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Megalodon? Großer weißer Hai bei „mächtiger Angriff“ verschlungen

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Von: Kevin Goonewardena

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Ist der Megalodon wirklich ausgestorben? Nach Aufzeichnungen einer Attacke auf einen weißen Hai kochen Spekulationen hoch, der Uhrzeithai lebe noch.

Hamburg – Seit Jahrhunderten ranken sich Legenden um Tiefseeungeheuer, die aus den Tiefen der Meere auftauchen, ganze Schiffsbesatzungen verschlingen um dann wieder in den Fluten zu verschwinden. Während Riesenkalmare mittlerweile sogar von Forschern erstmal lebend gefilmt werden konnten, gilt die gegenwärtige Existenz des Urzeithais Megalodon eigentlich als unmöglich. Immerhin sind alle belegten Indizien mehr als 1,5 Millionen Jahre alt. Doch nach Fotos und Videos von riesigen Bisswunden auf Haien nährt nun die Aufzeichnung eines offenbar sehr brutalen und ungeheuer starken Angriffs auf einen weiteren Hai die Legende vom noch lebenden Urzeithai.

Name:Megalodon (Otodus megalodon)
Größe:12-18 Meter (geschätzt)
Nahrung:Wale (vermutet)
Verbreitungsgebiet:Weltweit
Ausgestorben:vor etwa 2,5 Millionen Jahren

Forscher finden Daten von mächtigem Angriff auf Hai – es soll ein Megalodon gewesen sein

In Australien konnten Forscher Daten über einen weißen Hai sammeln, der Opfer einer mysteriösen Beißattacke wurde. Dabei hat der Weiße Hai von Natur aus gar keine Fressfeinde. Was oder wer könnte den weißen Hai also angegriffen und wohl auch getötet haben? Vielleicht doch ein Megalodon, der größte Hai, der jemals gelebt hat und eigentlich schon als ausgestorben galt? Die Forscher fanden den Hai nicht mehr, aber den Sensor, den sie dem Hai zuvor angelegt hatten. Mithilfe der durch das Gerät gesammelten Daten konnten sie die Attacke ziemlich genau rekonstruieren – und so Rückschlüsse auf die Angreifer-Spezies und deren genaues Verhalten ziehen. Wasser auf die Mühlen der vielen Anhänger der Theorie, es würden noch immer Megalodons leben. Die ist nämlich gerade erst wieder kräftig angeheizt worden.

Megalodon: Pazifik-Taucher will Bissspuren von Urzeithai an Weißen Hai entdeckt haben

Immer wieder kommt es zu Meldungen, denen zufolge, Menschen Spuren des Megalodon gefunden haben wollen: „Ich war wirklich überrascht, denn so etwas habe ich noch nie in meinem Leben gesehen“, so äußerte sich etwa der Taucher Jalil Najafov erst kürzlich gegenüber der britischen „Daily Star“. Najafov hatte vor der mexikanischen Insel Guadalupe im Pazifik Fotos von Wvon einem weißen Hai mit riesigen Bissspuren gemacht – ist der Megalodon doch nicht ausgestorben? Die Frage stellten sich viele, die die Bilder gesehen haben. Für ebenso große Wellen und Überzeugung sorgte ein Video, das angeblich die Existenz des Megalodons beweisen könnte.

Megalodon-Angriff? Gerade erst nährten mehrere Haie mit riesigen Bisswunden den Mythos vom lebenden Urzeithai

Da die „Bildbeweise“ zeitlich sehr nah, geografisch aber weit entfernt auftauchten, war für die Megalodon-Gemeinde klar: Das kann kein Zufall sein, in den weiten Weltmeeren, tummelt sich der Monsterhai noch immer. Forscher widersprachen dem – doch es war wie letztes Jahr: Da ging auf TikTok ein Video viral, dass einen Megalodon beim Umkreisen eines Kreuzfahrtschiffs zeigen soll. Und auch damals ließen sich die durch den angeblichen Bildbeweis Überzeugten auf keinerlei Erklärung der Wissenschaft ein. Lebt doch noch ein Urzeithai in der Tiefsee? Viele, viele Menschen weltweit beantworten diese Frage ohne zu zögern mit „ja“ – ohne einen wirklich greifbaren Beweis dafür zu haben. Nun dürften es direkt einige mehr sein, denn neues Legendenfutter ist im wahrsten Sinne des Wortes „angespült“ worden.

