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Schlange am Strand: Tödliche Gift-Mamba aus dem Meer – Anwohner und Experten in Aufregung

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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Eine zweieinhalb (2,5) Meter lange schwarze Mamba schlängelt in Südafrika an einem vielbesuchten Touristen-Strand aus dem Meer. Das giftige Tier sorgte für jede Menge Aufregung. Selbst für Experten ist das Ereignis außergewöhnlich.

  • Südafrika: Schwarze Mamba aus dem Meer angespült.
  • Das Tier gilt als die längste und giftigste Schlange des Landes.
  • Experten liefern mögliche Erklärung dafür, wie die Schlange ins Meer gelangen konnte.

Durban (Südafrika) – Schwimmende Schlangen sind kein alltäglicher Anblick, erst keine hochgiftigen Mambas, die sich an Touristenstränden entlangschlängeln. Doch genau das passierte in Durban: eine 2,47 Meter lange schwarze Mamba wurde aus dem Meer angespült und versetzte selbst Experten in große Aufregung.

SchlangenSchwarze Mamba
Wissenschaftlicher NameGiftnattern (Elapidae)
Höhere KlassifizierungMambas
UnterordnungSchlangen (Serpentes)
ErhaltungszustandUngefährdet (Stabil)
RangArt

Schwarze Mamba (Giftschlange) an Strand in Südafrika angespült – laut Experten ein „außergewönliches Ereignis“

Am 25. August 2020 postete die Saambr (South African Association for Marine Biological Research) ein Foto von dem spektakulären Schlangen-Vorfall. Für die Umweltschützer war der Fund der schwarzen Mamba am Strand von Durban ein „außergewöhnliches Ereignis“. Die Mitglieder der Organisation erhielten nach eigenen Angaben einen Anruf, in dem sie von der Tier-Sichtung erfuhren: Eine knapp zweieinhalb Meter lange Schlange würde im Meer treiben und an den Strand gespült werden.

Die Nachricht kam allerdings nicht unerwartet: bereits wenige Tage zuvor wurde ihnen gemeldet, dass eine große Schlange am südlichen Pier gesichtet wurde. Auch wenn die Saambr bereits mit dem Anruf rechnete, so war der Vorfall für sie besonderes Erlebnis, das schreiben Mitglieder der Facebook-Seite. Üblicherweise halten sich schwarze Mambas nicht in Küstenregionen auf, sie bevorzugen eher tiefe Täler mit einer üppigen Vegetation. „Diese Schlange gelangte womöglich durch die Kanäle und Flüsse, die in den Hafen, ins Meer“, erklären die Umweltschützer.

Nach dem Anruf begaben sich die Mitglieder der Saambr direkt in Richtung Strand, um die schwarze Mamba einzufangen und Schlimmes zu verhindern – denn schließlich gilt diese Schlangenart als die giftigste in ganz Südafrika. Glücklicherweise ist der Strand in Durban aufgrund der Coronavirus-Pandemie* zurzeit für Touristen gesperrt, wie heute.at berichtet. Daher bestand ein eher geringeres Risiko, dass die schwarze Mamba Strandurlauber attackieren könnte.

Giftige Schwarze Mamba an Strand in Südafrika – Schlange wurde von Saambr eingefangen

Am Strand von Durban in Südafrika wurde eine zweieinhalb Meter lange schwarze Mamba entdeckt und eingefangen. (Screenshot)

Das Einfangen der Schlange gestaltete sich dann als relativ leicht: „Die Schlange war so erschöpft, dass sie uns nicht einmal bemerkte, als wir uns ihr näherten. Sie war einfach handhabbar und blieb glücklicherweise ruhig als wir sie zum Ushaka Sea World transportierten“, erzählt Craig Smith, ein Herpetoloe der Saambr. Im Ushaka Sea World, einem großen Aquarium-Freizeitpark, wurde die Schlange begutachtet und wieder aufgepäppelt.

Am 27. August dann die Nachricht: Der Schlange ginge es gut. Eine kurze Untersuchung der schwarzen Mamba habe gezeigt, dass das Tier zwar gestresst, aber in einer körperlich guten Verfassung war. „Wir freuen uns sehr darüber, mitteilen zu können, dass ihr Verhalten normal ist. Sie reagiert wie erwartet und es ist sehr wahrscheinlich, dass sie schon in paar Tagen stark genug sein wird, um eventuell wieder frei gelassen zu werden“.

Auch Deutschland gibt es immer mal wieder außergewöhnliche Tier-Sichtungen an Nord- und Ostsee. 24hamburg.de/tiere berichtete über ein als ausgestorben geglaubtes Tier*, das vor einer deutschen Insel entdeckt wurde. Auch Haie wurden im Sommer 2020 in der Nordsee gesichtet*. Einen süßen Überraschungsgast gab es in der Ostsee.* *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Cameron Johnston/Facebook

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