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Strafe fürs Schwänzen – Eltern setzen 13-Jährige auf einsamer Insel aus

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Von: Ulrike Hagen

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Genervte Eltern setzen ihre rebellische Teenager-Tochter auf einer einsamen Insel aus, um ihr eine „Lektion in Sachen Härte“ zu erteilen.

Shandong, China – Es ist der wohl denkbar krasseste erzieherische Gegenentwurf zu den Aussagen der deutschen Bestsellerautorin Susanne Mierau, die Erziehung ohne Druck, Macht und Gewalt fordert – die Pädagogin meint: Kinder müssen alles dürfen – Elter sollen nie bestrafen. In China setzen von der Teenager-Tochter genervte Eltern ihr „rebellisches“ Kind kurzerhand auf einer einsamen Insel aus. Die Eltern der 13-Jährigen wollen ihrer aufmüpfigen Tochter damit eine „Lektion in Sachen Härte und Widrigkeiten“ erteilen. 

Chinesische Provinz:Shandong
Fläche:157.100 km²
Hauptstadt:Jinan
Einwohner:101.527.453
Gouverneur:\tGong Zheng

Weil sie Schule schwänzt: Eltern lassen Tochter auf einsamer Insel zurück: „Lektion in Sachen Härte“

Der Vorfall reiht sich ein in diverse Berichte über rigorose Erziehungsmaßnahmen: Eine Mutter ließ ihre Tochter zur Strafe im Zelt schlafen, nachdem diese einen Obdachlosen beleidigt hatte. Ein Vater ließ seine Tochter zur Bestrafung acht Kilometer zur Schule laufen, weil sie Mitschüler mobbte. Der aktuell wohl aber spektakulärste Fall von „Zähmungsversuch“ einer 13-Jährigen ereignete sich in der Provinz Shandong im ostchinesischen Meer.

Eine 13-jährige mit verpixeltem Gesicht am Strand einer unbewohnten Insel. Sie wurde von ihren Eltern dort ausgesetzt.
Knallhart-Pädagogik: Eltern setzen ihre rebellische 13-jährige Tochter auf einer unbewohnten Insel aus. © China Press (Screenshot)

Wegen rebellischen Benehmens: 13-Jährige landet auf einsamer Insel

Wie der britische „Mirror“ berichtet, hatte das Mädchen die Schule geschwänzt und sich tagelang in ihrem Zimmer verschanzt. Da die Eltern ihr schlechtes Benehmen satthatten und befürchteten, dass sie ihr Potenzial vergeudete, beschlossen sie, dass es Zeit für entschiedene Maßnahmen sei. Sie setzten sie einfach auf einer felsigen Landzunge ab. Ein knallhartes Durchgreifen, das Autor Albert Wunsch sicher gut gefällt: Der Pädagoge zerreißt moderne Kinder-Erziehung: „Aufgeweichte Jammergestalten“ mache die aus den heutigen Kindern.

Zur Erziehung: Eltern lassen Teenager-Tochter nur mit Wasser und Keksen allein auf einer Insel

In Begleitung eines Überlebensexperten verbringt das Mädchen geschlagene zwei Tage auf der einsamen Insel vor der Küste von Rushan City, auf der es weder fließend Wasser noch Strom gibt. Einziger Proviant: Ein paar trockene Kekse und Trinkwasser. Doch dann sieht die 13-Jährige auf dem Meer Fischer, denen sie hilferufend zuwinkt. Die Männer auf dem Boot rufen daraufhin die Polizei. 

„Ich halte es wirklich nicht aus“: Polizei zwingt Eltern, ausgesetzte Tochter nach zwei Tagen abzuholen

Als die Beamten eintreffen, klagt die Teenagerin: „Ich halte es wirklich nicht aus.“, so der „Mirror“. Die Polizei fordert daraufhin die Eltern auf, ihre verzweifelte Tochter nach Hause zu bringen. Die stimmen dem widerwillig zu, nachdem sie feststellen, dass das Mädchen während ihres Insel-Aufenthalts „reifer“ geworden zu sein schien. Ob so ein beinhartes Durchgreifen angemessen ist, darüber kann man dennoch streiten. Auch wenn einige Experten „Helikoptereltern“ die Schuld für eine „Generation lebensunfähig“ geben.

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