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„Wetterkarte des Schreckens“: Experte macht Vorhersage für den August

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Von: Franziska Vystrcil

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Das Wetter im Juli zeigt sich von seiner extremen Seite. Eine Hitzewelle folgt auf die nächste. Die neuesten Prognosen für den August machen wenig Hoffnung.

Stuttgart - Über einen zu kalten oder nassen Sommer können wir uns beim Wetter in Deutschland dieses Jahr nicht beschweren. Im Juli könnte sogar der ein oder andere Höchstwert erreicht werden. In der Woche vom 18. Juli rechnen Experten mit Hitze auf gefährlichem Rekordkurs, berichtet BW24.

Die Temperaturen klettern mit jedem Tag näher an die 40-Grad-Marke. Einige Prognosen gehen sogar davon aus, dass bald 44 Grad erreicht werden könnten. Auch im August steht uns Extremwetter bevor, sagt Dominik Jung, Diplom-Meteorologe bei wetter.net. Was die Prognosen für diesen Monat vorhersagen, lässt den Experten erschaudern.

Wetter in Deutschland: Hitze und Trockenheit im Juli gehen weiter

Es bietet sich eine „Karte des Schreckens“, so Dominik Jung. „Das ist wirklich dramatisch, da hilft auch alles schönreden nichts“, sagt der Meteorologe schon beim Blick auf die Juliprognosen. Denn die Hitze der vergangenen Wochen fordert ihren Tribut. Von England über Frankreich bis hin nach Polen herrscht extreme Trockenheit. Auch beliebte Urlaubsländer wie Spanien, Portugal und Italien drohen auszutrocknen.

Meteorologe Dominik Jung steht vor einer Wetterkarte
Aktuell wird das Wetter in Deutschland von Hitzewellen heimgesucht. Dominik Jung gibt eine Prognose für den August ab. © Screenshot BW24/wetter.net

In Deutschland ist die Situation zwar nicht ganz so dramatisch wie in Westeuropa, jedoch auch nicht viel besser. Die Trockenheit sorgt etwa in Baden-Württemberg für Niedrigwasser in den Flüssen. „Die Skala in Sachen Trockenheit ist wirklich gesprengt“, erklärt Dominik Jung. Bei den Regenabweichungen befinden wir uns im Juli schon jetzt am untersten Ende der Trockenheitsskala des amerikanischen Wettermodells NOAA. Auch das Wetterupdate für den bevorstehenden August lässt keine Hoffnung aufkommen, dass bald der dringend benötigte Landregen fällt.

Dafür zuständig ist die anhaltende Großwetterlage. Ein Hochdruckgebiet folgt auf das nächste. Heiße Luftmassen kommen aus der Sahara bis nach Frankreich geströmt. Ein Teil dieser Luftmassen erreicht auch Deutschland. Die Extremhitze könnte Deutschland einen „Super-Gau“ mit bis zu 44 Grad bringen. Das extreme Juliwetter zieht sich auch bis in den August.

Wetterexperte zur August-Prognose: „Wir haben kein Hitze-Problem in Deutschland“

Hitze und Trockenheit gehen auch laut der Ensemble-Vorhersage bis zum Monatswechsel hin weiter. Und genau hier liegt das Problem. „Auch der August soll bei uns in Deutschland zu trocken ausfallen“, erklärt Dominik Jung die „Schreckenskarte“ des amerikanischen Wettermodells NOAA. Dieses geht von weniger Regen als üblich aus. „Man muss wirklich klar sagen: Wir haben kein Hitze-Problem in Deutschland, wir haben aktuell ein Dürre-Problem. Und reichlich Niederschlag lässt weiter auf sich warten.“

Viele Wettermodelle sagen zudem voraus, dass der August überdurchschnittlich hitzig und trocken ausfallen wird. Die berechnete Durchschnittstemperatur für den Monat liegt bei 17 bis 18 Grad. Somit wäre es etwa 1 bis 1,5 Grad wärmer als im Durchschnitt. Bei so hohen Temperaturen kann man davon ausgehen, dass sich die Hitze über Gewitter entlädt. Im August sind solche starken Sommergewitter keine Seltenheit. Die daraus resultierenden Regenmengen werden aber wahrscheinlich nicht ausreichen, um der Trockenheit entgegenzuwirken.

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