1. 24hamburg
  2. Verbraucher

Energiepauschale: So können auch Rentner die 300 Euro bekommen

Erstellt:

Von: Natalie-Margaux Rahimi

Kommentare

Das Entlastungspaket 2022 beinhaltet auch eine Energiepauschale von 300 Euro. Rentner gehen leer aus – eigentlich. Doch dieser Trick hilft.

Hamburg – Erst die Coronavirus-Pandemie und jetzt der Ukraine-Krieg. Die Kosten für Verbraucher sind in kürzester Zeit rapide angestiegen. Preise für Benzin und Diesel, Lebensmittel und die hohen Energiekosten sorgen aktuell für finanzielle Sorgen bei vielen Deutschen. Deshalb hat die Ampel-Regierung das Entlastungspaket 2022 auf den Weg gebracht. Darin enthalten ist neben Tankrabatt, Hartz 4-Bonus, Kinderbonus und 9-Euro-Ticket auch die Energiepauschale. Dahinter verbirgt sich eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro für Arbeitnehmer. Rentner wurden im Entlastungspaket nicht bedacht. Doch mit einem Trick können auch Senioren die Energiepauschale bekommen.

Entlastungspaket 2022 – Maßnahme:Erklärung:
Energiepauschale300 Euro für Arbeitnehmer
Hartz IV BonusCorona-Bonus verdoppelt auf 200 Euro, 100 Euro für ALG1-Bezieher
Kinderbonus100 Euro pro Kind
9-Euro-Ticket3 Monat ÖPNV für jeweils 9 Euro, bundesweit
Tankrabatt30 Cent Benzin, 14 Cent Diesel

Energiepauschale 300 Euro: Auszahlung auch für Rentner möglich – mit einem Trick

Dass die Rentner im Entlastungspaket 2022 nicht bedacht wurden, hatte nach Verkündung der Maßnahmen in der Bevölkerung für Frust und Unverständnis gesorgt. Begründet wird dieser Schritt von der Ampel-Regierung mit der ohnehin angedachten Rentenerhöhung zum Juli 2022. Wem das aber nicht reicht, kann mit einem einfachen Trick auch vom Entlastungspaket 2022 in Form der Energiepauschale in Höhe von 300 Euro profitieren. Wie geht das?

Ein Stempel mit der Energiepauschale und ein Rentner von hinten.
Energiepauschale 2022: So bekommen auch Rentner die 300 Euro aus dem Entlastungspaket. (24hamburg.de-Montage) © Michael Gstettenbauer/imago, Bihlmayerfotografie/imago

Da nur Menschen die Energiepauschale ausgezahlt bekommen, die einkommensteuerpflichtig arbeiten, liegt der Trick für Rentner in erster Linie darin, wieder zu arbeiten. Aber keine Panik, damit ist keine Vollzeitstelle gemeint. Es reicht laut des neusten Regierungsentwurfs aus, eine geringfügige Beschäftigung (Minijob) auszuüben oder selbstständig tätig zu sein.

Das bestätigte Finanzexpertin Antje Tillmann in der Bild-Zeitung. Sie sagte: „Es reicht aus, dass zum Beispiel ein Rentner einmal im Jahr 2022 eine Stunde auf seinen Enkel aufpasst und dafür von seinen Kindern 12 Euro Mindestlohn im Rahmen eines Minijobs oder aus selbstständiger Tätigkeit erhält. Im Anschluss gibt er diese Einkünfte in der Steuererklärung an, bekommt die Energiepreispauschale im Mai 2023 ausbezahlt.“

Legaler Trick: Rentner können die Energiepauschale im Mai 2023 erhalten

Im oben genannten Beispiel würden Rentner für eine Stunde Babysitten also gleich 312 Euro kassieren – und das vollkommen legal. Zu beachten ist natürlich der Zeitpunkt, an dem die Energiepauschale ausgezahlt wird. Rentner bekommen das Geld mit dem Trick nicht wie andere Arbeitnehmer bereits im September 2022 ausgezahlt, sondern erst nach Einreichen der Steuererklärung im Mai 2023. In Anbetracht der 300 Euro aber dennoch ein Aufwand, der sich lohnt.

Energiepauschale 300 Euro: Rentner profitieren von 9-Euro-Ticket und Tankrabatt

Und natürlich gehen auch Rentner neben der Energiepauschale in Höhe von 300 Euro bei den sonstigen Maßnahmen aus dem Entlastungspaket 2022 nicht vollkommen leer aus. Schließlich sind die Maßnahmen Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket nicht an irgendwelche Bedingungen geknüpft. Das 9-Euro-Ticket, für den der Hamburger HVV bereits einen Vorverkauf plant, ermöglicht es auch Senioren für gerade einmal 9 Euro pro Monat die schönsten Ziele in Norddeutschland zu bereisen. Im DB Navigator lassen sich bereits jetzt die besten Routen heraussuchen.

Der Tankrabatt gilt natürlich ebenfalls für Rentner. Vorausgesetzt, sie verfügen über einen fahrbaren Untersatz, der betankt werden muss. Denn die Senkung der Steuer auf Kraftstoffe wird direkt an der Tankstelle abgezogen. Rentner bekommen ihn also genau wie alle anderen Verbraucherinnen und Verbraucher. Ganz leer gehen Senioren also doch nicht aus – erst recht nicht mit dem oben genannten Trick.

Auch interessant

Kommentare