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Twike 5: Neues E-Auto lädt Akku während der Fahrt – per Pedalantrieb

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Von: Bjarne Kommnick

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Beim neuen Elektroauto Twike 5 lässt sich Extra-Reichweite beim Fahren selbst erstrampeln: Der „Human Power Hybrid“ hat Pedalen – und schafft 150 km/h.

Rosenthal – Der Hersteller selbst, die Twike GmbH, nennt das neue Elektroauto mit Pedalen „Deutschlands innovativstes Fahrzeug“: das Twike 5. Das Gefährt ist, genau genommen, halb Elektroauto und halb Fahrrad – ein „Human Power Hybrid“, wie das Unternehmen erklärt. Denn mit den integrierten Pedalen können Fahrerinnen und Fahrer die Leistung des Gefährtes noch während der Fahrt signifikant verbessern. „Die gewonnene Energie lädt den Akku und erhöht so die Reichweite“, erklärt der Hersteller aus dem hessischen Rosenthal in einer Mitteilung.

Stadt:Rosenthal
Bevölkerung:2.256
Bürgermeister:Stefan Jakob
Höhe:270 m

E-Auto mit Pedalen: Fast 200 km/h schnell und über 500 Kilometer Reichweite

Nicht zu vernachlässigen sei auch der Beitrag des Fahrzeuges zur Gesundheit: „Der Pedalgenerator erlaubt die tägliche Ration Fitnesstraining, quasi nebenbei“, so Twike. Die kostenlos gewonnene Reichweite durch Muskelkraft – für Fahrer und Beifahrer des „Human Power Hybrid“ könnte dennoch ein wichtiger Faktor sein, denn Elektroautos werden wie Verbrenner zu einer riesigen Kostenfalle.

Doch wer es entspannter mag und auf extra erstrampelte Energie verzichten will, darf sich auf den Akku verlassen und sich über hohe Reichweiten freuen. Wie kreativ die Elektrobranche arbeitet, zeigt auch das Solar-Auto Aptera, das noch 2022 auf den Markt kommt, genau wie das mit Sonne betriebene Auto, „Lightyear 0“, das noch im Herbst in die Produktion startet.

twike ist das erste Elektroauto, das einen zusätzlichen Pedalantrieb hat
E-Auto mit zusätzlichem Pedal-Antrieb: Der Twike 5 verbindet die Elemente eines Elektroautos und eines Fahrrads und geht nun in Serienproduktion. (kreiszeitung.de-Montage) © @twike GmbH

Twike 5: Mit dem „Human Power Hybrid“ lässt sich Extra-Reichweite beim Fahren erstrampeln

In der Praxis soll es möglich sein, auch ohne in die Pedale zu treten, bis zu 500 Kilometer weit mit dem Twike 5 zu kommen. Abhängig ist das von der Akkugröße. Denn der Hersteller wolle den Twike 5 „in guter Tradition mit voraussichtlich zwei unterschiedlich großen Batterien anbieten“, auch wenn Akku-Rohstoffe für Elektroautos bereits knapp werden. Doch selbst mit der kleineren Variante seien ohne zu radeln Reichweiten von mindestens 250 Kilometern am Stück möglich, alles dank neuester Technik. Ausgetüftelte Technologie nutzte auch eine Frau, die einen alten Wagen zum E-Auto umbaute, um Öl-Multis eins auszuwischen.

Elektroauto, dessen Auto sich durch Treten in die Pedale laden lässt, wiegt nur 600 Kilogramm

In Sachen Geschwindigkeit soll der Twike 5 in der Variante mit größerem Akku bis zu 190 Kilometer pro Stunde erreichen können. In der kleineren Variante seien jedoch auch stattliche 130 km/h Höchstgeschwindigkeit möglich. Ermöglichen würde das unter anderem sein Fliegengewicht von nur 600 Kilogramm und eine ausgefeilte Aerodynamik.

Auffällig – und vermutlich gewöhnungsbedürftig: es gibt kein Lenkrad wie bei anderen Elektroautos, sondern zwei Schalthebel, die sich links und rechts vom Fahrer befinden. Diese Technik hat der Hersteller bereits in der Vorgängerversion, dem Twike 4 genutzt: „Dank des Lenkungsprinzips lässt sich das Fahrzeug auch auf langen Strecken und bei hohen Geschwindigkeiten präzise und ermüdungsfrei steuern“, heißt es in einer Mitteilung.

Hersteller limitiert Twike 5 vorerst auf 500 Exemplare – die Serienproduktion startet

Doch wie teuer soll der Twike 5 werden? Das Unternehmen schreibt: „Der Neufahrzeugpreis für ein Twike 5 soll zwischen 39.900 € und 49.900 € liegen“. Zunächst habe das Unternehmen die Produktion jedoch auf 500 Exemplare beschränkt. Die Twike GmbH, vormals Fine Mobile, gehört bereits seit den 90er-Jahren zu einem der Vorreiter der Elektromobilitäts-Branche. Bereits vor 30 Jahren erreichte der elektronisch betriebene Twike 2 eine Höchstgeschwindigkeit von 90 Kilometern pro Stunde. Doch auch in Sachen Wasserstoff macht die Branche Fortschritte, sodass nun das erste Wasserstoffauto in die Serienproduktion startet.

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