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„Saudoof“: Eltern verbieten Kind Schnitzeljagd – weil sie Veganer sind

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Von: Bona Hyun

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Veganer-Eltern verbieten ihrem Kind die Teilnahme an einer „Schnitzeljagd“. Ihr Brief an die Kita-Leitung ging viral – und Twitter platzte vor Spott.

Hamburg – Veganer machen häufig Schlagzeilen in den Medien und das nicht wegen ihrer Ernährungsweise, sondern weil sie mit ihrem Verhalten auffallen: Wie eine Veganerin,die auf einen Supermarkt losging, weil er sie zum Fleischverzehr verführt haben soll*. Wer bei dem Vorfall schon Fremdscham verspürte, den dürfte ein viraler Social Media Tweet erst recht von den Socken hauen. Tausende User reagierten mit Spott auf den Auszug eines Briefs, in dem Eltern einer Kita mitteilen, dass ihr Kind nicht an einer Schnitzeljagd teilnehmen darf – weil sie Veganer sind. Twitter quillt nun metaphorisch gesagt über vor Häme und Spott – und die User-Kommentare sind fast noch lustiger als der Brief der Veganer-Eltern.

Mikroblogging-Dienst:Twitter
Gründung:21. März 2006, San Francisco, Kalifornien, Vereinigte Staaten
CEO:Parag Agrawal (29. Nov. 2021–)
Hauptsitz:San Francisco, Kalifornien, Vereinigte Staaten

Veganer-Eltern verbieten Kind Schnitzeljagd: Spottsturm wegen Brief an Kita

Dass Veganer für ihr Handeln oft Häme und Spott abbekommen, ist keine Seltenheit. Im Netz amüsieren sich viele User über wirklich witzige Ausraster von Veganern. Die Veganer-Eltern, über die ein Twitter-User postete, trieben es aber dieses Mal nun total auf die Spitze: Sie wollten ihrem Kind verbieten, an der Schnitzeljagd im Kindergarten teilzunehmen, weil sie vegan leben. Der User zitierte die Eltern aus einem Brief, der ihm selber vorlag: „Mein Kind darf an der Schnitzeljagd des Kindergartens nicht teilnehmen. Wir sind Veganer.“ Zu begründen wäre die Zeile nur mit ihrem Unwissen darüber, dass Schnitzeljagd ja eigentlich gar nichts mit Fleisch zu tun hat – sondern ein beliebtes Geländespiel für Kinder ist.

Ein Twitterpost und ein Schnitzel mit Pommes 
Veganer-Eltern möchten ihrem Kind die Teilnahme an einer Schnitzeljagd verbieten – das Netz reagiert spöttisch auf die Forderung. (24hamburg.de Bildmontage) © @littlewisehen/twitter(screenshot)/CHROMORANGE/imago

Twitter spottet über Veganer-Eltern, die ihrem Kind Schnitzeljagd verbieten

Die Veganer-Eltern wurden für diese Aussage in den Kommentaren unter dem Twitter-Post regelrecht zerfleischt. „Meine Güte ey, man kann sich auch echt lächerlich machen. Veganer sind wirklich seltsame Menschen. Armes Kind.“ twitterte ein User unter dem Post. Ein weiterer Nutzer drängte zum sofortigen Handeln: „Hol dein Kind daraus. Sowas gibt es doch nicht“. Mit dem Kommentar „Vollkommen bescheuert“ hätte es ein User nicht besser zusammenfassen können. Ein anderer geht mit einem klaren „Saudoof so was!“ sogar noch weiter.

Zahlreiche lustige Kommentare zu Veganer-Eltern, die Schnitzeljagd ablehnen

Während sich die meisten über die Veganer-Eltern aufregten, machten sich auch viele über sie lustig: „Ich wusste gar nicht, das Veganer Papier nur knüllen dürfen und nicht in kleine Schnitzel zerreißen ... man lernt ja nie aus.“ Weitere Spekulationen, was die Veganer-Eltern ihrem Kind noch verbieten könnten, wurden natürlich auch angestellt: „Die trinken wahrscheinlich auch keinen Orangensaft mit Fruchtfleisch....“. Und weiter: „Bei denen ist bestimmt auch Bockspringen und Eierlaufen verboten“. Wie erwartet hagelt es nur Spott von allen Seiten. Ähnlich viel Häme kassierten im Netz nur die Öko-Eltern, die mit ihrer „saudummen“ Halloween-Bitte auf Twitter viral gingen* – das Netzwerk drehte regelrecht durch. Die Eltern hielten Süßigkeiten wohl für so gefährlich wie den „neuen heißen Scheiß“ für Veganer: Frittiertes Wasser* wurde neulich zum brandgefährlichen Food-Trend.

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Noch mehr Veganer drehen durch – viele ziehen und landen vor Gericht

Während die Veganer-Eltern auf Twitter nur von den Usern verurteilt werden, sahen andere Gleichgesinnte die Notwendigkeit, tatsächlich vor Gericht zu ziehen – eine Veganerin hoffte auf ein Urteil, welches ihr Recht in Geruchsfragen zusprechen sollte: Die Veganerin verklagte ihren Nachbarn, weil er Fleisch grillte*.Der Fleischgeruch war ihr wohl in den Kopf gestiegen und den Prozess verlor sie selbstverständlich. Umgekehrt musste sich eine Veganer-Mutter bezüglich ihrer Ernährung vor Gericht verantworten: Das Gericht ordnetet der Veganerin Fleischmahlzeiten an*, weil sie ihr Kind fleischlos und unausgewogen ernährte. Ihr Ex-Mann und dann auch der Richter hielten dies für angemessen, aus Sorge um die Gesundheit des Sohnes.

Einen großen Shitstorm in Social Media kassierte kürzlich ein Veganer, der einem Obdachlosen kein Brötchen kaufen wollte, weil er Salami wollte – auf Twitter tobte eine heftige Debatte um Moral und Scheinheiligkeit. Eine andere vegan lebende Person, ging sogar so weit, dass sie als Veganerin heimlich Essen gegen veganes austausche und vor Gericht landete*. Damit hatte sie die Gesundheit ihrer Mitbewohner regelrecht gefährdet – denn im ausgetauschten Essen war Soja enthalten. Dagegen war einer ihrer Mitbewohner schwer allergisch und musste sofort ins Krankenhaus eingewiesen werden. Nur gut, dass bei einer Schnitzeljagd keine Vergiftung zu befürchten ist – vielleicht überlegen sich es die vegan lebenden Eltern ja doch noch einmal. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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