Mechaniker rettet Fellknäuel

Kätzchen im Radkasten überlebt Todesfahrt durch Deutschland – süße Bilder

  • Christian Domke Seidel
    vonChristian Domke Seidel
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Nach 600 Kilometern macht der Mietwagen plötzlich komisch Geräusche. Das Paar fährt in eine Werkstatt und ein Mechaniker holt ein zitterndes Fellknäuel aus dem Radkasten. Die kleine Katze hat die Fahrt als blinder Passagier mitgemacht – und überlebt.

  • Kleine Katze überlebt Horrorfahrt.
  • 600 Kilometer im Radkasten gekauert.
  • Mechaniker befreit das Tier, Kollegin adoptiert es.

Gießen/Hamburg – Ein Kätzchen ist auf der Suche nach einem Unterschlupf und findet einen Mietwagen. Das junge Tier klettert am Rad hoch, schlüpft in einen Hohlraum und kommt nicht mehr raus. Es muss sich zu Tode fürchten. Denn plötzlich setzt sich der Wagen in Bewegung. Ein falscher Tapser könnte jetzt ihren Tod bedeuten. 600 Kilometer wird ihr Martyrium im Radkasten dauern.

TiereHauskatze
Wissenschaftlicher NameFelis catus
Lebenserwartung2 - 16 Jahre (In der Wildnis)
Tragzeit58 - 67 Tage
Täglicher Schlafbedarf12 - 16 Stunden
Gewicht3,6 - 4,5 kg (Erwachsener)
Höhe23 - 25 cm

Katze Carly überlebt Horrorfahrt: 600 Kilometer im Radkasten unterwegs – Mechaniker rettet „Carly“

Die Horrorfahrt bringt das süße Kätzchen am Dienstag, 15. September 2020, von der polnischen Grenze nach Fernwald bei Gießen in Hessen, berichtet Hit Radio FFH. 600 Kilometer über Autobahnen und Landstraßen. Gefährlich schnell für eine so junge Katze, die nur wenige Zentimeter vom Rad entfernt festsitzt. Dann kriegt das Kätzchen es mit der Angst zu tun. Es miaut um ihr Leben.

Im Radkasten eines Mietwagens hat sich ein Kätzchen versteckt. 600 Kilometer dauerte ihre Horrorfahrt. Doch für den kleinen „Carly“ gibt es ein Happy End. (24hamburg.de-Montage)

Das Paar im Auto hört zunächst nichts. Doch irgendwann dringen Miau-Rufe an das Ohr der Frau im Wagen. Sie glauben, dass die Geräusche aus dem Motorraum kommen und steuern eine Werkstatt in Fernwald bei Gießen in Hessen an. Dort hat gerade Mechaniker Thomas-Alexander Karbeder Dienst und schraubt den vorderen Teil des Fahrzeugs auseinander, wie HIT Radio FFH weiter berichtet.

Katze aus Radkasten gerettet: Happy End für „Carly“ – kerngesund und sofort adoptiert

Dann die Überraschung. Als er den Radkasten öffnet, entdeckt er ein verängstigtes Fellknäuel. Er rettet es aus seiner misslichen Lage. Geräuschquelle gefunden, Schaden behoben, süßes Kätzchen gerettet. Und für das kleine Tier hat die Geschichte sogar noch ein Happy End. Denn beim Autohändler findet sich eine Kollegin, die das Tier kurzentschlossen ins Herz schließt und adoptiert. Auch einen neuen Namen hat der Kater schon – Carly. Ein Tierarzt hat sich das Kätzchen schon angeschaut und es für komplett gesund befunden.

Wo genau das Kätzchen herkommt und warum es überhaupt in den Radkasten geklettert ist, wird wohl auf immer das Geheimnis von Carly bleiben. Für Tiere dieser Größe ist es grundsätzlich kein Problem, in diverse Hohlräume von Fahrzeugen zu klettern. Sei es auf der Flucht vor anderen Tieren, oder auf der Suche nach einem Platz zum Schlafen. Wurde das Fahrzeug gerade erst abgestellt, ist es in der Nähe des Motors oft auch angenehm warm.

Katzen: Als Haustiere geliebt, in anderen Ländern als Delikatesse geschätzt

Viele Autofahrer kennen auch das Phänomen Marderbisse. Marder wollen nicht in Autos klettern, fühlen sich aber schnell bedroht. Riecht ein Fahrzeug nur ein klein wenig nach einem anderen Marder – weil der beispielsweise einmal über die Motorhaube gelaufen ist – verteidigen andere Marder aggressiv ihr Revier. Sie klettern dann in Motorraum und beißen in Schläuche und Elektrokabel.

Katzen sind Menschen dann aber doch bessere Freunde als Marder. 24hamburg.de/tiere berichtet darüber, wie eine Katze ohne Fell und Augen zu einer echten Internet-Sensation wird*. Traurig ist es allerdings, wie in anderen Kulturen mit den Tieren umgegangen wird. So gelten sie beispielsweise in Vietnam als Delikatesse*. Auch das Coronavirus-Sars-CoV-2 hat vielen Katzen ein schlimmes Schicksal beschert*. Ihre Besitzer setzten sie einfach aus. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Marijan Mura/dpa & Thomas-Alexander Karbe/dpa

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