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Spaghetti Hawaii – Netz flippt wegen BBC Nudelrezept aus: „Verbrechen“

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Von: Ulrike Hagen

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Ein Pasta-Rezept der BBC sorgt für Riesenstunk im Netz. Die „Spaghetti Hawaii“ mit Ananas empören längst nicht nur Italiener und Hawaiianer.

London – Eigentlich hätte es die BBC ahnen können. Schließlich haben schon die Pizza und der Toast Hawaii nach Rassismus-Vorwürfen einen schweren Imageschaden erlitten. Dennoch lehnte sich die britische Rundfunkanstalt todesmutig mit einem Rezeptvorschlag auf ihrer Food-Website aus dem Fenster, der den umstrittenen Hawaii-Klassikern Toast und Pizza noch einen obendrauf setzt: die „Hawaiian pasta“. „Die BBC erklärt Italien den Krieg!“, fasst eine Journalistin den flugs entfachten Shitstorm der Community zusammen. 

Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt:British Broadcasting Corporation (BBC)
Hauptsitz:London, Vereinigtes Königreich
Sendestart:18. Oktober 1922 in London
Generalintendant:Tim Davie

Todesverachtung für das Spaghetti Hawaii-Rezept: „Die BBC erklärt Italien den Krieg“

Dabei klingt die blumige Anmoderation des Gerichtes auf der BBC-Website so gutgemeint und harmlos: „Ein familienfreundliches Pasta-Rezept, das das Beste aus Konserven macht. Wenn Ihre Kinder Pizza Hawaii lieben, dann ist diese Pasta mit Schinken und Ananas eine tolle Abwechslung für ein schnelles Abendessen unter der Woche.“ Doch die Worte „Pasta“, „Ananas“ und „Hawaii“ in einem Zusammenhang treiben nicht nur feinen Gaumen die Tränen in die Augen.

Ein Teller Spaghetti Hawaii, daneben eine Ananas mit Sonnenbrille.
Spaghetti Hawaii: das „Werk des Teufels“-Rezept der britischen BBC sorgt für einen Shitstorm im Internet. © Ildi Papp/Sorapop Udomsri/Maurice Stevens/Charlotte Lake/imago/Montage

BBC-Rezept „Spaghetti Hawaii“ mit Ananas und Schinken löst Shitstorm aus: „Werk des Teufels!“

„Ich bin Italiener und kurz vor der Ohnmacht“, schreibt eine Userin, der eine andere antwortet: „Ich komme aus Hawaii, stehe auch kurz vor der Ohnmacht. Wir machen das ebenfalls NICHT!“. „Niemand auf dem ganzen Planeten tut das! Nur ein paar Leute in Großbritannien“, ergänzt der nächste – und wird schnell berichtigt: „… Und in Deutschland!“.

„LOL! Mein Mann ist aus Deutschland. Ich komme aus Hawaii. Er bat mich, ihm Hawaii-Toast zu machen. Ich fragte: „Was ist das?“. Die Ananas wurde als Nutzpflanze nach Hawaii importiert. Sie ist nicht einmal hawaiianisch!“, erklärt eine Nutzerin, die damit auf kolonialistische Klischees anspielt, die schon dem „Curry“ von Food-Experten Forderungen nach Umbenennung beschert hat.

Shitstorm für Spaghetti-Hawaii-Rezept: „Niemand auf dem ganzen Planeten isst sowas!“

Tatsächlich dürfte die Nudelspeise eher etwas für sehr robuste Gaumen sein, wenn man sich einzelne Schritte des Rezepts genauer ansieht: „Die Ananas abtropfen lassen und den Saft aufbewahren. Frischkäse und die Ananasstücke zusammen mit der Hälfte des Saftes zu den Zwiebeln und dem Knoblauch geben. Kochen lassen, bis der Käse schmilzt und die Ananasstücke heiß sind. Den restlichen Saft dazugießen“. „Jemand sollte die Polizei anrufen. Dies ist ein Verbrechen!“, findet dann auch ein Nutzer. „Ja, in Italien könnte man für dieses Rezept ins Gefängnis kommen“, bestätigt die Nächste.

User in Weltuntergangsstimmung wegen Pastarezept: „Das Ende ist nah!“

So wie das neue Nudel-Produkt bei Aldi – die Sorte hat es noch nie gegeben – allen Fans der authentischen italienischen Küche die Gänsehaut über den Rücken treiben dürfte, sorgt auch die britische Schinken-Ananas-„Kreation“ für Weltuntergangsstimmung in den sozialen Medien: „Das Ende ist nah!“, prophezeit eine Userin unter dem Facebook-Post der BBC, ein anderer zürnt: „Das Werk des Teufels, das eine leckere Pasta zerstört.“

Community lässt Spaghetti Hawaii komplett durchfallen: Nur 1,5 von 5 Sternen

Konsequenterweise lässt die BBC-Community das Spaghetti-Hawaii-Gericht auch in der Bewertung gnadenlos durchfallen: Es gibt demütigende 1,5 von 5 Sternen für das „Horror-Rezept“. „Bitte! Tun Sie nichts, was Sie bereuen könnten! Grüße aus Italien!“, empfiehlt dann auch eine mitfühlende Userin aus dem Land, das nun wirklich weiß, wie gute Küche geht …

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