Kein „First Dog“

Hasst Donald Trump Hunde? Noch-US-Präsident schmeißt Tiere aus Weißem Haus

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
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Als Donald Trump im Jahr 2016 zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wird, entscheidet er sich gegen einen „First Dog“. Seitdem ist klar: Er ist kein Hunde-Freund.

  • Seit 120 Jahren lebten Hunde im Weißen Haus.
  • Donald Trump brach diese Tradition.
  • Er entschied sich gegen einen „First Dog“.

Washington – Die Liste an Dingen, die Donald Trump nicht mag, ist lang. Die Medien hat der US-Präsident zum „Feind des Volkes‘“ erklärt, von Klimaschutz hält er kaum etwas und auch das Tragen einer Coronavirus-Maske ist nicht sonderlich beliebt bei dem 74-Jährigen. Was Trump eher selten in der Öffentlichkeit anspricht, ist seine Abneigung gegen Tiere: Seit 120 Jahren lebten neben den Präsidenten auch Hunde im Weißen Haus. Mit der Wahl Donald Trumps zum 45. US-Präsidenten änderte sich das ganz schnell.

45. Präsident der Vereinigten StaatenDonald Trump
Geboren14. Juni 1946 (Alter 74 Jahre), Jamaica Hospital Medical Center, New York City, New York, Vereinigte Staaten
ParteiRepublikanische Partei
Vermögen2,5 Milliarden USD (2020)
EhepartnerinnenMelania Trump (verh. 2005), Marla Maples (verh. 1993–1999), Ivana Trump (verh. 1977–1992)
KinderIvanka Trump, Barron Trump, Donald Trump Jr., Tiffany Trump, Eric Trump

Donald Trump mag Hunde nicht und will keinen „First Dog“

Die „First Dogs“ waren seit 120 Jahren die heimlichen Stars im Weißen Haus. Man erinnere sich an „Bo“, den schwarz-weiß portugiesischen Wasserhund der Obamas. Der flauschige Vierbeiner war ein Geschenk von Senator Ted Kennedy an Malia und Sasha, die beiden Töchter von Barack Obama. Ronald und Nancy Reagan besaßen einen King-Charles-Spaniel, der den Namen „Rex“ trug. George W. Bush entschied sich für einen Scotch-Terrier, der aufgrund seiner Bissigkeit im Weißen Haus allerdings keiner großen Beliebtheit erfreute. Auch eine „First Cat“ gab es einst: Bill und Hillary Clinton waren stolze Besitzer von Kater „Socks“. Später folgte für sie noch ein Labrador. Auch Joe Biden wird ab Januar 2021 wieder „First Dogs“ ins Weiße Haus bringen.

Donald Trump ist der erste US-Präsident seit 120 Jahren, der ohne „First Dog“ im Weißen Haus lebt. (24hamburg.de-Montage)

Dass Donald Trump die langjährige Haustier-Tradition im Weißen Haus plötzlich beendete, sorgte nach der US-Wahl im Jahr 2016 für großes Entsetzen im Land. Auch im Jahr 2020, kurz vor der nächsten US-Wahl, ploppt das Thema plötzlich wieder auf und wird in den sozialen Medien heiß diskutiert. Auf Twitter beispielsweise fragen User: „Jeder Präsident, von Teddy Roosevelt bis hin zu Barack Obama, besaß mindestens einen Hund im Weißen Haus. Donald Trump hat die 116-jährige Laufzeit beendet. Warum mag Trump keine Hunde? Werdet ihr für jemanden wählen, der keine Hunde mag?“.

Doch warum hegt Donald Trump so eine Abneigung gegen Hunde? Nach Angaben der Stuttgarter Zeitung soll er auf einer Wahlkampfveranstaltung im Jahr 2019 gesagt haben, dass er keine Zeit für einen Hund habe. Offenbar ist Trump außerdem der Ansicht, dass ein Vierbeiner seinem Image schaden könnte: „Wie würde ich denn aussehen, wenn ich mit einem Hund auf dem Rasen vom Weißen Haus spazieren ginge?“. In ihrer Autobiografie „Raising Trump“ erwähnt seine Ex-Frau Ivana Trump außerdem, dass Donald Trump sich nie gut mit ihrem Pudel „Chappy“ verstanden haben soll.

US-Wahl 2020: Verliert Donald Trump, dann bringt Joe Biden wieder Hunde ins Weiße Haus

Wird Donald Trump die Wahl im November 2020 verlieren, so würden am 20. Januar 2021 auch wieder Hunde ins Weiße Haus einziehen. Denn Trumps Wahlkampf-Konkurrent Joe Biden ist stolzer Besitzer der zwei Schäferhunde „Champ“ und Major“. Diese Tatsache nutzt er auch, um bei den Wählern Sympathiepunkte zu sammeln. Auf seinem Instagram-Account schreibt er unter einem kurzen Clip: „Leute, Ihr wählt nicht nur mich ins Weiße Haus. Ihr wählt auch für Champ und Major. Lasst uns Hunde zurück ins Weiße Haus bringen“.

Auch in Hamburg* ist die kommende US-Wahl Thema: Wie 24hamburg.de/hamburg* berichtete, zeigt ein Werbeplakat des Getränkeherstellers Fritz Kola eine Karikatur von Donald Trump*, die durch einen frechen Spruch ergänzt wird. In der rechten Szene löste Fritz Kola damit einen regelrechten Shitstorm aus. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Michael Reynolds/ Manuel Balce Ceneta/Evan Vucci/AP/dpa Michael Reynolds

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