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Prüfer lässt junge Frau durchfallen – wegen Radiergummi-Fitzeln im Wagen

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Von: Bona Hyun

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Eine Fahrschülerin fiel durch ihre Prüfung, weil das Auto des Fahrlehrers zu dreckig war – der Lehrer hatte nur kleine Radiergummi-Fussel nicht beseitigt.

Vereinigtes Königreich – Für die Fahrprüfung hatte sie monatelang gespart – und fiel dann durch, ohne die Prüfung angetreten zu haben. Zwar besaß sie nicht die Dreistigkeit und fuhr mit dem Auto zur eigenen Prüfung wie der Mann aus NRW*, der Durchfallgrund war sogar um einiges lächerlicher: Das Auto ihres Fahrlehrers, welches sie für die Prüfung fahren sollte, war dem Aufseher schlichtweg zu dreckig – unten auf der Fußmatte des Beifahrersitzes lagen einige Radiergummi-Fussel. Von daher fiel die Schülerin durch, obwohl sie nichts für den Ordnungszustand des Fahrlehrerautos konnte. Die Konsequenzen musste sie trotzdem selber tragen: Prüfung nicht bestanden!

Vereinigtes Königreich:Inselstaat in Nordwesteuropa
Königin:Elisabeth II.
Hauptstadt:London
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Wegen Radiergummi-Fussel im Fahrschul-Auto: Prüfer lässt Schülerin durchfallen

Eine Fahrschülerin wird zu ihrer Praxisprüfung nicht zugelassen, bevor sie diese überhaupt antreten konnte. Monatelang hatte sie auf den Termin beim Blackpool-Testcenter gewartet, doch mit einem Mal war Schluss: Direkt vor Ort teilte man ihr mit, dass sie nicht zugelassen wird, weil das Fahrlehrerauto zu dreckig für die Prüfung ist. Die Fahrschülerin war am Boden zerstört. Ihrem Vater zufolge hatte die 17-Jährige schon lange auf die Prüfung und ihr erstes eigenes Auto gespart. „Sie wird bald mit dem College fertig sein und ihre Jobperspektiven sind eingeschränkt, wenn sie nicht fahren kann“, so Vater Paul Turner. „Wir leben in einem ländlichen Gebiet und hier fahren keine Busse!“

Ein Radiergummi mit Fusseln und ein Fahrschulauto von hinten
Eine Fahrschülerin fällt durch ihre Prüfung, weil im Auto ihres Fahrlehrers Radiergummi-Fitzel liegen. Die Konsequenzen muss sie trotzdem selber tragen. (24hamburg.de Bildmontage) © agefotostock/imago/bonn-sequenz/imago

Aufgrund der momentanen Corona-Situation müsse man fünf Monate auf einen Prüfungstermin warten – die anfallenden Kosten liegen laut „DailyMail“ bei rund 80 Euro. „Es ist so unfair!“, fasste Vater Paul den desaströsen Vorfall zusammen. Das sei eines der nervenaufreibendsten Dinge, die einem Teenager passieren können. Während eine Fahrerin „kurz vorm Heulen war“, weil ihre Fahrt mit einem E-Auto zur Odyssee wurde* und einen vergleichbaren Nervenzusammenbruch erlitt, kam es bei der Schülerin erst gar nicht zu einem Kurztrip im eigenen Auto. Und das alles wegen Radiergummi-Fussel im Auto – die nicht mal von ihr stammten.

Strenger Prüfer lässt Fahrschülerin durchfallen – wegen Radiergummi-Fusseln im Auto des Fahrlehrers

Neben der Fahrschülerin war auch ihr Fahrlehrer total geschockt und überfragt, nachdem der Fahrprüfer nicht mal in sein Auto einsteigen wollte. Dabei lagen laut Aussagen von Vater Paul nur einige Radiergummi-Fussel auf der Fußmatte, die der Fahrlehrer selbst verteilt hatte und dann scheinbar vergaß, wegzuräumen. „Die Fussel lagen nicht mal auf dem Sitz oder sonst irgendwo, wo der Prüfer gesessen hätte. [...] Sie haben 10 Minuten miteinander verhandelt, aber am Ende führte das zu nichts. Also fiel sie durch, ohne das Auto überhaupt gefahren zu haben und das Geld bekommen wir auch nicht wieder“, schilderte der Vater.

Die Aussicht auf einen Führerschein und selbständiges Fahren hat sich damit erst mal erledigt. Einen Totraser ohne Führerschein, der mit 220 km/h einen Crash verursachte, hielt die fehlende behördliche Erlaubnis fürs Fahren allerdings nicht davon ab, sich betrunken hinter das Steuer zu setzen und einen tödlichen Unfall zu bauen. Aber auch ein Führerschein ist meistens keine Gewähr für sicheres Fahren: So floh ein Fahranfänger im Smart vor der Polizei und prallte gegen einen Baum. Seine ersten Fahrversuche nach einer bestandenen Prüfung endeten für ihn im Krankenhaus.

Mehrere Fahrschüler fielen durch, weil Fahrlehrerauto dreckig war – um „Personal zu schützen“

Andere Fahrschüler, die auch beim Prüfungsinstitut Blackpool-Testcenter ihren Test ablegen wollten, berichten über ähnliche Erfahrungen: Eine Userin schrieb auf Google, dass ihr Sohn vom Prüfer ebenfalls nicht zur Führerscheinprüfung zugelassen wurde, weil das Fahrlehrerauto zu dreckig war. Die wartenden Eltern eines anderen Schülers boten für die Prüfung sogar ihr eigenes Auto an, aber das sei dem Prüfer für die Durchführung der Praxisprüfung „zu spät“ gewesen.

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Ein Sprecher der „Driver and Vehicle Standards Agency“, die die Prüfer zur Verfügung stellt, äußerte sich gegenüber „DailyMail“: „Unsere Priorität ist, unsere Kunden und unser Personal zu schützen [...]. Die für die Prüfung angedachten Autos müssen sauber sein, um Infektionschancen zu verringern. Fahrprüfungen werden nicht stattfinden, wenn das nicht zutrifft, um öffentliche Sicherheit zu gewähren.“ Zu bestimmten Einzelfällen gab es aber kein Statement. Die Zulassungsbedingungen für eine Fahrprüfung dürften zunehmend auch ältere Fahrer beschäftigen, denn die Mehrheit der Deutschen will eine Nachprüfung für Senioren. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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