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Hamburger bietet todkranke Welpen zum Kauf an – dann sind sie tot

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Von: Fabian Raddatz

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Traurig – Ahnungslose kaufen über das Internet Hundewelpen von einem 33-Jährigen. Doch nach kurzer Zeit sterben die Tiere.

Hamburg - Die Vorwürfe wiegen schwer: Ein Hamburger (33) soll viel zu junge und kranke Hundewelpen wissentlich an ahnungslose im Internet verkauft haben – kurze Zeit später seien viele der Tiere gestorben. Doch nun ging ein Verdächtiger der Hamburger Polizei ins Netz: Gegen ihn wird nun wegen Betrug und Tierschutzdelikten ermittelt.

Demnach geriet der Mann laut Hamburger Polizei bereits Anfang des Jahres in den Fokus der Ermittler. Der Mann hatte über Anzeigen in einem Internetverkaufsportal die Hundewelpen zum Verkauf angeboten. Der 33-jährige Hamburger soll dann die Hunde-Babys vor fremden Häusern, Wohnungen oder aus dem Kofferraum heraus verkauft haben – wenig überraschend – ohne Kaufvertrag.


Vier Hundewelpen schauen traurig aus einer geöffneten Transportbox, die in einem Kofferraum steht.
Totkranke Welpen verkauft: Ein Hamburger wurde am vergangenen Dienstag von der Polizei festgenommen. © Bundespolizeiinspektion Chemnitz/dpa

Hamburger soll gelogen haben: Kurz nach Verkauf sind die Hundewelpen tot

Besonders perfide: Der Hamburger soll laut Polizei beim Alter und Gesundheitszustand der Tiere gelogen haben, behauptete, dass die Welpen acht Wochen oder älter seien. Doch die Tiere waren jünger, wurden zu viel zu früh von ihrer Mutter getrennt. Dadurch kann sich ihr Immunsystem nicht stabil aufbauen. Die Gefahr, dass die Welpen tödlichen Viren erkranken, steigt. Dieses Schicksal ereilte offenbar auch viele der durch den Hamburger verkauften Tiere: Trotz tierärztlicher Behandlung starben die Hunde-Babys wenige Tage später qualvoll bei ihren neuen Familien.

Der Staatsanwaltschaft Hamburg hat das nun offenbar gereicht: Sie stellte einen Haftbefehl gegen den 33-Jährigen aus. Polizisten nahmen den Mann am vergangenen Dienstag fest. Er sitzt zurzeit in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen Betrug und Tierquälerei ermittelt. Bei seiner Hausdurchsuchung fanden die Ermittler zudem Dopingmittel und Kokain. Die Ermittler prüfen nun, ob der 33-Jährige für weitere Taten verantwortlich ist.

In Hamburg boomt der illegale Handel mit Tieren

Es ist leider nicht der erste Fall von illegalem Tierhandel in Hamburg – im Gegenteil: Das miese Geschäft mit süßen Tieren boomt in der Hansestadt. Hamburger Tier- und Verbraucherschützer laufen dagegen Sturm – und warnen insbesondere vor Weihnachten, Tiere nicht als Geschenke zu kaufen. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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