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Corona: Hund stirbt nach Virus-Infektion – „Buddys“ Tod wirft Fragen auf

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Von: Laura-Marie Löwen

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 „Buddy“ war der erste Hund, bei dem eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen wurde. Jetzt ist der Schäferhund aus den USA gestorben. Doch es bleiben Fragen.

Staten Island/New York – Im April wurde bei „Buddy“ eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Er galt damit als der erste Hund, der sich mit Covid-19 infizierte. Jetzt starb „Buddy“ im Alter von sieben Jahren.

TiereHaushund
Wissenschaftlicher NameCanis lupus familiaris
FamilieHunde (Canidae)
Lebenserwartung10 – 13 Jahre
Tragzeit58 – 68 Tage
Höhe15 – 110 cm (Schulterhöhe)
Täglicher Schlafbedarf12 – 14 Stunden (Erwachsener)

Hund stirbt nach Coronavirus-Infektion in den USA – Besitzer sind schockiert über Tod von „Buddy“

„[Buddy] war die Liebe unseres Lebens...Er brachte jedem Freude. Ich verstehe es einfach nicht“, erzählt Allison Mahoney, Frauchen von „Buddy“ gegenüber dem National Geographic, der zuerst über den Tod des Hundes berichtete. Auch ihr Mann, Robert Mahoney, hatte sich nur kurze Zeit vor „Buddy“ mit dem Virus infiziert. Er ist mittlerweile wieder vollständig genesen, bei Hund „Buddy" verlief die Coronavirus-Infektion hingegen problematischer.

Ein Schäferhund liegt in einem Gebäude auf dem Boden.
Schäferhund „Buddy“ war der erste Hund aus den USA mit bestätigter Corona-Infektion. Jetzt ist er gestorben. (Symbolbild) © Marijan Murat/dpa/picture alliance

„Ohne jeden Zweifel“ hegte Robert Mahoney den Verdacht, dass sich Buddy mit dem Coronavirus infiziert hatte. Der Hund wies mehrere Symptome auf: unter anderem litt er an einer verstopften Nase und hatte Atemnot. Seine Kondition verschlechterte sich immer weiter - Buddy spuckte Blutgerinnsel aus, hatte Blut im Urin und konnte nicht mehr laufen.

Coronavirus bei Hunden: „Buddy“ war nicht nur an Covid-19 erkrankt - weitere Gründe für Tod möglich

Es stellte sich für die Besitzer von Buddy als schwierig heraus, ihren Hund auf Corona testen zu lassen: einerseits waren viele Tierarzt-Praxen wegen der Pandemie dicht, andererseits äußerten viele Tierärzte Skepsis daran, dass sich Tiere mit Covid-19 infizieren können. Hinzu kam, dass die Corona-Tests in den USA knapp waren und daher für Menschen vorgesehen waren.

Schließlich gelangten Robert und Allison Mahoney jedoch an einen Test - dieser bewies schließlich, dass Buddy mit dem Coronavirus infiziert war. Doch der Hund litt nicht nur an der Covid-19-Infektion - bei ihm wurden auch weitere Krankheiten festgestellt: Buddy litt zusätzlich an Lymphomen, also bösartigen Tumoren. Daraus resultiert nun die Frage, ob er durch seine Vorerkrankung - wie es auch bei Menschen der Fall ist - möglicherweise anfälliger für das Coronavirus war.

Die Besitzer von Buddy ließen den Hund aufgrund seines schlechten Zustands schließlich am 11. Juli einschläfern. Insgesamt wurden in den USA etwa 25 Haustiere positiv auf das Coronavirus getestet, Buddy war eins von ihnen. Seine Besitzer Robert und Allison Mahoney möchten sich nun für verstärkte Forschung in diesem Gebiet stark machen - damit herausgefunden werden kann, wie genau das Coronavirus bei Haustieren wirkt.

Doch selbst beim Menschen ist das Coronavirus noch nicht vollständig erforscht. 24hamburg.de* berichtete kürzlich von einer Hamburgerin, die unter Langzeitschäden der Infektion* leidet - ob sie jemals wieder vollständig genesen sein wird, ist unklar. Eine andere Infizierte verlor durch Covid-19 zwei ihrer Sinne.* * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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