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Laden feuert Mitarbeiter nach 13 Jahren – ganzes Team schmeißt hin und geht

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Von: Bjarne Kommnick

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Alle Mitarbeiter eines Starbucks verlassen aus Protest gemeinsam den Laden. Der Grund: Ein geschätzter Kollege wird nach 13 Jahren gekündigt.

Buffalo – „Ist es das, wofür ihr bekannt sein wollt?“, fragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Starbucks Filiale im US-amerikanischen Buffalo. Nachdem die Managerin des Standortes einen im Team hochgeschätzten Kollege nach 13 Jahren gekündigt hatte, beschließen seine Kolleginnen und Kollegen, ebenfalls den Dienst zu quittieren und den Laden gemeinsam zu verlassen. Das Ganze halten sie auf einem Video fest und posten es auf TikTok.

Stadt:Buffalo
Höhe:183 m
Bevölkerung:255.805
Fläche:136 km²

Starbucks kündigt Mann nach 13 Jahren – ganzes Team schmeißt hin und haut ab

Mittlerweile haben über 20 Millionen Menschen das Video auf der Social-Media-Plattform angesehen, mehr als 3,7 Millionen Nutzerinnen und Nutzer markierten den Clip bereits mit „Gefällt mir“. Doch wie ist es überhaupt zu dem Showdown gekommen? Der Grund für die Kündigung ist erschreckend.

Langjähriger Mitarbeiter wird gekündigt – weil er in der Gewerkschaft ist

Laut den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei der einzige Grund für den Rauswurf des langjährigen Kollegen, dass er Gewerkschafts-Vertreter seiner Filiale geworden ist, um sich für die Arbeitsrechte seines Teams einzusetzen.

Zuletzt kündigte auch das gesamte Personal eines Restaurants in Macon wegen 7-Tage-Wochen und mangelnder Werschätzung. Auch Mitarbeiter eines Supermarktes in Texas kündigen gemeinsam, weil der Chef „keinen Respekt“ habe.

Starbucks Filialie in Buffalo.
Ein Video auf Tiktok zeigt, wie alle Mitarbeiter einer Starbucks-Filiale gemeinsam den Laden verlassen. © Tiktok / sbworkersunited

Starbucks kündigt langjährigen Mitarbeiter – aus Solidarität geht sein ganzes Team

In den USA rechnen Experten derweil mit einem starken Aufschwung von Gewerkschaften. Immer häufiger schließen sich Starbucks-Filialen der Gewerkschaft an, so auch der Standort in Buffalo. Bisher seien es jedoch gerade einmal sechs von 9000 Filialen insgesamt, die sich in einer Gewerkschaft organisieren.

Caféhaus-Kette in den USA: 100 Filialen kündigen Gewerkschaftsbeitritt an

Doch bereits mehr als 100 Filialen aus 25 Bundesstaaten haben angekündigt, sich der Gewerkschaft anschließen zu wollen. Vielen Chefs scheint das ein Dorn im Auge zu sein – offensichtlich auch der Managerin der Starbucks-Filiale in Buffalo. Immerhin gibt es damit eine Lobby für das Personal, die sich für die Regulierung von Arbeitsbedingungen einsetzt. Zuvor habe es dafür keine Grundlage gegeben. Wegen schlechten Arbeitsbedingungen kündigte auch das Personal eines Supermarktes in Apache, weil es im Laden unerträglich heiß gewesen ist.

Das Team des gefeuerten Kollegen schäumt: „Ihr wisst, dass das nicht richtig ist“

Das Personal beschreibt, dass die Managerin des Starbucks nicht einmal in der Lage gewesen sei, dem Angestellten bei der Kündigung ins Gesicht zu schauen. Auf einem zweiten Video ist zu hören, wie eine Mitarbeiterin sagt: „Ihr wisst, dass das nicht richtig ist“ und vorschlägt, den Laden zu verlassen. Nach erstem Zögern haben sich mit der Idee immer mehr Angestellte der Filiale angefreundet: „Also hat sich das Personal dafür entschieden, aus Protest den Laden zu verlassen“.

Nutzer unterstützen Starbucks-Mitarbeiter: „Ihr seid unglaublich mutig!“

Auf Social Media bekommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel Zuspruch. „Unglaublich mutig, das zu tun, das ist Solidarität“, schreibt ein Nutzer unter dem Video. Ein anderer schreibt: „Ich gehe nicht wieder zu meinem lokalen Starbucks, bis der Standort der Gewerkschaft beigetreten ist“. Andere merken an, dass die Kündigung rechtswidrig sei: „Jemanden dafür zu feuern, das ist illegal, er sollte auf jeden Fall auf sein Recht berufen und sich unbedingt wieder einklagen“, schreibt ein User.

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