1. 24hamburg
  2. Tiere

Tiere in Hamburg: Vom Aussterben bedroht – Gefahr für süße Flauschkugel

Erstellt:

Von: Fabian Raddatz

Kommentare

Ratespiel: Wer ist das verpixelte süße Tier im Bild?
Vom Aussterben bedroht: Dieses Tier könnte laut WWF bald von der Bildfläche verschwinden. (24hamburg.de-Montage) © Uwe Anspach | dpa

Tierschützer schlagen Alarm: Die Zahl bedrohter Arten ist auf einem Rekordhoch! Auch diese süßen Tiere in und um Hamburg stehen jetzt auf der Roten Liste.

Hamburg – „Die Klimakrise, Zerstörung von Lebensraum, Überfischung der Meere und Wilderei: Der Mensch verursacht gerade das größte Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier-Zeit“, warnt WWF-Vorstand Eberhard Brandes. Die World Wide Fund For Nature (WWF) zählt zu den größten Naturschutzorganisationen der Welt.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Und die Tierschützer schlagen Alarm: Laut ihrer Jahresbilanz 2020 schwinden die Tierbestände weltweit – in 46 Jahren durchschnittlich um 68 Prozent. Mittlerweile stehen 35.700 Tier- und Pflanzenarten auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Ganz besonders schlimm traf es im vergangenen Jahr Tiere, die auch in Hamburg beheimatet sind – wie etwa den knuffig-süßen Feldhamster: Die kleine Flauschkugel auf vier Beinen ist vom Aussterben bedroht *. Setze sich der Trend fort, so der WWF, dann gibt es ihn 30 Jahren nicht mehr. Vor allem die intensive Landwirtschaft würde dem kleinen Nager zu schaffen machen.

Tiere in Hamburg: zwischen Aussterben und Baby-Glück

Folgt man in Hamburg der Elbe Richtung Westen, lässt sich ein weitere bedrohte Tierart finden: Tintenfische. Wurde vor zehn Jahren noch der Einzug der hochintelligenten Weichtiere in die Nordsee gefeiert, steht es mittlerweile schlecht um sie. Der Grund: unser zunehmender Hunger auf Tintenfische. Denn der führt zu einer verstärkten Fischerei.

Europa gilt als Hauptabsatzmarkt der vermeintlichen Leckerbissen. Auch in der Stadt Hamburg lässt sich leicht an Tintenfische kommen. Restaurants führen die Tiere auf der Speisekarte. Dort landen sie dann wahlweise in Knoblauch- oder Tomatensoße.

Ein Feldhamster guckt süß in die Kamera.
Auflösung des Ratebilds: Es ist leider der süße Feldhamster, der vom Aussterben bedroht ist. (24hamburg.de-Montage) © Uwe Anspach | dpa

Doch es gibt auch gute Nachrichten, schreibt der WWF: Für die Kegelrobbe gibt es wieder Hoffnung. Deutschlands größtes Raubtier galt den Fischern als Konkurrenz, rotteten sie fast aus. Auch bis heute gilt der Bestand in der Ostsee als „stark gefährdet“, in der Nordsee als „gefährdet“. Doch der diesjährige Geburtenboom macht den Tierschützern Hoffnung: Auf Helgoland wurden bis Anfang November mehr als 600 Kegelrobbenbabys geboren – ein neuer Rekord! Und auch in der gesamten Ostsee würden sich die Bestände allmählich erholen, so der WWF. Seien es Anfang der Achtzigerjahre nur 2500 Tiere gewesen, habe die Population 2019 bei rund 38.000 gelegen.

Tiere in Hamburg: Wildparks machen Lust auf Tierschutz

Positive Entwicklungen, wie etwa das Babyglück im Robbenland, würden laut WWF zeigen: Der Mensch kann den Verlust der biologischen Vielfalt noch stoppen und rückgängig machen. Etwa durch mehr Artenschutz in Straßenbau, Bildungspolitik oder Haushaltsplanung. WWF-Chef Eberhard Brandes mahnt: „Es geht nicht mehr nur um die Beseitigung eines Umweltproblems, sondern um unsere Zukunft.

Eine intakte Natur ist von existenzieller Bedeutung für uns alle, denn ist die Erde krank, werden es auch die Menschen.“ Das hätte uns nun vor allem die Coronavirus-Pandemie vor Augen geführt, die nach wie vor auch das Leben in Hamburg mit dem Corona-Lockdown lahm legt. Denn: auch der Virus sei ein Produkt der fortschreitenden Umweltzerstörung.

Und auch Wildparks tragen ihren Teil zum Tierschutz bei. Denn auch wenn die Tierparks in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vorerst geschlossen bleiben, zeigen beispielsweise diese süße und witzigen Aktionen der Wildparks auf Social Media, warum Tiere schützenswert sind. Denn ganz ehrlich: Wer möchte schon, dass es so einen niedlichen Pelzträger wie das Tier des Jahres 2021 bald nicht mehr gibt? *24hamburg.de und merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Auch interessant

Kommentare