Tierquälerei vor laufender Kamera

PETA veröffentlicht grausames Video – was machen Kinder mit diesem Hund?

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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Die Tierschutzorganisation PETA veröffentlicht ein Beweis-Video mit brutalen Szenen der Tierquälerei: Kinder schlagen mit Futternapf auf Hund ein – unfassbar.

  • PETA: Schockierendes Video öffentlich gemacht.
  • Kinder schlagen darin ihren eigenen Hund.
  • Tierschützer leiten drastische Konsequenzen ein – Eltern in Verantwortung.

Nordhausen (Thüringen) – In die Serie von grausamen Tierquälerei-Videos, 24hamburg.de* berichtete, reiht sich ein weiterer Fall: Die Tierschutzorganisation PETA , die erst kürzlich mit einer provokanten Straßen-Aktion Aufsehen erregte*, veröffentlichte nun ein Video, in dem Kinder ihren eigenen Hund brutal misshandeln.

Gemeinnützige OrganisationPETA
Gründung22. März 1980, Rockville, Maryland, Vereinigte Staaten
ZentraleNorfolk, Virginia, Vereinigte Staaten
Umsatz31 Millionen USD (2007)
SchwerpunktTierschutz, Tierrechte
VideospielKitten Squad
GründerIngrid Newkirk, Alex Pacheco

PETA: Tierschutzorganisation macht schockierendes Video öffentlich: Kinder schlagen eigenen Hund

Kinder schlagen brutal auf ihren eigenen Hund ein. (Screenshot)

Die Bilder aus dem Video sind schockierend: Sie zeigen Kinder in einem Garten vor einer Hausfassade, die auf grausame Weise mit einem Metallnapf auf den Kopf ihres Hundes ein und es mit den Füßen treten. Das Tier ist wehrlos, denn es ist im Garten angebunden. Wiederholt versucht es den Schlägen auszuweichen und duckt sich, aber die Kinder machen weiter, rufen sogar „nochmal!“. Daraufhin schreitet ein weiteres Kind ein und beteiligt sich an der Prügelei. Mehr als 25-mal schlagen sie mit dem Napf auf den Kopf des Labradors ein.

PETA wurde dieses Video zugespielt, die Tierschützer machten es daraufhin auf ihrer Website öffentlich - sie bezeichnen es als „ganz besonders schockierend“. Rund 200 sogenannter „Whistleblower-Meldungen“ erhält die Organisation pro Monat. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, hat sich der im Video gezeigte Vorfall in Nordhausen (Thüringen) ereignet. Die grausamen Szenen sollen sich nach Bild-Informationen am 1. Juli abgespielt haben.

PETA: Tierschützer von Tierquälerei-Video geschockt - Strafanzeige gegen Eltern der Kinder erstattet

Die brutale Tierquälerei, welche die Kinder an ihrem Hund begehen, bleibt nicht folgenlos: Wie Peta berichtet, informierten Augenzeugen den örtlichen Tierschutzverein und wendeten sich an die Polizei. Diese zeigten schnelle Reaktion und stellten die Eltern der gezeigten Kinder zur Rede, die gleichzeitig die Hundebesitzer sind. Verantwortliche Behörden beobachten die Eltern nun.

Auch Peta zeigt sich äußerst schockiert von den Aufnahmen. „Es darf nicht sein, dass ein Lebewesen, das auf solch grobe Weise von mehreren Familienmitgliedern misshandelt und gequält wird, weiterhin dieser Gefahr ausgesetzt ist”, schreiben die Tierschützer. Peta hat eine Strafanzeige gegen die Eltern erstattet, weiterhin fordert die Organisation die Einleitung psychotherapeutischer Wege und ein Verbot, das Tier weiter halten zu dürfen.

Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei Peta Deutschland, meint gegenüber der „Bild“: „Wenn Kinder Tiere quälen, ist das ein Warnsignal, dass hier dringend eingegriffen werden muss. Bleiben die Eltern uneinsichtig, müssen auch die für Kinderschutz zuständigen Behörden tätig werden”.

Der Hund befinde sich nach „Bild“-Informationen immer unter Obhut der Familie. „Unser Veterinäramt hat die Familie aufgesucht“, erzählt eine Sprecherin aus dem Landratsamt Nordhausen. Dem Hund ginge es gut, der Vorfall, welcher im Video dokumentiert wird, sei aber „vollkommen inakzeptabel“. Die Kinder seien minderjährig, das Landratsamt habe die Eltern dazu ermahnt, Kinder und Hund zu beaufsichtigen. Das Amt beobachte die Familie nun weiterhin. Auch der Tierschutzverein Hamburg kann wenig Gutes vom Umgang mit Tieren berichten*, wie deren Ferienbilanz erschreckend beweist. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Peta

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