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Teenager ortet Oligarchen-Yachten – und zeigt Standorte live auf Twitter

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Von: Ulrike Hagen

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Jugendlicher wird Oligarchen-Schreck. Er macht über Twitter Positionen von Jets und Yachten der Superreichen öffentlich, sodass sie beschlagnahmt werden können.

Florida – Die Schlinge für die russischen Superreichen, in der Regel lupenreine Putin-Anhänger, zieht sich immer weiter zu. Gerade erst hat auf einem Mega-Kreuzer des Putin-Freundes Usmanow, der „Dilbar“ im Hamburger Hafen die komplette Crew der Oligarchen-Yacht hingeschmissen und sich aus dem Staub gemacht. Voran gab es Gerüchte über die angebliche Beschlagnahmung der Yacht. Nun müssen auch andere russische Oligarchen damit rechnen, dass ihre Superyachten und Privatjets im Ausland beschlagnahmt werden – denn dank eines patenten Teenagers können sie nun in Echtzeit geortet werden: Für jedermann und jede Frau sichtbar auf Twitter.

Mikroblogging-Dienst:Twitter
Gründung:21. März 2006, San Francisco, Vereinigte Staaten
Hauptsitz:San Francisco, Kalifornien
Umsatz:5,08 Milliarden US-Dollar
Täglich aktive Nutzer:217 Millionen

Live-Ortung von Oligarchen-Yachten: Teenager spottet sie und zeigt Standorte auf Twitter

Seit der Invasion der Ukraine durch die russischen Streitkräfte ist die Luft für die Oligarchen ziemlich dünn geworden. Sanktionen gegen russische Kreditinstitute, Firmen, Politiker und Privatpersonen folgten auf dem Fuße. Und auch der Ausschluss Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem SWIFT, zählte zu den rigorosen Maßnahmen. Nun wird auch noch ausgerechnet ein US-amerikanischer Teenager zum ultimativen Schrecken der Putin-Freunde.

65 Meter lange Motoryacht LADY M auf dem Wasser.
Jagd auf die russischen Superreichen: Die „LADY M“ des Oligarchen Mordaschow wurde Anfang März im Hafen von Imperia beschlagnahmt. © IMAGO/Giovanni Romero

Positionen der Oligarchen-Yachten werden per Boot-Spotting auf Twitter bekannt – die Jagd ist eröffnet

Jack Sweeney heißt der nur 19 Jahre alte Tüftler, der im Internet russische Oligarchen-Yachten aufspürt. Über seinen Twitter-Konto @RussiaYachts kann nun jeder die Luxus-Kreuzer der russischen Superreichen live und in Farbe verfolgen. „Die Leute wollen, dass diese russischen Yachten und Privatjets gefunden und beschlagnahmt werden”, erklärte Sweeny gegenüber dem US-Sender CBS. Dies habe schließlich auch der US-Präsident gefordert.

Die Leute wollen, dass diese russischen Yachten und Privatjets gefunden und beschlagnahmt werden

Jack Sweeney

19-Jähriger nervte mit seinen Spotting-Accounts auf Twitter schon Tesla-Chef Elon Musk

Der Student der Computerwissenschaften im zweiten Semester betreibt bereits seit einiger Zeit mehrere Twitter-Accounts, die die Privat-Jets von Reichen und Berühmten nachverfolgen, so auch von Elon Musk. Der 19-Jährige sorgte am Anfang des Jahres mit dem Konto „Elons Jet”, auf dem das Privatflugzeug des Tesla-Gründers rund um die Uhr verfolgbar war, für Schlagzeilen. Musk versuchte, die Nervensäge mit 5.000 Euro ruhig zu stellen, Sweeney forderte frech 50 000 Dollar, einen Tesla oder ein Praktikum im Unternehmen. Musk brach die Verhandlungen ab, das Musk-Jet-Spotting-Konto ist weiter aktiv.

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Yachten und Jets von Oligarchen und Promis auf dem Radar: „Ein wirklich cooles Hobby“

Über seine Ortungs-Accounts von Promi- und Oligarchen-Flugzeugen und eben nun neuerdings auch Yachten von Superreichen Russen, für die der US-Teenager verschiedene Datenbanken miteinander kurzschließt, sagt der Kalifornier launig: „Es ist ein Hobby - und ich finde es wirklich cool.“ Sein Twitter-Konto zu russischen Luxusbooten hat fast 25.000 Follower – das Tracking der Oligarchen-Yachten verfolgen inzwischen mehrere Hunderttausend User.

Russisches Yacht-Spotting: Hunderttausende verfolgen bereits die Wege der Oligarchen-Yachten

Mittlerweile haben britische Behörden bereits die Vermögen von sieben russischen Oligarchen, darunter von Roman Abramowitsch, eingefroren. Der Oligarch hatte seinen Rückzug des Fußballvereins „Chelsea“ und ein Verkauf des selbigen nach fast 20 Jahren in seinem Besitz als Reaktion darauf öffentlich gemacht. Mit dem neuen Spotting-„Service“ des amerikanischen Wunderkindes dürften die schmerzhaften wirtschaftlichen Sanktionen für die Unterstützer des Putin-Regimes nun noch effizienter voranschreiten. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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