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Giftige Spinne Ammen-Dornfinger beißt Menschen – sogar durch Jeans

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Von: Olaf Kubasik

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Die Giftspinne Ammen-Dornfinger lauert besonders im Sommer in Gräsern. Sie beißt Menschen, ihre Giftklauen durchdringen selbst festen Jeansstoff.

Es ist im Sommer überhaupt keine gute Idee, durch hohe Gräser zu schlendern (allein schon wegen Zecken). Weder auf Waldlichtungen und Ackerbrachen noch an Wegrändern und Bahndämmen oder Offen-Biotopen. Denn dort können ihre eiergroßen Gespinste sein – und wer sie zerstört, muss mit einem Biss rechnen. Einem giftigen Biss, der NABU-Expertin Felicitas Rechtenwald sogar zu „Fieber, Kreislaufversagen, Schwindel, Schüttelfrost oder Erbrechen“ führen kann.

Der Ammen-Dornfinger hat sich mittlerweile in Baden-Württemberg ausgebreitet. Diese Spinne zählt wie der Schwarzblaue Ölkäfer zu den zehn giftigsten Tieren Deutschlands. Und allein schon ihr Anblick sorgt bei Arachnophobikern mit Sicherheit für Herzflattern. Die Horror-Spinne kann im Gegensatz zu anderen in Deutschland vorkommenden Artgenossen aber noch mehr: Ihre giftigen Beißwerkzeuge durchdringen die menschliche Haut, wie echo24.de berichtet.

NameAmmen-Dornfinger
OrdnungWebspinnen
Fortpflanzungszeit in MitteleuropaJuli
Hauptvorkommen in DeutschlandBaden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt

Giftige Spinne beißt auch Menschen: Ammen-Dornfinger breitet sich aus

Wer nicht ein Gespinst des Ammen-Dornfingers zerstört, muss sich kaum Sorgen machen, von der giftigen Spinne gebissen zu werden. DENN: Sie ist nachtaktiv, geht laut Rechtenwald, die beim NABU Baden-Württemberg als Referentin für Artenschutz fungiert, „nur in der Dunkelheit auf Nahrungssuche“. Männchen können sich aber bei der Suche nach Fortpflanzungsmöglichkeiten in Häuser verirren – wie eine andere heimische Grusel-Spinne in kalten Jahreszeiten. Und dabei kann es dann sogar in seltenen Fällen zu schmerzhaften Aufeinandertreffen mit Menschen kommen (siehe Kasten unten).

Die Giftspinne Ammen Dornfinger hockt auf ihrem eigroßen Gespinst
Die Giftspinne Ammen Dornfinger hat sich in Deutschland ausgebreitet. Sie beißt Menschen – ihre Giftklauen durchdringen selbst festen Jeansstoff © Hecker/Sauer/ / Picture Alliance

Die betroffenen Gliedmaßen können auch extrem anschwellen, weswegen ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Felicitas Rechtenwald, NABU-Referentin für Artenschutz

Normalerweise reagieren vom Ammen-Dornfinger gebissene Menschen relativ harmlos. NABU-Expertin Felicitas Rechtenwald erklärt: „Der Schmerz und die Wirkung des Bisses sind dabei in den meisten Fällen mit einem Wespenstich vergleichbar.“ Dennoch gebe es Ausnahmen: „Die betroffenen Gliedmaßen können auch extrem anschwellen, weswegen ein Arzt aufgesucht werden sollte.“ Aber Rechtenwald vom NABU Baden-Württemberg betont ebenfalls, dass dies alles kein Grund zur Panik sei: „Mit wenig Um- und Rücksicht kann man gut mit dem wärmeliebenden Neubürger zusammen leben.“ *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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