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Schäferstündchen bei der WM: Fans drohen sieben Jahre Haft

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Von: Marius Epp

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Knutschen ist bei der WM wohl noch erlaubt - mehr allerdings nicht.
Knutschen ist bei der WM wohl noch erlaubt - mehr allerdings nicht. © Imago/Action Pictures

Spaß ist bei der WM in Katar strengstens verboten: Unehelichen Geschlechtsverkehr könnten Fußballfans mit ihrer Freiheit bezahlen.

Katar - Rauschende Partys, sommerliche Atmosphäre und literweise Bier: Viele würden all das mit einer Fußball-WM verbinden. Doch die kommende WM in Katar wird für Fans des runden Leders eine andere, berichtet tz.de.

Während es in Europa Winter ist, wird in der Wüste bei Mitte 20 Grad gegen den Ball getreten. Gewöhnungsbedürftig wird aber bei weitem nicht nur die Jahreszeit.

WM 2022 Albtraum für Fans? „Es wird keine Partys geben“

Die Daily Mail zitiert einen Polizei-Insider, der Anhänger vor der Reise eindringlich warnt: „Es wird überhaupt keine Partys geben. Jeder muss einen kühlen Kopf bewahren, wenn er nicht riskieren will, im Gefängnis zu landen.“ Besonders verlockend hört sich das für Fußballfans nicht an, das Feiern gehört schließlich zum zentralen Bestandteil der Fankultur.

In katarischen Stadien wurde noch nie Alkohol ausgeschenkt, auf öffentlichen Plätzen wird es ein Alkoholverbot geben, wie Hassan Al-Thawadi, Generalsekretär des Organisationskomitees ankündigte. Die FIFA macht zwar mächtig Druck, um dieses Verbot zu lockern - ob sie damit erfolgreich ist, bleibt abzuwarten.

WM in Katar: Schäferstündchen tabu

Auch der uneheliche Geschlechtsverkehr ist in Katar tabu - wer die schnelle, unverbindliche Liebe sucht, muss im Emirat höllisch aufpassen. „Sex sollte nicht auf dem Plan stehen. Es sei denn, sie kommen als Ehemann und Ehefrau nach Katar. Bei diesem Turnier wird es definitiv keine One-Night-Stands geben. Bei der diesjährigen WM (alle Infos zur Katar-WM gibt es hier) gibt es im Grunde zum ersten Mal überhaupt ein Sex-Verbot. Die Fans müssen vorbereitet sein“, warnt die britische Polizeiquelle.

Der menschliche Fortpflanzungsakt ist in Katar per Gesetz nur Eheleuten erlaubt. Bei Zuwiderhandlung drohen bis zu sieben Jahre Haft. Höchst problematisch wird die WM auch für Menschen mit homosexueller oder anderer sexuellen Orientierung. Hier drohen ausländischen Besuchern Gefängnis, Auspeitschen oder nach Scharia-Recht sogar die Todesstrafe.

Zahlreiche Organisationen kritisieren die Vergabe der WM an Katar massiv, im Land herrscht eine miserable Menschen- und Arbeitsrechtslage. Beim Bau der WM-Stadien sollen mehrere tausend Arbeiter ums Leben gekommen sein. (epp)

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