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Zoo-Flucht: Stacheliges Tier macht sich auf und davon – „nicht anfassen!“

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Von: Laura-Marie Löwen

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Der Zoo Osnabrück vermisst den süßen Baumstachler Ben und leitet eine animalische Großfahndung nach dem Kleinen ein. Wo steckt das Stacheltier nur?

Osnabrück – Der Zoo Osnabrück vermisst das Baumstachler-Jungtier „Ben“. Seit Montag, dem 10. August ist das im März geborene Tier unauffindbar. Am Morgen soll er sich noch bei der ersten Fütterung Apfel und Karotten schmecken lassen haben. Bei der zweiten Fütterung um 14 Uhr ließ sich Ben dann aber plötzlich nicht mehr blicken. Die Zoo-Mitarbeiter rätseln seitdem über sein mysteriöses Verschwinden.

NagetierBaumstachler
Wissenschaftlicher NameErethizontidae
LängeCuandu: 47 cm
TragzeitCuandu: 201 Tage
Ohne RangMeerschweinchenverwandte (Caviomorpha)
RangFamilie
GewichtCuandu: 3,9 kg

Zoo Osnabrück: Baumstachler Ben wird vermisst – wo steckt das kleine Tier bloß? Mitarbeiter rätseln

Ein junger Baumstachler sitzt auf einem Ast. Im Hintergrund sind einige Grünpflanzen erkennbar.
Seit Montag vermisst der Zoo Osnabrück den kleinen Baumstachler Ben. © Zoo Osnabrück/dpa/picture alliance

Als die Tierpfleger feststellten, dass Baumstachler Ben sich nicht mehr in seinem Gehege, das er gemeinsam mit seinen Eltern Mechthild und Manfred bewohnt, befindet, starteten sie große Suchaktion. Bis in den späten Abend hielten sie nach dem etwa 40 Zentimeter langen Nagetier Ausschau, doch die Suche blieb erfolglos.

 „Befinden sich Tiere plötzlich außerhalb ihrer Anlage, der gewohnten Umgebung, sind sie meist irritiert und suchen einen Weg zurück. Leider wissen wir nicht, ob und welchen Weg er genommen hat: Wir haben die Anlage untersucht, können aber keine Ausbruchsstelle finden“, erzählt Tobias Klumpe, der zur Leitung des Osnabrücker Zoos gehört.

Unklar ist außerdem, ob sich der Baumstachler noch auf dem Gelände des Zoos aufhält, oder ob er sich außerhalb herumtreibt. Futter würde er jedoch wahrscheinlich genug finden, da die Vegetation außerhalb der Anlage recht üppig sei. Die Mitarbeiter sind allerdings besorgt, dass Ben etwas zugestoßen sein könnte. „Bei uns bewegen sich sehr viele Beutegreifer wie Füchse. Wir können natürlich nicht ausschließen, dass Ben von einem heimischen Raubtier gegriffen wurde“, meint Tobias Klumpe.

Baumstachler Ben ausgebüxt: Zoo Osnabrück warnt vor schmerzhaften Stacheln

Ben könnte sich aber gut verteidigen, denn Baumstachler sind mit jeder Menge Stacheln ausgestattet, die einen guten Schutz bieten. An den Enden der Stacheln befinden sich nämlich Widerhaken, die Verletzungen verursachen können. Daher warnt der Zoo Osnabrück auch vor dem Berühren des Tiers: „Wenn Sie das Tier entdecken, fassen Sie es bitte nicht an – das wäre sehr schmerzhaft.“

Tobias Klumpe geht davon aus, dass Ben sich Menschen gegenüber sehr zutraulich verhalten wird: „Als Zootier ist Ben natürlich Menschen und den Kontakt zu seinen Tierpflegern gewohnt. Daher wird er tendenziell eher neugierig und weniger schüchtern sein.“ Wer den Baumstachler Ben finden sollte, der soll sich bei der Feuerwehr oder direkt beim Zoo unter der Telefonnummer 0541 95 10 50 melden, informiert der Zoo Osnabrück.

Verirrt hat sich nur wenige Tage zuvor auch ein außergewöhnliches Tier an die Ostsee* und versetzte Badegäste dadurch ganz schön in Aufruhr. Auch ein unangenehmes Tier-Phänomen an den Stränden* sorgt an der Küste derzeit für viel Wirbel. Doch dass sich auch Baumstachler Ben bis an die Ostsee verirrt hat, ist wohl eher unwahrscheinlich.

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