1. 24hamburg
  2. Stories

Knallhart-Regeln: Schule verbietet gefärbte Haare, Turnschuhe und falsche Nägel

Erstellt:

Von: Bjarne Kommnick

Kommentare

In England greifen Schulen knallhart durch – und stellen klare Regeln auf, wie Schüler auszusehen haben. Verboten sind sogar Leggings und falsche Wimpern.

Yorkshire – Britische Schulen sind ohnehin für strenge Kleiderordnungen bekannt. Doch an einigen Bildungsstätten geht man nun noch weiter. Die Schulen in der britischen Grafschaft Yorkshire setzen neben der üblichen Kleiderordnung ab sofort auf weitere strikte Vorgaben. Verboten sind unter anderem „unnatürlich“ gefärbte Haaren und Gesichtspiercings – aber auch „enge, unangemessene“ Kleidung oder „extreme Frisuren“, wie „Yorkshire Live“ berichtet.

Grafschaft:Yorkshire
Bevölkerung:3.978.484
Fläche:11.903 km²
Hauptstadt:York

„Wollen sicherstellen, dass unsere Erwartungen an die Schüler klar sind“

Dafür haben die Schulen eine Liste erstellt und an die Familien in Yorkshire vor Ende der Sommerferien versendet. Ein Sprecher der Beckfoot Oakbank School in Keighley erklärt: „Wir planen jetzt für September und wollen sicherstellen, dass unsere Erwartungen an Schuluniformen so klar sind wie unsere Erwartungen an das Verhalten der Schüler“.

Eine britische Schule verbietet den SchülerInnen unter anderem Piercings, gefärbte Haare und ausgefallene Haarkreationen
Eine britische Schule verbietet den SchülerInnen unter anderem Piercings, gefärbte Haare und ausgefallene Haarkreationen. © Hodei Unzueta/imago

Knallhart-Regeln: Schule verbietet gefärbte Haare, Turnschuhe und falsche Nägel

Deshalb seien beispielsweise mehrere Frisuren verboten. Dazu würden sogenannte „Tramlines“ oder „Cat scratches“ gehören, also in die Haare rasierte Striche. Auch an den Augenbrauen seien diese unerwünscht. Zudem sei es untersagt, sich die Haare in „unnatürlichen Farben“ zu färben.

Britische Schule verbietet Piercings und erlaubt nur „dezentes“ Make-up

Auch Skinny-Fit-Hosen, Leggings, Wildlederhosen und sogar künstliche Fingernägel stehen auf der Liste der No-gos. Zudem werde vorgeschrieben, dass nur „dezentes“ Make-up getragen werden dürfe und höchstens ein Schmuckstück je Ohr. Piercings im Gesicht seien generell verboten. Eine Schule im niedersächsischen Scheeßel ist nicht ganz so streng und verbietet dennoch Jogginghosen.

Yorkshire-Schulen beschließen strenge Regeln: Schüler sollen so „schlicht wie möglich“ aussehen

Das ernannte Ziel der Schule sei es, dass das Aussehen der Schülerinnen und Schüler so „schlicht wie möglich“ ausfalle. Auf der Schuluniform dürften demnach auch nur Symbole getragen werden, die von der Schule vorgegeben seien. An der Appleton Academy in Bradford dürfen Schülerinnen und Schüler zudem nicht mit falschen Wimpern zum Unterricht erscheinen.

Außerdem ist „das Tragen von Turnschuhen mit Schuluniform unter keinen Umständen akzeptabel“. In einer Erklärung heißt es: „Die Schule ist stolz auf ihre Uniform“ und deshalb erwarte die Schulleitung, dass die Schülerinnen und Schüler „sie ebenfalls jeden Tag mit Stolz tragen“. Auf eine strikte Erziehung setzt auch eine Mutter aus Arizona, die von ihrem Sohn Geld für eine „Service-Pauschale“ verlangt.

Auch interessant

Kommentare