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Tödliches Tier-Drama bei Hamburg: Rehe stürzen ins Eis

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Von: Fabian Raddatz

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Tragisches Ende: Mehrere Rehe ertrinken im Lütjensee bei Hamburg. Eine mutmaßliche Treibjagd versetzt die Tiere in Panik und jagt sie in den See.

Lütjensee (Schleswig-Holstein) – Obwohl die Retter der Feuerwehr alles versuchten, verendeten am Sonntagnachmittag, 31. Januar 2021, mehrere Rehe elendig, als sie auf den zugefrorenen Lütjensee bei Schleswig-Holstein im Kreis Stormarn liefen.
Die Eisschicht des Sees war zu dünn. Vorher ließen Minusgrade am Vortag den Lütjensee zufrieren – doch nicht ausreichend!

Gemeinde in Schleswig-Holstein:Lütjensee
Kreis:Stormarn
Einwohner:3451
Postleitzahl:22952
Seen in der Nähe:Lütjensee, Öjendorfer See, Ostender Teich

Offenbar war es eine Treib-Jagd in der Nähe, die die Tiere, vier Rehe und ein Rehbock, aufgeschreckt hat. Zeugen berichten von mehreren Schüssen, woraufhin die Rehe aus dem Wald stürmten. Als die Tiere auf den See liefen, kamen sie nicht weit. Sie brachen in dem Eis ein. Wie die Lübecker Nachrichten berichten, beobachteten zahlreiche Spaziergänger das Tier-Drama entsetzt. Sie riefen die Feuerwehr.

Rehe stehen auf Weide. Oben rechts reinmontiert: Feuerwehrleute mit Rettungsboot
Mehrere Rehe brachen auf einem zugefrorenen See ein. Helfer der Feuerwehr versuchten noch mit Schlauchbooten an die Tiere zu gelangen. Doch die Rehe ertranken elendig.  © Thomas Warnack/dpa & Christophe Gateau/dpa

Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchten noch mit einer Drohne und einem Rettungsboot an die Tiere zu gelangen. Doch alle Rettungsversuche schlugen fehl, sie konnten die Rehe nur noch tot aus dem Wasser bergen. Sie ertranken elendig.

Tier-Dramen tragen sich nicht nur in Hamburgs Nachbarschaft zu, wie etwa in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Straußen-ähnlichen Nandus erschossen werden – auch in Hamburg selbst kommen immer wieder Tiere zu Tode. So sorgt der grassierende Welpenhandel in der Stadt für zahlreiche tote Hunde. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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