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„Mensch zweiter Klasse“: Nix zu essen – Veganerin klagt Krankenhaus an

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Von: Bona Hyun

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Eine Veganerin kann im Krankenhaus nichts essen, weil es keine vegane Kost gibt: Tagelang nur Tee und Ingwerkekse. Enttäuscht klagt sie die Klinik an.

Brighton – Eine Veganerin wurde über Nacht wegen Corona-Symptomen im Krankenhaus behandelt. Fast alles war zu ihrer Zufriedenheit – das Personal war herzlich und sehr nett. Aber eines fehlte: veganes Essen. Die Veganerin konnte während des gesamten Krankenhausaufenthalts kaum etwas essen. Bis sie dann entlassen wurde, habe sie Hunger leiden müssen. Das einzige, was es für sie an veganem Essen gab, waren Ingwerkekse. Stinksauer beschwerte sich die Veganerin beim Krankenhaus.

Brighton:Stadt in England
Fläche:82,79 Quadratkilometer
Bevölkerung:229.700 (2011)
Vorwahl:01273

Veganerin kriegt nichts zu essen – Krankenhaus hatte zuvor veganes Menü versichert

Jenny Skelton ist Veganerin und wurde ins Krankenhaus eingeliefert, als Corona-Symptome bei ihr diagnostiziert wurden. Während ihrer Behandlung war die Veganerin erst vollends zufrieden – sie schwärmte sogar vom netten Personal und von den Einsatzkräften, die sie ins Krankenhaus fuhren. Doch ihr Wohlwollen hatte ein Ende, als es Zeit war, nach einem langen Behandlungstag Abendessen zu bestellen.

„Eine Krankenschwester nahm von jedem Patienten Bestellungen für das Abendessen entgegen, aber es gab gar nichts für Veganer“, erzählte Jenny „The Mirror“. „Alle anderen aßen zu Abend, während ich nichts essen konnte!“ Dabei habe das Royal Sussex County Krankenhaus angegeben, dass es ein 24 Stunden verfügbares Menü für Veganer gebe.

Fleischhaltiges Krankenhausessen und eine hungrige Frau mit Teetasse
In den meisten Krankenhäusern gibt es keine vegane Kost – eine Veganerin hat darum tagelang „Hunger leiden“ müsen. (24hamburg.de-Montage) © Imago/ Shotshop/JOKER

Veganerin stinksauer, weil sie nichts zu essen bekommt: „Das ist inakzeptabel!“

Die Veganerin musste mit Ingwerkeksen aus dem Krankenhaus und Tee mit Sojamilch auskommen, den sie sich selber von zu Hause mitgenommen hatte. Jenny empfand dies als „diskriminierend“. Nun fordert sie alle Krankenhäuser auf, ein veganes Menü anzubieten – als Zeichen aus Respekt. „Ich sollte anständig aus dem Krankenhaus entlassen werden, nachdem ich mit genügend Flüssigkeit und Nahrung versorgt wurde, aber wie soll ich denn etwas essen, wenn es nichts gab?“, fragte die Veganerin sichtlich frustriert und enttäuscht. „Das ist inakzeptabel!“ Vor allem in Brighton, wo viele Veganer leben, hätte das Krankenhaus für alle Fälle vegane Gerichte tiefgekühlt aufbewahren können, findet Jenny.

Veganerin klagt Krankenhaus an – Netzgemeinde sympathisiert mit ihr

Veganerin Jenny Skelton teilte den Journalisten von „The Mirror“ außerdem mit, wie traurig sie gewesen sei. Es hätte sich angefühlt, als wäre sie wie ein Mensch aus „zweiter Klasse“ behandelt worden, weil das Krankenhaus ihr kein veganes Essen anbot. Nach ihrem Statement äußerten sich auch zahlreiche andere Veganer im Netz zu dem Vorfall. Die meisten teilten die Ansicht mit Veganerin Jenny. „Wenn es eben kein veganes Menü gibt, dann hätte man ganz einfach eins zubereiten können, wie Backkartoffeln mit Bohnen, Salat oder ein veganes Sandwich. Man kann ja dafür Zutaten aus nicht veganen Gerichten dafür nehmen!“, schrieb ein User. Der Vorfall sei „entmutigend“ und „enttäuschend“.

Andere Veganer sorgen für Lacher im Netz

Die Reaktion der meisten User aus dem Netz lassen auf generelles Mitgefühl schließen. Das konnte sich diese Betroffene nicht erhoffen: Die Veganerin zeigte ihre Freunde dafür an,dass sie betrunken Chicken-Nuggetsgegessen hatte*.Eine andere Veganerin treibt es ausgerechnet zu einem Lokal mit Hähnchen als Spezialität – das dicke Ende kam dann so: Eine Veganerin klagt KFC an, weil es nur Hähnchen gibt. Einer weiteren Frau war scheinbar ebenso nicht bewusst, was das Fastfood-Lokal anbietet – die Veganerin sieht sich „traumatisiert, nachdem sie bei KFC einen Chickenburger gegessen hat*.

Wenn das nicht schon peinlich genug ist: Diese Veganerin attackierte einen Supermarkt, weil er sie zum Fleischverzehr verführt habe*. Gar zum Gerichtsfall wurde die vegane Lebensweise für eine Italienerin: Ein Gericht verdonnert die Veganer-Mutter zu drei Fleischmahlzeiten pro Woche für ihr Kind*. Dagegen ist eine kurze Ingwerkeks-Diät doch ein Klacks, oder? *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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