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Genialer Trick: Polizei löst Aktivisten mit Speiseöl von der Autobahn

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Von: Yannick Hanke

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Klima-Aktivisten kleben sich auf einer Autobahnauffahrten fest – und werden von den Haushaltstricks der Polizei überrumpelt: Salatöl löst Kleber.

Berlin – Mega-Protest-Aktion der Umweltschutzgruppe „Letzte Generation“ in Berlin. Am Montagmorgen, 20. Juni 2022, war es so weit. Die Klima-Aktivisten setzen ihren Plan um und blockierten an insgesamt zehn Stellen in der Hauptstadt Autobahnauffahrten. Dabei sollten sich skurrile bis bizarre Szenen abspielen.

Polizei löst festgeklebte Klima-Aktivisten mit Speiseöl von der Autobahn

Wie unter anderem die dpa berichtet, war vor allem die A100 besonders empfindlich von der großen Protest-Aktion betroffen. So sollten sich am Nordufer des Berliner Westhafens drei Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“, die auch schon einen Hörsaal der Uni Hamburg besetzten, am Ende von Deutschlands meistbefahrener Autobahn festkleben.

Eine Klima-Aktivistin der „Letzten Generation“ hat sich an einer Autobahnauffahrt in Berlin festgeklebt. Ein Polizist hält eine Flasche Olivenöl in der Hand und versucht damit, ihre Hand von der Straße zu lösen.
Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ klebten sich an Berliner Autobahnauffahrten fest. Die Polizei musste ihre Hände mit Olivenöl von der Fahrbahn lösen. (24hamburg.de-Montage) © Paul Zinken/dpa

Auf diesem Wege erzeugte das Trio einen kilometerlangen Stau in südlicher Richtung. Es hätte bis 10:00 Uhr vormittags gedauert, ehe der Verkehr zumindest wieder langsam abfließen konnte. Bereits ab 09:40 Uhr hatten die Polizisten damit begonnen, die festgeklebten Studenten wieder von der Straße zu lösen – mithilfe von Olivenöl.

„Letzte Generation“ protestiert in Berlin gegen Klima-Politik der Bundesregierung

Richtig gelesen: Um den Klebstoff lösen zu können, griffen die Polizisten kurzerhand auf Olivenöl aus dem Supermarkt zurück. Dies geschah unter Protest der anwesenden Demonstranten, die für das Lösen ihrer Hände von der Straße einen Notarzt forderten. Darüber hinaus gerieten die Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ mal wieder mit mehreren Autofahrern in Streit.

Einige haben sehr verärgert reagiert und auch versucht, uns von der Fahrbahn zu zerren. Es ist aber nichts passiert. Wir waren noch nicht festgeklebt, weil wir damit warten, bis die Polizei da ist.

Klima-Aktivist Friedrich Graeber gegenüber „Focus Online“

Zum Hintergrund: Schon seit längerem rufen die Organisatoren der „Letzten Generation“ ihre Aktivisten dazu auf, nach Berlin zu kommen. Bei diversen, gemeinsamen Aktionen wird dann gleichzeitig der Verkehr in der Hauptstadt lahmgelegt. Die Umweltschützer nehmen vor allem die Bundesregierung in die Pflicht und fordern unter anderem eine Erklärung gegen die Förderung von Rohöl in der Nordsee.

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