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Wie warm soll Wischwasser sein: Heißes Putzwasser gefährlich und teuer

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Von: Anika Zuschke

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Entgegen vieler Erwartungen ist heißes Wasser kein Allheilmittel gegen Bakterien im Haushalt – beim Putzen kann es sogar richtig teuer und gefährlich werden.

Hamburg – Heißes Wasser und ein bisschen Spülmittel sind der Weg zu einer sauberen Wohnung, richtig? Falsch! Tatsächlich sollte die Vermutung, dass heißes Wasser beim Putzen das beste Ergebnis liefert, dringend überholt werden. Denn das Gegenteil ist der Fall. Außerdem wird die Wohnung beim Putzen mit heißem Wasser nicht nur weniger sauber, es ist auch teurer und kann sogar gesundheitliche Folgen haben.

Chemische Verbindung:Wasser
Dichte:997 kg/m³
Siedepunkt:100 °C
Formel:H₂O

Warum mit kaltem Wasser putzen: Heißes Wischwasser ist teuer und gefährlich

Eigentlich tötet Hitze Bakterien ab, auf diese Weise werden beispielsweise auch FFP2-Masken wiederverwendbar gemacht. Doch beim Wischen des Bodens und auch beim Reinigen von Oberflächen sollte kein heißes Wasser verwendet werden. Der Grund dafür ist simpel: Die meisten handelsüblichen Allzweckreiniger beinhalten Alkohol – diese gelten als Kaltwasserreiniger. Denn der Alkohol im Putzmittel verdampft bei zu starkem Wärmeeinfluss, wodurch die Wirkung des Reinigers beeinträchtigt wird, berichtet „op-online.de“.

Auf diese Weise kann es zu Schmutzstreifen und Flecken auf dem Boden oder Oberflächen kommen. Welche Temperatur Putzwasser idealerweise haben sollte, hängt also von der chemischen Zusammensetzung des Reinigungsmittels ab. Verbraucher sollten deswegen schon vor dem Putzen einen Blick auf das Etikett werfen und überprüfen, welche Wassertemperatur bei der Anwendung empfohlen wird. Kaltwasserreiniger beseitigen aufgrund ihrer aggressiveren Inhaltsstoffe nämlich auch bei niedrigeren Temperaturen bereits Schmutz, Keime und Bakterien.

Was ist Wischwasser oder Putzwasser?

Putzwasser besteht – wie der Name sagt – zum allergrößten Teil aus sauberem Wasser. Dem werden dann meist Putz- oder Reinigungsmittel zugesetzt.

Wie macht man Wischwasser oder Putzwasser?

Putzwasser lässt sich mit Wasser und einfacher Seife oder Spülmittel herstellen. Dem Wasser können natürlich auch spezielle Reinigungsmittel beigefügt werden: Je nachdem, was gereinigt werden soll, kann Putzwasser Bodenreinigungsmittel, Fensterreiniger oder Mittel enthalten, die auf glatten Flächen Putzstreifen reduzieren.

Kann man mit kaltem Wasser Fenster putzen: kaltes Putzwasser für streifenfreie Fenster

Auch beim Fensterputzen gilt die Regel: Besser kalt als warm. Denn warmes Wasser trocknet auf der Fensterscheibe schneller, wodurch Streifen und Tröpfchen-Abdrücke entstehen. Verwenden Sie kaltes Wasser, sparen Sie also nicht nur Energie und warmes Wasser, sondern geben sich selbst mehr Zeit für ein streifenfreies Ergebnis beim Fensterputzen. Wo wir gerade bei sauberen Wohnungen sind: An diesen Terminen werden in Hamburg die Tannenbäume von Weihnachten 2021 abgeholt. Die sollte man lieber beachten, schließlich holt jeder Weihnachtsbaum 25.000 Insekten ins Haus – also lieber raus damit, bevor das große Krabbeln losgeht.

Roter Boden wird mit viel Wasser und einem Wischmopp gewischt.
Wohnung nicht mit heißem Wasser putzen – das kann teuer werden und gesundheitliche Folgen haben. © imago

Von jeder Regel gibt es aber auch eine Ausnahme: Die trifft in diesem Fall das Geschirrspülen. Fettlöser und Spülmittel entfernen Essensreste und hartnäckige Ablagerungen nämlich tatsächlich besser mit heißem Wasser. Sogar die Bundesregierung weist darauf in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie auf „bundesregierung.de“ hin: „Im Allgemeinen reicht kaltes Wasser zum Reinigen von Böden, Fliesen und Fenstern aus. Nur beim Geschirrspülen ist heißes Wasser nötig.“ Foodblogger haben heißes Wasser nun sogar als veganen Trend noch einen Schritt weiter getrieben – und dieses frittiert*.

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Warum sollte man mit kaltem Wasser wischen: Darum ist heißes Wisch- und Putzwasser gefährlich

Generell ist es aber besonders bei aggressiveren Reinigungsmitteln wichtig, kein warmes Wasser zu benutzen. Denn das kann neben einem schlechteren Ergebnis auch gesundheitliche Folgen hervorrufen. In Verbindung mit Hitze können chemische Sanitärreiniger nämlich giftige Dämpfe freisetzen. Darauf weisen viele Hersteller auch explizit auf den Verpackungen hin.

Wischwasser und Putzwasser nie zu heiß verwenden: hohe Kosten drohen

Außerdem bringt Putzen mit kaltem Wasser einen finanziellen Vorteil mit sich: Es spart Energiekosten, die diesen Winter in Deutschland extrem in die Höhe geschossen sind. „Das Putzen mit heißem Wasser ist heutzutage schlichtweg eine Energieverschwendung und belastet die Umwelt in den meisten Fällen unnötig“, heißt es auch auf dem Online-Portal „putzen.net“. Was ebenfalls teuer und gefährlich werden kann, ist, Wäsche einfach in der Wohnung trocknen zu lassen*. Die sollte man im Übrigen aus einem bestimmten Grund auch nicht zwischen den Jahren waschen. * 24hamburg.de, kreiszeitung.de und ruhr24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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