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Giftfisch Petermännchen in der Ostsee: So gefährlich sind die Folgen eines Stichs

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Von: Bona Hyun

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Die „Petermännchen“ Fische sind hochgiftig – bereits ein Stich ist schmerzhaft und kann Eiterblasen bilden. Viele lauern verbuddelt in der Ostsee.

Hamburg – Er gehört zu einem der giftigsten Tiere Europas: Der Petermännchen-Fisch lauert meistens verbuddelt im Gewässer. Gerade im Sommer und Frühjahr suchen Petermännchen flache Gewässer auf. Badegäste sollten sich nicht nur vor Vibrionen an der Ostsee in Acht nehmen, denn die giftigen Fischer kommen auch an der Nord- und Ostsee vor.

Im Extremfall kann ein einziger Stich des Petermännchens Eiterblasen bilden. Kontakt sollte daher unbedingt vermieden werden.

Familie von Fischen aus der Ordnung der Barschartigen:Petermännchen
Nahrung:Jungfische
Giftigkeit:5-Hydroxytryptamin (Serotonin) und ein Eiweiß

Hochsaison der Petermännchen: Giftfisch lauert in Ostsee – Stich ist extrem schmerzhaft

Die giftigen Petermännchen-Fischer haben Laichzeit. Sie leben entlang der Atlantik-Küste, in der Nord- und Ostsee, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer, wie die Giftzentrale Bonn laut RTL Nord berichtet. Sie graben sich in den Sand ein und sind deshalb nicht sehr sichtbar. Vor versteckten Gefahren müssen sich auch Hundebesitzer im Sommer hüten. Eine große Gefahr für die Vierbeiner sind allerdings Algen und keine schmerzhaften Tiere in der Ostsee.

Was passiert genau, wenn man ungewollt in Kontakt mit einem Petermännchen kommt?

Ein Petermännchen und eine geschwollene Hand
Petermännchen-Fische sind giftig – ein Stich kann zu monatelangen Folgeschäden und Schmerzen führen. (24hamburg.de Montage) © localpic/imago/Wolfgang Runge/dpa

Giftfisch in Ostsee – ein Stich des Petermännchens bildet im Extremfall Eiterblasen  

Die giftigen Stacheln des Petermännchen-Fisches können monatelange Schmerzen verursachen – ein einziger Stich reicht völlig aus. Geringste Mengen des Gfites können schwerwiegende Symptome hervorrufen. An der Stichstelle entsteht eine Gewebeschwellung und im Extremfall bilden sich Eiterblasen. Die Wunder wird taub und Betroffene erleiden Symptomatiken wie Brechreiz, Kreislaufkollaps und Herzrhythmusstörungen.

Es gebe „schwere Verläufe mit nervlichen Folgeschäden, die Monate anhalten“. Das teilte Prof. Dr. Andreas Schaper, Leiter des Giftinformationszentrums-Nord, RTL Nord mit. Ganz selten führt das Gift des Petermännchens laut krone.at bei einer allergischen Reaktion zum Herzstillstand. Dr. Andreas Schaper ist allerdings noch kein Todesfall untergekommen.

Stich eines Petermännchens – wie sollten sich Betroffene nach einem Kontakt verhalten?

Nach einem Kontakt mit dem Petermännchen sollten Betroffene den Stachel sofort entfernen und einen Arzt aufsuchen, der einem eine Tetanus-Impfung gibt. Sonst droht lebensbedrohlicher Wundstarrkampf. Bakterien können sich besser ausbreiten, wenn die Wunde verschlossen oder bedeckt wird – daher lieber die Stelle offen lassen und erhitzen. Das Gift beginnt bei etwa 40 Grad, sich zu zersetzen.

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Ein Gegengift gebe es noch nicht – die Therapie orientiere sich an den Symptomen. So teilte es Dr. Martin Ebbecke vom Giftinformationszentrum Nord dem Magazin GEO mit. Von einer Behandlung mit moderater Hitze rät Prof. Dr. Andreas Schaper ab, da es durch ungeübte Anwendung zu Verbrühungen komme.

Urlauberin von Petermännchen gestochen – sie rät: Nur noch mit Badesandalen schwimmen gehen

Eine Urlauberin erfuhr, wie schmerzhaft die Stiche des Petermännchens sein können. Beim Baden auf Malllorca begegnete sie einem der Giftfische. RTL Nord zufolge schreibt sie auf Facebook, wie schmerzhaft der Stich ist und dass ihr Fuß immer noch dick sei. Sie legt anderen Bädegästen ans Herz, mit Schuhen schwimmen zu gehen. Auch Prof. Dr. Andreas Schaper rät vor allem Kindern, dass sie auf jeden Fall mit Badesandalen im Meer schwimmen und spielen. Angler sollten laut augsburger-allgemeine.de Handschuhe tragen, wenn ihnen der Giftfisch ins Netz geht. Taucher sollten unbedingt Abstand halten, denn die Fische könnten plötzlich angreifen.

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