Steffen Maas

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Im Vergleich zum Wohngeld 2022 soll das Programm im Jahr 2023 eine Erhöhung erfahren. Was sich ändert, wann es kommt und wer das Wohngeld 2023 beantragen kann.

Berlin/Hamburg – „Eine große Wohngeldreform“ kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) jüngst in Berlin an. Darüber sei man sich in der Bundesregierung einig. Scholz, ehemaliger Bürgermeister in Hamburg, sprach dabei von einer Ausweitung des Berechtigtenkreises für das Wohngeld für 2023 und einer Erhöhung durch einen dauerhaften Heizkostenzuschlag, eine Anhebung der Sätze sowie neue Berechnungsmethoden. Dadurch profitieren viele einkommensschwache Haushalte zukünftig noch etwas mehr von der Sozialleistung der Bundesregierung.

Name:Wohngeld
Art:Sozialleistung
In Form von:Mietzuschuss und Lastenzuschuss
Empfänger:Geringverdiener
Einführung:1. April 1965

Mehr Geld durch Wohngeldreform 2023: Wann kommt die Erhöhung und wer profitiert?

Wer das Wohngeld beantragt oder beantragen will, soll dabei möglichst bald von der Erhöhung profitieren. Anfang 2023 plant die Ampelkoalition die neue Wohngeldreform, verriet Bundeskanzler Scholz bei einer Pressekonferenz. Den Kreis der berechtigten Haushalte will die Regierung ausweiten, sodass so viele Menschen wie nie die Sozialleistung erhalten können. Im Jahr 2020 waren das laut Statistischem Bundesamt noch rund 620.000 Haushalte.

In welchem Maße oder wie genau der Berechtigtenkreis ausgeweitet wird, ist noch nicht bekannt. Explizit nannte Scholz neben den Arbeitnehmern des Landes „ganz besonders“ Rentnerinnen und Rentner, die Anspruch auf Wohngeld haben und von der Reform profitieren sollen.

Heizkostenzuschuss beim Wohngeld: Auszahlung kommt – und wird dann dauerhaft integriert

Explizit nannte Scholz auch das Vorhaben, den Heizkostenzuschuss, der als Teil des Entlastungspaketes an Wohngeldempfänger ausgezahlt wird und Bürger die Bürde der steigenden Energiepreise erleichtern soll, neben einer Klimakomponente dauerhaft als Entlastung in die Auszahlung zu integrieren.

Laut Plänen der SPD soll das Wohngeld erhöht werden. Jetzt gibt es neue Details zur geplanten Wohngeldreform. (Symbolbild)
Das Wohngeld soll im Jahr 2023 einer großen Reform unterzogen werden: höhere Sätze für mehr Menschen sowie ein dauerhafter Heizkostenzuschuss. (Symbolbild) © Monika Skolimowska/dpa

Mindestens 270 Euro erhalten Wohngeldempfänger noch aus dem großen Entlastungspaket der Bundesregierung. Ausgezahlt wird die Heizkostenpauschale von den einzelnen Bundesländern, weshalb zum Beispiel Berechtigte in Rheinland-Pfalz das Geld schon bekommen haben, während die Auszahlung in Hamburg aktuell für den September geplant ist. Schleswig-Holstein will die Finanzspritze bereits im August auszahlen.

Wohngeld 2022: Wer ist aktuell berechtigt?

Generell gibt es das Wohngeld für Geringverdiener als Mietzuschuss für Personen, die Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers sind, oder als Lastenzuschuss für Personen, die Eigentum an selbst genutztem Wohnraum haben. Grundsätzlich nicht berechtigt, Wohngeld zu erhalten, sind Menschen, die sogenannte Transferleistungen in Anspruch nehmen und deren Mietkosten zumeist bereits abgedeckt sind, also Empfänger von:

Gehört man nicht zu den Empfängern von Transferleistungen und erfüllt damit grundsätzlich die Voraussetzungen für den Berechtigtenkreis, hängt die Frage, ob und in welcher Höhe Wohngeld bezogen werden kann, von folgenden Faktoren ab:

Woher weiß ich, ob und wie viel Wohngeld 2022 ich bekomme? Tabelle und Rechner helfen online

Besondere Hilfen bei der Frage, ob – und wenn ja, in welcher Höhe – man berechtigt ist, die Sozialleistung zu empfangen, sind Wohngeldrechner und Tabellen mit Beispielen. Ersteres gibt es in offizieller Form sogar auf der Webseite des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen – hier.

Ebenfalls bietet das Ministerium – wie zahlreiche andere Plattformen – Wohngeldtabellen an, also eine beispielhafte Auflistung der Einkommensobergrenz zum Beispiel. Guckt man sich etwa die Tabelle für die Mietstufe 2 an, ist dabei dann ersichtlich, dass die monatliche Einkommensobergrenze für einen Zwei-Personen-Haushalt bei 1403 Euro. Das Bundesministerium bietet dazu zur Orientierung noch Beispieltabellen für verschiedene Situationen an. Etwa, wie hoch die Bezüge bei einer alleinstehenden Rentnerin sind.

Die Behörde unterstreicht jedoch, dass den tatsächlich gewährten Zuschuss verbindlich nur die zuständige Wohngeldbehörde errechnen kann. Antragsformulare für Wohngeld erhält man bei der örtlichen Wohngeldbehörde der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung. Dort erhalten Bürgerinnen und Bürger auch eine umfassende Beratung.

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