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Wirt auf Norderney erteilt Gerhard Schröder Hausverbot: „Aus Prinzip!“

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Von: Ulrike Hagen

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Gerhard Schröder macht Urlaub auf Norderney. Willkommen ist der Altkanzler längst nicht überall: Ein Restaurant erteilt ihm sogar Hausverbot.

Norderney – Das wird Gerhard Schröder seinen – auf nicht wenige völlig unverdient wirkenden – Erholungsurlaub verhageln: Nachdem schon ein Hotel an der Ostsee Ernst machte mit Hausverbot für Schröder und Putin, werden auch seine Ferien in der Nordsee ziemlich ungemütlich für den Altkanzler. Ein beliebter Gastwirt mit regionalem Kult-Brauhaus auf Norderney erteilte dem 78-Jährigen konsequentes Hausverbot für alle seine drei Wirtschaften. Der Grund: Schröders Nähe zu Russland, weshalb SPD-Politiker bereits seinen Rauswurf fordern.

Ostfriesische Insel in der Nordsee:Norderney
Bundesland:Niedersachsen
Fläche:26,3 km²
Einwohner:6032
Bürgermeister:\tFrank Ulrichs (SPD)

Gerhard Schröder kassiert Hausverbot auf Norderney: kein Bier für den Altkanzler

Schon im März reagierte ein Hotelier im beliebten Ostsee-Badeort Scharbeutz blitzschnell auf den Ukraine-Konflikt und den Angriffskrieg, den der russische Präsident gegen den Nachbarstaat Ukraine führt. Er erteilte Russlands Präsidentem Wladimir Putin, dem autokratischen Herrscher von Belarus, Alexander Lukaschenko, Hausverbot in seinem Hotel „Bayside“ – und Putin-Freund sowie Altkanzler Gerhard Schröder gleich mit. Auch ein Berliner Lokal entfernte Schröder-Fotos aus Speisekarten. Nun verwehrt ebenfalls Tobias Pape vom beliebten „Norderneyer Brauhaus“ auf der ostfriesischen Insel Norderney Ex-Kanzler Schröder den Zutritt.

„Aus Prinzip“: das Norderneyer Brauhaus erteilt Altkanzler Gerhard Schröder ein Hausverbot
„Aus Prinzip“: das Norderneyer Brauhaus erteilt Altkanzler Gerhard Schröder ein Hausverbot. (Symbolbild) © Kay Nietfeld/dpa/Jochen Tack/Andreas Poertner/imago/Montage

Altkanzler Schröder mit Ehefrau und Bodyguards auf Norderney: frostiger Empfang

Schröder, der samt vierter Ehefrau So-yeon Schröder-Kim und zwei Bodyguards auf der Insel in der Nordsee anreiste, wurde überhaupt ziemlich frostig empfangen, wie die „Nordwest-Zeitung“ berichtet. Brauhaus-Wirt Pape, der dem Altkanzler sogar Hausverbot erteilte, sagt gegenüber der Lokalzeitung: „Es geht ums Prinzip – aber der wäre sicher eh nicht zu uns gekommen“, so der Gastwirt, „der ist Weintrinker, soviel ich weiß“. Und fügt hinzu: „Wenn Putin vor der Tür gestanden hätte, hätten andere ihm sicher auch keinen Champagner ausgeschenkt“. Falls Schröder jedoch wider Erwarten doch aufkreuzen sollte, seien seine Mitarbeiter entsprechend instruiert, den Ex-Kanzler nicht hineinzulassen.

Norderney-Wirt erteilt Altkanzler Hausverbot: „Wer für Putin ist, kann keine Gastfreundlichkeit erwarten“

„Das Alte Brauhaus, die WESTSTRAND-BAR und die Brauhalle sind nicht die Lokale, wo er etwas zu Trinken bekommt“, heißt es dementsprechend auch auf der Facebook-Seite des Gastronomen. Damit bleibt Schröder und seiner Eskorte der Genuss der von Pape selbstgebrauten Bierspezialitäten aus Norderneyer Trinkwasser im „Alten Brauhaus“ und dessen Filialen verwehrt. Die Gäste applaudieren: „Man sollte ihrem Brauhaus einen Orden verleihen für diese mutige und wichtige Aktion!“, schreibt ein User.

Das Alte Brauhaus, die WESTSTRAND-BAR und die Brauhalle sind nicht die Lokale, wo er etwas zu Trinken bekommt.

Norderneyer Gastronom Tobias Pape erteilt Gerhard Schröder Hausverbot

Viele fordern komplettes Norderney-Verbot für Gerhard Schröder: „Von der Insel jagen, aber zu Fuß.“

Und auch im übrigen Netz ist man sich größtenteils einig: „Wer für Putin ist, und Deutschland nicht hilft, kann auch keine Gastfreundlichkeit erwarten. Aber wir schlachten demnächst, dann wird wieder ein Schlafplatz im Stall frei, natürlich nicht kostenlos.“, garstet ein Nutzer. Und andere fordern gar: „Von der Insel jagen, aber zu Fuß.“

Das dürfte sich erledigt haben. Gerhard Schröder, der samt Anhang während seines Besuches auf der Insel, der unter Umständen durch 9-Euro-Ticket ein ähnliches Chaos droht wie Sylt, im Hotel Seesteg untergebracht gewesen sein soll, ist inzwischen wieder abgereist. 

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