Eine Computer-Animation eines Megalodons und daneben ein Foto von einem weißen Hai
Ein weißer Hai ist bei einem „mächtigen Angriff“ getötet worden – kann das ein Megalodon gewesen sein? (24hamburg.de-Fotomontage, Symbolbild) © anibal/Adobe Stock/Kraslinikov/Pexels

Haifresser in Australien: Ein Orca scheidet für Attacke auf weißen Hai aus – war es ein Megalodon?

Was die Forscher in Australien nun fanden, füttert jetzt den Mythos des Megalodon aufs neue: So stellten die Wissenschaftler an anhand der Daten im gefundenen Sensor fest, dass der Hai plötzlich mit extremer Kraft und in wahnwitziger Geschwindigkeit Richtung Meeresgrund gezogen wurde – ein „mächtger Angriff“. Dabei registrierte der Wärmefühler, schreibt Männersachen.de, einen Temperatursprung von 7 auf 25 Grad Celsius. Die Frage Megalodon oder doch ein Orca war da schnell beantwortet: Zweiterer fällt deswegen aus, da Orcas nur maximal 250 Meter tief tauchen – der Angriff auf den Weißen Hai fand erst in 500 Metern Tiefe ein Ende.

Das angreifende Wesen muss riesig, sehr kräftig, mutig und hungrig gewesen sein. Mit 12 bis 20 Metern Länge war der Megalodon der größte Hai, der jemals gelebt hat. Wann genau der Megalodon ausgestorben ist, können die Wissenschaftler zwar nicht beziffern. Doch die meisten sind sich sicher, dass der Megalodon schon so lange nicht mehr in unseren Weltmeeren anzutreffen ist, dass ihn auch die ersten Menschen schon nicht mehr zu Gesicht bekommen haben dürfen. Mindestens 1,5 Millionen Jahre soll sein Aussterben her sein, die meisten Forscher gehen sogar von drei Millionen Jahren aus. Logisch gesehen, kommt er für den Angriff an dem armen Hai also wirklich nicht infrage. Doch wer weiß? Niemand weiß, die Wissenschaft gibt „große Lücken“ bei der Erforschung der Weltmeere zu, niemand kann sagen, welche mysteriösen Kreaturen noch aus den Tiefen der Meere auftauchen wird.

Lebt der Megalodon am nahezu unerforschten Grund der Tiefsee? Fans sind davon überzeugt

So wahnwitzig auch die neuste Geschichte um den Megalodon auch klingen mag, die Theorie des Tiefsee-Gigantismus besagt etwa, dass die Lebewesen immer gigantischer werden, je tiefer es zum Meeresboden hinab geht. Und gerade der ist weitgehend unerforscht. Ganz, ganz vielleicht könnte der Megalodon sich dorthin zurückgezogen haben. Für die Legendenanhänger scheint dies jedenfalls Fakt – nun einmal mehr.

90 Prozent der Meere sind unerforscht: viel Raum für den Mythos vom Megalodon und anderen Ungeheuern

Immer wieder werden Überbleibsel von Riesenkalmaren in den Mägen von Pottwalen gefunden oder gleich an Land gespült, darunter das bisher größte Exemplar im Jahr 2007 in Südafrika. Mit 27 Zentimeter Durchmesser hatte der Koloss auch die größten jemals bei einem Lebewesen gefunden Augen. Auch gigantische Exemplare eigentlich viel kleinerer Arten erstaunt die Öffentlichkeit immer wieder, fasziniert und schockiert sie zugleich: Etwa der 3,2 Meter großer und 2000 Kilogramm schwere Mondfisch den Fischer im spanischen Mittelmeer aus dem Netz zogen.

Ob wir überhaupt jemals alle Lebewesen entdecken werden, bleibt zu bezweifeln: 90 Prozent der Meere sind nämlich bis heute noch unerforscht. *kreiszeitung.de, 24hamburg.de, fr.de, merkur.de und fnp.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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