Lockerung in Sicht?

Corona-Lockdown Hamburg: Wann öffnet Tierpark Hagenbeck?

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Noch ist Hamburg im Corona-Lockdown. Doch schon bald wird es erste Lockerungen geben. Wie geht es mit Hagenbecks Tierpark weiter – wann öffnet er?

  • Seit Dezember steckt Hamburg im Corona-Lockdown.
  • Während einzelne Bundesländer mittlerweile wieder etwas lockern, bleibt Hamburg hart.
  • Wann darf der Tierpark Hagenbeck wieder öffnen?

Hamburg – „Größere Lockerungen wird es vorerst nicht geben“, hatte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) in den vergangenen Wochen immer wieder gesagt. Und dabei bleibt es wohl auch. Denn: Das Infektionsgeschehen in der Hansestadt ist weiter auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Die Corona-Zahlen gehen einfach nicht runter. Was bedeutet das für Hagenbecks Tierpark? Wann darf er wieder öffnen und vor allem wie lange können die Tiere weiter versorgt werden?

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Bürgermeister:Peter Tschentscher
Vorwahl:040

Hagenbecks Tierpark bleibt vorerst geschlossen – „Tiere weiterhin gut versorgt“

Der Wunsch nach Lockdown-Lockerungen wird immer lauter. Insbesondere weil der Alltag für Familien immer eintöniger wird, wünschen sich viele die Öffnung des berühmten Hagenbecks Tierpark in der Hansestadt. Seit Monaten ist der Hamburger Zoo nun schon geschlossen – die Sehnsucht der Besucher dementsprechend hoch. Viele hatten gehofft, dass die Tierparks bald öffnen dürfen, doch Hagenbeck teilte auf seiner Webseite nun mit, dass vorerst nicht mit einer Öffnung vor Lockdown-Ende zurechnen ist.

„Aufgrund der aktuellen Verordnung müssen der Tierpark sowie das Tropen-Aquarium Hagenbeck noch bis zum 7. März 2021 geschlossen bleiben“ schreiben die Verantwortlichen des Tierparks. Was danach ist? Das weiß im Moment wohl noch keiner. Denn das Infektionsgeschehen in der Hansestadt flacht einfach nicht ab. Undenkbar, dass unter diesen Umständen ab 7. März große Lockerungen zu erwarten sind. Zumal die Bundesregierung schon offenlegte, dass solche Lockerungsschritte erst ab einer Inzidenz von 35 durchzuführen sind. Davon ist Hamburg noch recht weit entfernt – aktuell liegt die Inzidenz bei knapp 70.

Der Tierpark Hagenbeck in Hamburg hat derzeit wegen des Corona-Lockdowns geschlossen. (24hamburg.de-Montage)

Wie der Tierpark auf seiner Internetseite mitteilte, stellt der Lockdown die Betreiber vor enorme Herausforderungen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Tiere darunter leiden. „Bitte machen Sie sich aber keine Sorgen um unsere Tiere, sie werden weiterhin gut versorgt“, beruhigt der Tierpark seine Besucher und Tierfreunde. Wer möchte, könne den Hagenbecks Tierpark mit dem Kauf von Online-Tickets, Dauerkarten oder Tierpatenschaften unterstützen. „Auch Spenden oder andere Zuwendungen helfen uns weiter“, so der Tierpark. Und, dass es den Tieren gut geht, konnte man auch während der kalten Tage in Hamburg beobachten – so süß kuschelten die Kamele.

Deutsche Tierpark-Gesellschaft spricht von „sehr harten Zeiten für die Zoowelt“

Vergangene Woche hatte sich die Deutsche Tierpark-Gesellschaft zu Wort gemeldet. Dass viele Zoos in Deutschland bereits seit einem halben Jahr geschlossen sind, bedeute für die Zoowelt „sehr harte Zeiten“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir haben keine Einnahmen“, erklärt der Präsident der Gesellschaft Gert Emmrich. Jedoch seien die Ausgaben und der Aufwand der Zoos weiterhin sehr hoch. Immerhin ist „das oberste Ziel schließlich die Gesunderhaltung von Mensch und Tier“, heißt es. Schließlich könne man seine Tiere nicht einfach so ins Homeoffice oder in Kurzarbeit schicken.

Die Forderung ist daher eindeutig: Es müsse unbedingt eine zeitnahe Öffnung der Zoos und Tierparks erfolgen. Denn „nur mit Besuchereinnahmen kann die Zoowelt auf Dauer ihre wichtige Funktion für Erholung, Artenschutz und Bildung wieder sicherstellen“. Außerdem sei ein Zoobesuch nicht anders zu bewerten als ein Spaziergang an der frischen Luft, lautet die Erklärung. Gert Emmrich geht sogar noch einen Schritt weiter: „Besser noch als im Wald, wir haben funktionierende Hygienekonzepte, wir sind für unsere Gäste da“, sagt er.

Die Öffnung der Zoos und Tierparks sei auch für Kinder von großer Wichtigkeit, da es eine große Entlastung in so einer bedrückenden Zeit sei, so Emmrich. Und so ganz Unrecht hat er da nicht – eine Studie hatte kürzlich ergeben, wie hart der Corona-Lockdown Kinder trifft. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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