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Nudelwasser nicht wegschütten: Sieben Tipps, wie es zum Wundermittel wird

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Von: Patrick Huljina

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Viele Menschen kippen das Nudelwasser nach dem Kochen einfach in den Abfluss. Dabei kann man es für einige Dinge im Alltag nutzen.

Hamburg – Penne, Spaghetti, Fusilli – Nudeln gibt es in den verschiedensten Variationen. Bei vielen Verbrauchern landen sie sogar mehrmals pro Woche auf dem Teller. Die Pasta-Zubereitung ist vergleichsweise einfach: Das Wasser in einem Topf erhitzen, bis es sprudelnd kocht, ein wenig Salz hinzugeben und schließlich die Nudeln für eine gewisse Zeit darin kochen.

Kochwasser von Nudeln bloß nicht wegkippen: Man kann es vielfach nutzen

Das Nudelwasser landet danach häufig im Abfluss, dabei sollte man es am besten nicht wegkippen. Denn: Es gibt viele Dinge im Alltag, die man mit dem Nudelwasser machen kann. Es entpuppt sich sogar zu einem richtigen Alleskönner – von Kochen über Putzen bis hin zur Schönheitspflege und sogar Gartenarbeit.

Soßen binden mit Nudelwasser: Kochwasser von Pasta macht Saucen, Dips und Pesto fest und cremig

Bleiben wir zunächst in der Küche. Das Nudelwasser eignet sich ideal als Geheimzutat für Pesto oder um Soßen zu binden. Darin ist nämlich Stärke enthalten. Wenn man das Nudelwasser der Soße unterrührt, wird diese schön cremig. Weil beim Kochen der Nudeln, die zuletzt deutlich teurer geworden sind, ohnehin Salz hinzugefügt wurde, muss das Pesto oder die Soße weniger gesalzen werden als sonst. Man kann das Nudelwasser zudem als Basis für Suppen oder Eintöpfe benutzen, indem man einfach einen Teil des klaren Wassers oder der Gemüsebrühe damit ersetzt.

Weil Nudelwasser Stärke bindet und zudem auch schon welche enthält, macht es Soße automatisch dickflüssiger, wenn man es zum Kochen verwendet. So muss man die fertige Soße dank Nudelwasser dann nicht mehr so stark nachbinden.

Was kann man mit Nudelwasser machen: Beim Kochen zum Dampfgaren weiterverwenden

Ein weiterer hilfreicher Küchen-Trick: Das bereits gekochte Nudelwasser kann zum Dampfgaren wiederverwendet werden. Weil die Lebensmittel dabei ohnehin nicht mit dem Wasser, sondern lediglich dem Dampf in Berührung kommen, kann man hier einfach das Pasta-Wasser nutzen. Auch für Hülsenfrüchte ist Nudelwasser richtig gut.

Hülsenfrüchte in Nudelwasser einweichen: Es macht Linsen und Bohnen weicher

Denn man kann für Bohnen, Erbsen oder Linsen, die vor dem Kochen eingeweicht werden müssen, bedenkenlos Nudelwasser verwenden. Dadurch sollen sie beim Kochen noch weicher werden und eine geschmackliche Zusatznote bekommen.

Spaghetti werden auf einer Gabel aus dem Nudelwasser gehoben.
Nudelwasser ist ein echter Alleskönner im Alltag. (Symbolbild) © IMAGO/Michael Bihlmayer

Pizzateig wird mit Nudelwasser perfekt – Wasser nach dem Nudelkochen bloß nicht einfach ausgießen

Bei Pasta denkt man natürlich an Italien – da liegt auch der Gedanke an Pizza, die in Tim Mälzers Lokal „Pezzo di Pane“ verrissen wird, nicht mehr weit. Super: Nudelwasser kann man ideal für den perfekten Pizzateig verwenden. Wasser und Salz braucht man dafür ja sowieso und der Nudelsud ist bereits gesalzen. Der besondere Vorteil aber ist: Das Nudelwasser bindet die Stärke noch besser als normales Wasser – das gibt dem Pizzateig die ideale Konsistenz.

Nudelwasser nutzen: Beim Putzen löst es selbst hartnäckige Verschmutzungen

Ist das Werk in der Küche vollendet, geht es meist ans Putzen. Auch dabei kann das Nudelwasser helfen. Durch die darin enthaltene Stärke können selbst hartnäckige Verschmutzungen gelöst werden. Es eignet sich also durchaus zum Geschirrspülen. Stellt man das Nudelwasser nach dem Kochen in den Kühlschrank, entsteht eine geleeartige Konsistenz, die man auch zum Putzen von dreckigen Oberflächen nutzen kann. Man sollte es allerdings nicht länger als acht Tage aufbewahren. Einer Studie zufolge ist zu häufiges Putzen ungesund – so schädlich wie 20 Zigaretten am Tag.

Welche Pflanzen kann man mit Nudelwasser düngen? Viele Pflanzen freuen sich über Mineralstoffe

Nudelwasser ist reich an zahlreichen Mineralstoffen. Deshalb freuen sich auch die Pflanzen im Garten oder der Wohnung, wenn sie damit gegossen werden. Allerdings sollte man darauf achten, das Pasta-Wasser zunächst abkühlen zu lassen. Heißes Wasser kann Pflanzen schaden, ebenso wie zu viel Salz. Daher sollte man ein wenig Abwechslung hineinbringen und nicht immer die gleichen Blumen mit dem Nudelwasser berieseln.

Sud nicht wegschütten: Nudelwasser als Haarkur oder Fußbad

Das Nebenprodukt, das beim Pasta-Kochen entsteht, ist auch ein wahrer Beauty-Alleskönner. Man kann das Nudelwasser beispielsweise als Haarkur nutzen, das macht die Haare schön glänzend und seidig. Dafür sollte man es zunächst natürlich abkühlen lassen, anschließend über die Haare verteilen und etwa zehn Minuten lang einziehen lassen. Hinterher kann man es, wie gewohnt, mit klarem Wasser oder Shampoo ausspülen. Reiswasser ist ebenfalls ein Wundermittel bei der Haut- und Haarpflege.

Nudelwasser aufbewahren – es ist ideal für ein Fußbad aus dem Pasta-Sud

Nach einer Wanderung oder einem langen Tag in unbequemen Schuhen freuen sich auch die Füße über ein Bad im warmen Nudelwasser. Auch hier sollte man die Temperatur vor dem Eintunken überprüfen. Durch die Wärme sorgt das Nudelwasser für eine Entspannung der Füße. Die darin enthaltenen Mineralstoffe sorgen zudem für eine zarte und geschmeidige Haut.

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