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Weil er geklaut hat: Vater zwingt Teenie-Sohn, seine Sachen zu verschenken

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Von: Ulrike Hagen

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„Er muss eine Lektion lernen“: Der 14-Jährige hat das Familienauto geklaut – nun soll er lernen, wie es ist, wenn einem etwas weggenommen wird.

Phoenix/Arizona (USA) – Ein Teenager aus Arizona wird gezwungen, sein gesamtes Hab und Gut zu verschenken, nachdem er sich eine Spritztour mit dem Familienauto gegönnt hatte, wie ein lokaler Sender berichtet. Der 14-jährige Angel Martinez hatte sich ohne Erlaubnis den Range Rover geschnappt und war damit wild durch die Gegend gecruist. Als die Eltern davon erfahren, steht ihr Entschluss fest: Sie erteilen ihrem Sohn eine Lektion, die er nicht so schnell vergessen wird. 

Hauptstadt des US-Bundesstaates Arizona:Phoenix
Fläche:1.338 km²
Gegründet:25. Februar 1881
Einwohner:1,658 Millionen
Bürgermeisterin:\tKate Gallego (Demokratische Partei)

Weil er das Familienauto geklaut hat: Teenie-Sohn muss all seine Sachen verschenken

Amerika scheint ein toughes Pflaster für renitenten Nachwuchs zu sein. In San Francisco ließ eine Mutter ihre 14-jährige Tochter im Zelt schlafen, weil sie fies zu Obdachlosen war. Und in Ohio ließ ein Vater seine Tochter acht Kilometer zur Schule laufen, nachdem sie andere Kinder gemobbt hatte. Nun ging also eine Familie aus dem kalifornischen Phoenix mit ihrem Teenager-Sohn knallhart ins Gericht, nachdem dieser eine unerlaubte und gefährliche Spritztour mit dem Familienwagen unternommen hatte: Er wurde gezwungen, all seine Sachen zu verschenken, wie „Fox 10“ berichtet.

14-Jähriger muss mit Schild vor dem Haus sitzen: „Sorry, hab das Auto meiner Eltern gestohlen“

Und nicht nur das: Angels Habseligkeiten wurden vor dem Haus ausgebreitet, damit andere sie kostenlos mitnehmen konnten. Er musste stundenlang daneben auf seinem Bett vor einem Schild sitzen, auf dem geschrieben stand: „Sorry, ich habe das Auto meiner Eltern gestohlen und bin zu schnell gefahren.“ Denn seine Eltern sind sauer, stinksauer.

Angel Martinez von vorne und auf seinem Bett vor der Garage und ein selbstgemachtes Schild
Knallhart-Pädagogik: Der 14-jährige Angel Martinez macht eine Spritztour im Auto der Eltern und muss deswegen seinen gesamten Besitz verschenken. © Fox10

Strenge Liebe: Familie verschenkt Habseligkeiten des Sohnes nach dessen Spritztour im Familienauto

Ramon Martinez und seine Frau weilen gerade in Las Vegas, um ihren Hochzeitstag zu feiern, als sie einen Anruf von der Polizei in Phoenix erhalten, die ihnen mitteilt, dass ihr Range Rover in der Nachbarschaft gesichtet wurde. Ihr Sohn Angel wurde erwischt, wie er mit gefährlicher Geschwindigkeit durch sein Viertel in Nord-Phoenix raste. Eine Streife stoppt per Blaulicht-Einsatz den Teenager und benachrichtigt seine Eltern, die sich wutschäumend auf den Rückweg machen, um den Nachwuchs zur Rede zu stellen.

Knüppelharte Strafe für schlechtes Benehmen: „Lektion fürs Leben!“

„Er muss eine Lektion lernen – er hätte jemand überfahren können!“. Der Vater will kein Helikopter-Dad sein, der 14-Jährige soll fürs Leben lernen. Bei derart drakonischen Strafen kann man den Eltern des amerikanischen Teenagers eines sicher nicht ankreiden. Dass sie ihrem Sohn zu viel durchgehen lassen, wie es ein Pädagoge Eltern vorwirft, die durch schlaffe Erziehung Kinder zu „aufgeweichten Jammergestalten“ großziehen.

Teenager redet sich zuerst raus: „Habe das Auto gewaschen und wollte es nur trocknen!“

Obwohl Angel einiges aufbietet, sich herauszureden – „Ich habe das Auto gewaschen und dachte mir, ich mache eine Spritztour, bis es trocken ist“ – Mama und Papa Martinez bleiben unnachgiebig, wie die Mutter, die das Zimmer ihrer Tochter zum „Mini-Gefängnis“ macht, wenn diese nicht aufräumen will.

Knallhart-Erziehung scheint zu fruchten: „Denke, es ist eine gerechte Strafe“, meint der Teenager

„Ich hoffe, dass man das Richtige tut, und dass man das im Laufe der Jahre feststellen kann“, sagt der enttäuschte Vater gegenüber dem Lokalsender „Fox 10“. Er setze seine Hoffnungen auf seinen konsequenten Erziehungsstil: „Im Moment versuchen wir einfach unser Bestes, um ihn aus Schwierigkeiten herauszuhalten und sicherzustellen, dass er versteht, dass solche Dinge nicht toleriert werden.“

Und obwohl Angels Eltern seine Kleidung, sein Bett und seinen Fernseher an völlig Fremde verschenkt haben, scheint der Junge das Ganze gelassen zu nehmen. „Es ist irgendwie seltsam, aber ich denke, es ist eine gerechte Strafe“, erklärt er. Ob die Strafe jedoch nachhaltig wirksam war und den Jungen davon abhält, Ähnliches noch einmal zu tun, wird sich zeigen.

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