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Milch-Hamsterer – Kunden stinksauer: „Die verblöden im Sekundentakt“

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Von: Anika Zuschke

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Hamsterkäufe haben im Zuge des Ukraine-Kriegs wieder deutlich an Fahrt aufgenommen. Eine Penny-Kundin erlebte das im Milch-Abteil – und teilte es auf Twitter.

München – Die Bilder sind aus Zeiten der Corona-Pandemie bereits bekannt: Gähnende Leere in Supermarkt-Regalen und Kunden, die teilweise Unmengen an Mehl oder Speiseöl auf das Band an Discounter-Kassen legen. Im Jahr 2020 wurde aus Angst vor dem Coronavirus vor allem Toilettenpapier gehortet, momentan sind Hamsterkäufe besonders im Bereich der lang haltbaren Lebensmittel sichtbar. Das betrifft Mehl, Speiseöl – und offenbar auch haltbare Milch. Das musste eine Kundin bei Penny bitter feststellen. Auf Twitter postete sie ein Foto eines leeren Milchregals – die Reaktionen darauf fallen eindeutig aus, wie tz.de berichtet.

Hamsterkäufe im Supermarkt: Öl, Mehl und Milch gehen aus – Lebensmittel werden rationiert

Das Phänomen des Hamsterns in Deutschland lässt sich zwei Jahre nach dem Toilettenpapier-Drama erneut beobachten. Aus Sorge vor Knappheit und Lieferengpässen infolge des Ukraine-Kriegs stopfen sich verzweifelte Supermarkt-Kunden ihre Einkaufswagen voll – dabei ist nicht nur Sonnenblumenöl heiß begehrt. Auch auf Nudel- und Mehlregalen ist teilweise nur noch staubige Leere zu sehen.

Leeres Milchregal im Penny
Leeres Milchregal im Penny. © Twitter @A_Girl_Insane

Aus dem Grund haben einige Supermärkte bestimmte Produkte bereits rationiert. Schilder an den Regalen weisen darauf hin, dass pro Kunde beispielsweise nur noch eine Flasche Speiseöl oder zwei Packungen Mehl erlaubt sind. In einem Supermarkt in Baden-Württemberg führte das bereits zu einer derart eskalativen Auseinandersetzung, dass sogar die Polizei eingeschaltet werden musste.

Penny-Kundin teilt leere Milch-Regale auf Twitter – User reagieren entsetzt

Nun scheint ein weiteres Lebensmittel im Supermarkt knapp zu werden. Eine Penny-Kundin hat bei ihrem Einkauf zwei Paletten, auf denen sich eigentlich haltbare Milch befinden sollte, komplett leer aufgefunden. Auf Twitter postete sie ein Bild davon und beschrieb es mit den Worten: „Ich lass das mal unkommentiert hier: Milchregal, Penny, heute...“

Unter ihrem Beitrag mehrten sich schnell die entsetzen Kommentare: „Unglaublich. Die Leute verblöden im Sekundentakt“, äußert eine Userin genervt und fährt fort: „Leere Regale zeigen in einem Land wie Deutschland keinen Versorgungsnotstand an. Sie zeigen das Ego und unsolidarisches Verhalten einiger.“ Außerdem ist sie der Meinung: „Würde jeder kaufen, was er braucht, wäre ausreichend da.“ Auch sie ist also offenbar eine Verfechterin der Rationierung im Supermarkt.

Ein weiterer Twitter-User kommentiert unter dem Post: „Ernsthaft? Wer hamstert denn Milch? Sind die Leute jetzt endgültig komplett verblödet?“, worauf ein anderer User nur schlicht „Ja“ schreibt. „Gut, dass ich gestern noch eine Tüte Milch mitgenommen habe“, lässt ein Kommentierender erleichtert verkünden. Einem Aldi-Besucher haben die ausartenden Hamsterkäufe sogar schon einen Geburtstag versaut.

Hamsterkäufe sind nicht nötig: Politiker appellieren an die Vernunft der Bürger

Dabei ist es keineswegs nötig, Hamsterkäufe zu tätigen und möglichst viel Mehl, Öl oder eben Milch zu Hause zu horten. Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels appelliert bereits an die Menschen, Produkte nur in haushaltsüblichen Mengen einzukaufen und auch Ernährungsminister Cem Özdemir bittet darum, nicht in Panik zu verfallen und Hamsterkäufe zu unterlassen.

Experten rechnen laut Focus.de aber damit, dass sich die Verkaufszahlen in den kommenden Wochen wieder normalisieren werden. Einen echten Engpass gibt es demnach nur bei Sonnenblumenöl, da dieses größtenteils aus der Ukraine kommt. Abgesehen davon werden wohl keine Versorgungsengpässe erwartet. * tz.de und Merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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