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Hund rettet Wanderer vor dem Erfrieren – er hält ihn 13 Stunden warm

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Von: Anika Zuschke

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Ein Schlittenhund rettet einen verletzten Wanderer nach einem Sturz im Gebirge vor dem Kältetod. Er hält ihn 13 Stunden lang warm, bis endlich Hilfe kommt.

Velebit-Gebirge – „Die Freundschaft und Liebe zwischen Mensch und Hund kennt keine Grenzen.“ Mit diesen Worten fasst der kroatische Bergrettungsdienst HGSS auf Facebook einen berührenden Vorfall treffend zusammen: In einem kroatischen Naturpark ist ein Wanderer 150 Meter in die Tiefe gestürzt und wäre vermutlich erfroren. Doch der treue Schlittenhund „North“ hat sich 13 Stunden lang wärmend auf den Verunglückten gelegt – und ihn damit allem Anschein nach vor dem Kältetod gerettet! Solch heldenhafte Instinkte hat auch der Hund Max bewiesen, der ein verirrtes dreijähriges Mädchen in Australien stundenlang warmhielt und ihr damit das Leben rettete.

Hunderasse:Alaskan Malamute
Lebenserwartung:10 bis 12 Jahre
Ursprung:USA
Temperament:Verspielt, Freundlich, Hingebungsvoll, Anhänglich, Loyal, Würdevoll

Schlittenhund hält verletzten Wanderer 13 Stunden lang warm – und schützt ihn vor dem Erfrieren

Das gefährliche Unglück mit Happy End ereignete sich am Samstag, 1. Januar 2022 im Velebit-Gebirge, ein Gebirgszug an der Küstenregion Kroatiens – dieser könnte Indianer-Fans aus den bekannten Karl-May-Filmen bekannt vorkommen. Drei Wanderer wollten mit dem „Alaskan Malamute“ North die schöne Kulisse für sich entdecken, als einer von ihnen auf knapp 1700 Metern Höhe ausrutschte. Mitsamt Hund stürzte der Wanderer Grga Brkic etwa 150 Meter in die Tiefe und verletzte sich schwer am Bein, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Die Verletzung war so schmerzhaft, dass Brkic es aus eigenen Stücken nicht zurück auf den Wanderweg schaffte. Seine beiden Begleiter riefen Hilfe, konnten jedoch selber nicht an den Unfallort gelangen. Außerdem wurde die Rettungsaktion durch die kroatische Bergrettung aufgrund von Schnee, Eis und abgebrochenen Ästen zusätzlich erschwert. Erst 13 Stunden nach dem Sturz konnte Brkic von 30 Ersthelfern geborgen werden, berichtet „The Guardian“. Eine wohl weniger spektakuläre, dafür jedoch recht lustige Rettung ereignete sich ebenfalls erst vor wenigen Tagen in Berlin, als eine 80-jährige Frau einen Schwan rettete und damit als mutige Heldin viral ging.

Ein Alaskan Malamute und der Schlittenhund North, der den verunglückten Wanderer Grga Brkic wärmt.
Heldenhafter Schlittenhund „North“ rettet einen verunglückten Wanderer vor dem Erfrieren. (kreiszeitung.de-Montage/links: Symbolbild) © agefotostock/Imago/Screenshot Facebook: @HGSS - Hrvatska Gorska Služba Spašavanja

Schlittenhund „North“ stürzt mit in die Tiefe – der Alaskan Malamute beweist rührende Retter-Instinkte

13 Stunden sind eine lange Zeit, um verletzt im Schnee gefangen zu sein, unfähig, sich zu bewegen. Doch zum Glück ist Schlittenhund North unverletzt geblieben und hat unglaubliche Instinkte bewiesen. Alaskan Malamutes gelten als extrem robust, sind bekannt für ihr Durchhaltevermögen und haben ein besonders wasserfestes und dichtes Fell – das ist dem Hund bei diesem dramatischen Vorfall zugute gekommen.

Ein Alaskan Malamute spielt im Schnee.
Schlittenhund rettet einen Wanderer vor dem Kältetod. (Symbolbild) © agefotostock/Imago

Die Freundschaft und Liebe zwischen Mensch und Hund kennt keine Grenzen.

Aus Facebook-Post des Bergrettungsdienstes HGSS zum Vorfall

North rollte sich auf seinem verletzten Schützling zusammen und spendete ihm die Wärme, die er dringend brauchte. Damit bewies sich der Schlittenhund laut kroatischem Bergrettungsdienst als wichtiger Ersthelfer. Man könne sich ein Beispiel an dem Hund nehmen, was Fürsorge betreffe. Dass Hunde ihren Besitzern treu ergeben sind und fast alles für sie tun würden, beweist auch eine mutige Hündin in Minnesota, die ihre Familie vor tödlichen Flammen rettete.

Dramatischer Sturz in Kroatien mit Happy End: Hund und Wanderer überleben – „Hund ist ein echtes Wunder“

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Für Wanderer Brkic und Hund North ist der Unfall zum Glück glimpflich ausgegangen. Ein Cousin des Verunfallten, der eigentliche Besitzer von North, sagte gegenüber der Tageszeitung „Jutarnji List“ stolz: „Dieser Hund ist ein echtes Wunder, freundlich, sympathisch – vielleicht mag er die Menschen mehr als andere Hunde.“ Auch der Bergrettungsdienst preist den heldenhaften Hund auf Facebook an: „Aus diesem Beispiel können wir alle lernen, wie man sich umeinander kümmert.“

Dass dieses Ereignis kein Einzelfall ist, zeigen viele Hunde – bei denen besonders Babys einen extremen Beschützer-Instinkt zu wecken scheinen: In Indien rettete eine ganze Hundefamilie ein ausgesetztes Baby durch Kuscheln vor dem Erfrieren* und als schlauer Schutzengel entpuppte sich ein Hund in Boston, der ein Kleinkind mit Atemstillstand vor dem Tod bewahrte*. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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