Sie heißt Elsa

Deutschrapper rettet Tiger-Baby: Kontra K pro Tierschutz

  • Yannick Hanke
    vonYannick Hanke
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Deutschrapper Kontra K ist eigentlich ganz lieb – tierlieb. Der Berliner rettet ein verstoßenes, sibirisches Tiger-Baby-Weibchen aus fiesem Zirkus-Knast.

  • Kontra K* rettet Tiger-Baby „Elsa“.
  • Deutschrap*-Star Kontra K zeigt Herz für Tiere.
  • Kontra K schaut über den Tellerrand.

BerlinKontra K wird neben der Musik vor allem mit seiner großen Liebe für Tiere assoziiert. Der Deutschrapper setzt sich immer wieder für bedrohte Arten ein und macht auf prekäre Situationen der verschiedensten Tiere aufmerksam. Vor allem ein sibirisches Tiger-Baby hat es dem Berliner besonders angetan. Vorhang auf für die emotionale Geschichte von „Elsa“.

Rapper:Kontra K
Geboren:3. Juli 1987 (Alter 33 Jahre), Berlin
Vollständiger Name:Maximilian Diehn
Musiklabel:Bertelsmann Music Group

Kontra K: Deutschrapper übernimmt Patenschaft für Tiger-Baby

Kontra K hat bereits vor einigen Jahren die Patenschaft für das sibirische Tiger-Baby Elsa übernommen. Die damals kleine Raubkatze gehörte einem Wanderzirkus an und wurde dort von der eigenen Mutter verstoßen. Als der Berliner Musiker von dieser traurigen Story Wind bekam, war es für den heute 33-Jährigen keine Frage, dass er sich für Elsa einsetzen muss. Der Deutschrapper kümmert sich bis heute regelmäßig um das Tier, mistet das Gehege von Elsa aus oder füttert die Tiger-Dame.

Deutschrapper Kontra K sorgt sich um ein sibirisches Tiger-Baby. (24hamburg.de-Montage)

In einem Interview mit „World Wide Wohnzimmer“ erklärt Kontra K nun, wie genau es eigentlich dazu gekommen ist, dass der Rapper vom traurigen Schicksal Elsas erfahren hat. Letztendlich hätte ihn die E-Mail einer Tierarzthelferin auf das Tiger-Baby aufmerksam gemacht. „Zu einer Zeit habe ich immer wieder E-Mails bekommen von einer Tierarzthelferin. Die meinte: ´Ja, ich habe ein Tiger-Baby bei mir und niemand will uns helfen‘.  Ich bin dahin gefahren und war so: ´Ey, f*ck, hier läuft ein Tiger rum“, heißt es zunächst einmal vom Berliner Musiker.

Kontra K: Berliner Musiker spricht über Begegnung mit Tiger-Dame – „muss wissen, was man tut“

„Ganz klein noch und so kam ich zu Elsa. Und tatsächlich wollte uns niemand helfen. Weder Zoo, noch sonst was, weil die alle kein Platz hatten und dann auch kein Bock“, schildert Kontra K die damalige Situation. Der Rapper, der unlängst bedrohten Wildkatzen ein Gehege baute*, fackelte nicht lange und ergriff die Initiative. „Dann haben wir mit dem Veterinäramt eine Bleibe gefunden in einem privaten Zoo. Weil der Tiger schon so an mich und die Dame gewöhnt war, wurden wir mit-vermittelt“, erzählt der Berliner.

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Bis vor einem Jahr sei Maximilian Diehn, wie Kontra K mit bürgerlichem Namen heißt, noch regelmäßig im Gehege von Elsa gewesen. Er sei sogar der Einzige gewesen, der die Tiger-Dame „besuchen“ durfte. Irgendwann sei dem Deutschrapper dann eine ziemlich markante Veränderung aufgefallen: „Bro, die wiegt jetzt halt 200 Kilo. Man darf nie unvorsichtig werden. Ich kann auch noch rein, aber das ist dann nicht mehr in ihrem Gehege, sondern in einem neutralen Raum [...] Man muss halt schon genau wissen, was man tut“.

Kontra K: Tierliebhaber verurteilt Missbrauchsfälle – und soll Polizisten beleidigt haben

Das scheint bei Kontra K aber meistens der Fall zu sein. Im Gegensatz zu zahlreichen Kollegen, die ihr Augenmerk ausschließlich auf die Musik bzw. den größtmöglichen Profit legen, schaut der 33-Jährige über den sprichwörtlichen Tellerrand. Bereits im Juni 2020 hatte sich der Deutschrapper zu den Missbrauchsfällen in Münster geäußert. Via Instagram redete sich der Berliner regelrecht in Rage und bezeichnete die Täter schlicht als „menschlichen Abschaum*“.

Kontra K ist also nicht immer tierisch gut gelaunt. Davon zeugt auch ein vermeintlicher Ausraster am Wannsee*. Dort sollen mit dem Rapper die Pferde durchgegangen sein. Konkret wird Diehn vorgeworfen, Berliner Polizisten beleidigt und Wannsee-Anwohner gar bedroht zu haben. Deswegen soll dem Deutschrapper eine Geldstrafe in Höhe von 60.000 Euro drohen. Die Reaktion des Beschuldigten auf Instagram: „Vater Staat war schon immer kriminell“. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa & Udo Burwitz/Ostsee-Zeitung/dpa

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