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Heiner Lauterbach zerstört das Gendern: „Macht die Frauen schwächer“

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Von: Yannick Hanke

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Mit Heiner Lauterbach arbeitet sich der nächste Prominente am Gendern ab. Der Schauspieler hält es für kontraproduktiv und sieht gar eine Schwächung der Frauen.

München – Am Gendern scheiden sich die Geister. Die eine Seite hält es für zeitgemäß, die andere Seite reagiert beim Gendern nur kopfschüttelnd. Immer mehr Prominente in Deutschland, vornehmlich ältere, weiße Männer, äußern sich zu diesem Wandel der Sprache – und das zumeist in einem negativen Kontext. Scooter-Frontmann H.P. Baxxter findet das „Gendern zum Kotzen“, Schauspieler Heiner Lauterbach lässt nun ebenfalls kein gutes Haar am Gendern.

Schauspieler:Heiner Lauterbach
Geboren:10. April 1953 (Alter 69 Jahre), Köln
Ehepartnerin:Viktoria Lauterbach (verh. 2001), Katja Flint (verh. 1985–2001)
Kinder:Maya Lauterbach, Oscar Lauterbach, Vito Lauterbach
Bücher:Nichts ausgelassen: Autobiographie u.v.m.
Eltern:Hans Lauterbach, Maya Lauterbach

Heiner Lauterbach wettert gegen das Gendern – und sieht darin eine Schwächung der Frau

Die Sprachmodifikation des Genderns, die laut Sänger Heinz Rudolf Kunze nur von „Barbaren und Idioten“ verwendet wird, findet bei Heiner Lauterbach kaum Anklang. Im Gegenteil: Der Schauspieler ist sogar davon überzeugt, dass das Gendern der Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern abträglich ist, letztendlich also nur schadet. Eine steile These, an der Heiner Lauterbach aber unbeirrt festzuhalten scheint.

Schauspieler Heiner Lauterbach sitzt auf einer Bank vor einer roten Wand, er trägt einen feinen Anzug. Im kleinen Bild ist „*innen“ zu lesen.
Schauspieler Heiner Lauterbach ist kein Freund vom Gendern – und sieht darin sogar eine Schwächung der Frauen. (24hamburg.de-Montage) © Christoph Soeder/dpa/Christian Ohde/imago

Sobald er das Gendern im täglichen Sprachgebrauch höre, sei der Schauspieler amüsiert. Im selben Atemzug verrät Heiner Lauterbach der Funke-Mediengruppe Folgendes: „Muss man Ihnen mit ‚innen‘ wirklich zeigen, dass Sie auch gemeint sind?“ Eine Frage, auf die der 69-Jährige wohl keine Antwort erwartet, da er sie insgeheim für sich längst beantwortet hat.

„Genderdeutsch“ in der Kritik: Schauspieler Heiner Lauterbach arbeitet sich am Gendern ab

Einmal übers Gendern in Rage geredet, kann Heiner Lauterbach gar nicht mehr aufhören. Der Schauspieler mit Wohnsitz am Starnberger See in Bayern, wo auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Gendern Einhalt gebieten will, nennt das Beispiel einer Moderatorin des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, die in einer Talkshow über das Gendern spricht.

Wenn sich diese Moderatorin erst jetzt angesprochen fühle, nachdem das „Genderdeutsch“ eingeführt wurde, stelle sich Heiner Lauterbach folgende Frage: „Hat sie sich 40 Jahre lang nicht angesprochen gefühlt, wenn beispielsweise von Studenten die Rede war?“

Heiner Lauterbach glaubt, dass Gendern „die Frauen schwächer macht“

Grundsätzlich fragt sich Heiner Lauterbach aber auch, wer überhaupt das Gendern erfunden hat – und ob es denn tatsächlich nötig sei. Geht es nach dem Schauspieler, ist die Antwort bereits klar: Nein, das Gendern braucht es nicht. Ist damit alles gesagt? Nicht ganz, eines möchte Heiner Lauterbach noch gesagt wissen:

Ich glaube auch, dass man damit die Frauen schwächer macht.

Schauspieler Heiner Lauterbach spricht mit der Funke-Mediengruppe über das Gendern

Mit seinen kritischen Worten gegenüber dem Gendern steht Lauterbach aber längst nicht allein auf weiter Flur. Bereits andere Prominenten aus Deutschland hatten sich in jüngerer Vergangenheit ganz ungeniert über das Gendern ausgelassen. Hierzu zählen die Schriftstellerin Elke Heidenreich, die gegen die Gender-Sprache motzt, und Comedian Jürgen von der Lippe, der gegen das Gendern ätzt.

Gendern wird zurZielscheibe deutscher Promis – Dieter Hallervorden sieht „Vergewaltigung der Sprache“

Die wohl „schillerndste“ Rolle im Affront gegen das Gendern nimmt aber wohl Comedian Dieter Hallervorden ein, der im Gendern gar eine „Vergewaltigung der Sprache“ sieht. Mit dieser Behauptung löste Hallervorden zunächst einen veritablen Shitstorm aus, eher der Comedian sogar noch mit einem Song zu dem Thema nachlegte.

Wie eingangs erwähnt, wird eines schnell auffällig: All die Prominenten aus Deutschland, die gegen das Gendern wettern, haben bereits ein gewisses Alter erreicht. Oder aber sie gehören mehr oder minder der gleichen Generation an. Möglicherweise möchte man sich in diesem „Lager“ nicht mehr an neue Impulse aus und in der Sprache gewöhnen – und das Gendern ist ein zu großer Dorn im Auge.

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