Notwendiger Ausbau

Tierheim Süderstraße: CDU nimmt Hamburger Senat in die Pflicht

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Das Tierheim in der Hamburger Süderstraße gilt als Anlaufstelle für die Abgabe von Tieren, doch Platzmangel erschwert die Arbeit. Kommt Hilfe vom Senat?  

  • In der Hansestadt leben viele Tiere im Tierheim an der Süderstraße.
  • Doch begrenzter Platz führt jetzt dazu, dass nicht mehr jedes Tier aufgenommen werden kann.
  • Die Hamburger CDU fordert daher sofortige Hilfe für den Ausbau des Tierheims.

Hamburg – CDU-Fraktionschef Dennis Thering ist selbst ein Tierfreund, hält eine Rhodesian-Ridgeback-Hündin und war bis 2020 tierschutzpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Jetzt setzt er sich wieder für das Wohl der Tiere in der Hansestadt ein. Denn er fordert den Hamburger Senat dazu auf, dem Tierheim an der Süderstraße zu helfen. Dieses ist eine der Anlaufstellen für die Abgabe von Tieren aller Art und Gestalt. Doch das Tierheim hat Platzprobleme.

Tierheim:Tierheim Hamburg
Adresse: Süderstraße 399, 20537 Hamburg
Öffnungszeiten:Mo, Mi-Do: 10-16 Uhr, Sa + So: 9-12 Uhr, Dienstag: geschlossen
Telefonnummer:040 2111060

Tierheim an der Süderstraße: Teilweise Aufnahmestopp wegen Platzmangel

In dem Hamburger Tierheim an der Süderstraße herrscht akuter Platzmangel. Grund dafür seien baufällige Gebäude und ein generell zu kleines Gelände, sagte Dennis Thering (CDU) im Interview mit dem Hamburger Abendblatt. Die Erhaltung des Tierheims sei aber extrem wichtig, denn: „Ohne dieses Tierheim, das sich größtenteils aus Spenden von Tierliebhabern finanziert, würde viel unnötiges Tierleid nicht aufgefangen werden“ so der Politiker. Für viele Tiere, die aus unterschiedlichsten Gründen in dem Tierheim landen, sei es die letzte Auffangstation.

Das Hamburger Tierheim in der Süderstraße hat mit akuten Platzproblemen zu kämpfen. Die CDU fordert Hilfe vom Senat. (24hamburg.de-Montage)

In dem Tierheim leben laut Dennis Thering (CDU) dauerhaft über 1000 Tiere. Darunter „sind beschlagnahmte Tiere, zum Beispiel aus illegalem Welpenhandel, wie auch verletzte Wildtiere und privat abgegebene Haustiere“, die zum Teil temporär, zum Teil für immer in dem Tierheim ihr zu Hause finden würden, so Tierfreund Thering. In letzter Zeit komme es aber immer häufiger zu Aufnahmestopps, weil der Platz für neue Tiere einfach nicht ausreiche, erzählt Thering und beruft sich dabei auf Aussagen des Betriebsvereins.

CDU-Politiker Dennis Thering fordert dringend Hilfe vom Hamburger Senat

Aufgrund des fehlenden Platzes, der wegen immer neu ankommenden Tieren dringend gebraucht wird, fordert Thering jetzt, dass der Hamburger Senat dem Tierheim zu Hilfe kommen soll. Explizit fordert er den Senat um Bürgermeister Peter Tschentscher auf, „in Absprache mit dem Hamburger Tierschutzverein (HTV) zu prüfen, welche benachbarten Grundstücke, die sich im Besitz der Freien und Hansestadt Hamburg befinden, zusätzlich zum Betrieb und Ausbau des Tierheims an der Süderstraße zur Verfügung gestellt werden können“.

So könnte das Tierheim sein Gelände deutlich vergrößern und auch wieder mehr Tiere aufnehmen. Die Hamburger CDU hat dahingehend einen Bürgerschaftsantrag eingereicht. Demnach sollen die freien Flächen dem Tierschutzverein HTV in Erbbaupacht langfristig zur Verfügung gestellt werden. Dies sei aus Sicht des Politikers ein richtiger Schritt, um das Tierheim in Hamburg systematisch weiterzuentwickeln und den Tierschutz langfristig gewährleisten zu können.

Im Tierheim Süderstraße landen die verschiedensten Tiere aus unterschiedlichen Verhältnissen

Das Tierheim kümmert sich seit Jahren um die unterschiedlichsten Tiere. Zum Teil kommen diese laut Dennis Thering (CDU) aus schrecklichen Verhältnissen aus Osteuropa. Oder es handelt sich bei den Tieren um Welpen aus illegaler Tierzucht. So führte ein Fall von illegalem Welpenhandel erst vor Kurzem zu einem Aufnahmestopp. Der illegale Handel mit Tieren ist keine Seltenheit. Wie 24hamburg.de/tiere berichtete, wurde erst kürzlich ein Fall bekannt, in welchem Hundewelpen kurz nach Verkauf qualvoll verstarben.

Das Hamburger Tierheim an der Süderstraße nimmt aber auch Exoten und Wildtiere auf. Allein im Jahr 2020 nahm das Tierheim insgesamt über 6000 Wildtiere kurzzeitig auf. Darunter Füchse, Eulen und Steinmader. Aber auch Schlangen, Vogelspinnen, Skorpione und Papageien waren im Jahr 2020 Bewohner auf Zeit. Und das Tierheim bietet auch in diesem Jahr Obdachlosen an, ihre Tiere zur Übernachtung in der Süderstraße abgeben zu können. Alles natürlich unter der Voraussetzung, dass das Tierheim noch genügend freie Kapazitäten hat. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Chris Emil Janßen/Imago Images, Addictive Stock/Imago Images & Ingimage/Image Images

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