Tierschützer appellieren an Mode-Riesen

Peta: Leder-Horror bei bekannter Modekette aufgedeckt – grausame Bilder

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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Die Tierschutzorganisation Peta fordert eine berühmte Modekette auf, keine Kleidungsstücke mehr zu verkaufen, die zu Tierleid beitragen. Dazu zählt Fashion aus Leder, Wolle und Mohair. Die Tierschützer machen mit grausamen Bildern auf die qualvolle Herstellung dieser Materialien aufmerksam.

  • Peta startet Petition gegen Modefirma Urban Outfitters.
  • Tierschützer kritisieren Verkauf von Leder, Mohair und Wolle.
  • Schockierende Videos zeigen die Herstellung dieser Produkte.

München/Stuttgart – Mit einer neuen Kampagne richtet sich die Tierrechtsorganisation Peta gegen die Modefirma Urban Oufitters. In den Kollektionen des Unternehmens finden sich immer wieder Kleidungsstücke, die tierische Materialien wie Leder, Mohair oder Wolle enthalten. Die Tierschützer appellieren nun an Urban Outfitters, den Verkauf dieser Modeteile einzustellen.

Gemeinnützige OrganisationPETA
Gründung 22. März 1980, Rockville, Maryland, Vereinigte Staaten
ZentraleNorfolk, Virginia, Vereinigte Staaten
PräsidentinIngrid Newkirk
Umsatz31 Millionen USD (2007)
VideospielKitten Squad
GründerIngrid Newkirk, Alex Pacheco

Peta-Tierschützer äußern Forderung an Urban Outfitters: Kein Verkauf mehr von Leder, Seide und Wolle

„Wir fordern das Unternehmen nun auf, endlich auch Tierqualprodukte wie Leder, Wolle und Seide auszulisten“, erklärt Patrick Nowey, Fachreferent für Bekleidung und Textil bei Peta. Urban Outfitters würde bereits Marken mit tierfreundlichen Materialien anbieten, die Tierschützer appellieren nun an das Unternehmen, tierische Produkte komplett aus dem Sortiment zu nehmen. „Wenn die Marken von Urban Outfitters offene, junge Menschen ansprechen sollen, wird es höchste Zeit, die Häute, Haare und Federn von geschlagenen, verletzten, getöteten Tieren aus den Regalen zu verbannen“, meint Nowey.

Peta fordert das Modeunternehmen Urban Outfitters dazu auf, den Verkauf von Leder, Mohair und Seide einzustellen. (24hamburg.de-Montage)

Die Ende September gestartete Kampagne läuft unter dem Namen „The Face of Fashion is Fear“ („Das Gesicht der Mode ist Angst“). In München protestierten Peta-Tierschützer bereits mit Tiermasken und Schildern vor einer Urban Outfitters Filiale. Konkret fordert die Organisation den Verkaufsstopp von Schaf- und Alpakawolle, Leder, Kaschmir, Mohair, Daunen und Seide. Diese Materialien seien mit „immensen Qualen und Angst“ verbunden, heißt es in einer Mitteilung von Peta.

Peta: Recherchen zeigen Bilder von Wolle-, Mohair- und Lederproduktion – Forderung an Urban Outfitters

Im Rahmen einer Petition macht Peta auch auf vergangene Recherchen und Videos aufmerksam, welche die grausame Herstellung von tierischen Materialien aufzeigen. So dokumentiert ein Video, wie Alpakas für Wolle geschlagen und getreten werden. Eine andere Recherche aus dem Jahr 2018 zeigt, wie Ziegen für die Herstellung von Mohair umhergeworfen werden und am Schwanz über den Boden geschleift werden. Daraufhin stellten Mode-Giganten wie H&M, Gap, s.Oliver oder Forever 21 den Verkauf von Mohair-Produkten ein.

Besonders drastisch sind Rechercheaufnahmen, welche die Produktion von Leder dokumentieren. Peta hatte in den vergangenen Jahren Undercover-Videos, die weltweit in verschiedenen Lederbetrieben aufgezeichnet wurden, veröffentlicht. Es werden Szenen gezeigt, in denen Rinder geschlagen und mit Elektroschockern gefoltert werden. Kälbern werden brennende Eisen ins Gesicht gedrückt. In der Petition fordert Peta das Modeunternehmen Urban Outfitters nun explizit dazu auf, tierische Materialien aus ihren Kollektionen zu verbannen.

Peta: Tierschützer polarisieren mit Aktionismus – Videos dokumentieren immer wieder Tierquälerei

24hamburg.de/tiere* berichtete auch über eine Straßenaktion von Peta, mit der die Organisation stark polarisierte: Tierschützer grillen mitten in der Düsseldorfer Innenstadt einen Hund auf offener Straße.* Ein weiteres Schock-Video, das Peta in der Vergangenheit veröffentlicht hatte, zeigt, wie Kinder ihren eigenen Hund auf brutale Weise quälen.*

Für eine andere Tierschutz-Kampagne angelte sich Peta einen bekannten veganen Hollywood-Star.* *24hamburg.de/tiere ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Peta/Bodo Marks/dpa/picture alliance

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