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Ganzes Post-Office „richtig high“ – weil sie aus Versehen Hasch Brownies aßen

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Von: Bona Hyun

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Eine ganze Postabteilung konnte einen Tag lang nichts zustellen: Sie waren bekifft, weil sie zuvor versehentlich mit Cannabis gefüllte Brownies gegessen hatten.

Clapham – Ahnungslose Postbeamte konnten einen ganzen Tag lang ihren Dienst nicht antreten – fast alle Mitarbeiter des „Royal Mail Clapham Delivery Office“ befanden sich nämlich in einem arbeitsunfähigen Zustand: Sie waren total bekifft. Denn am selben Morgen aßen fast alle unwissentlich Hasch Brownies, welche zuvor in der ganzen Abteilung verteilt worden waren. Die Brownies waren der Inhalt eines unzustellbaren Pakets – am Ende sammelte ein nüchterner Postbeamte alle benebelten Briefträger wieder ein. Ein unvergesslicher Arbeitstag für alle Beteiligten.

Stadtteil im Südwesten Londons:Clapham
Vorwahl:020
London Borough:Lambeth
Post Town:London

Ganze Postabteilung isst unwissentlich Hasch Brownies – und kann einen ganzen Tag nichts ausliefern

Das Postamt „Royal Mail Clapham Delivery Office“ konnte einen ganzen Tag lang keine Post ausliefern. Was beim ersten Hören nach einer Arbeitsverweigerung wegen Lohn wie beim Fahrer-Aufstand von Amazon-Mitarbeitern in Hamburg klingen könnte, ist eigentlich viel skurriler: Royal Mails-Mitarbeiter hatten morgens zwischen 5:30 Uhr und 7:30 Uhr, also direkt vor Dienstbeginn, unwissentlich Hasch Brownies gegessen. Die Folgen waren für die Mitarbeiter deutlich spürbar und so amüsierten sich die Passanten über halluzinierende und orientierungslose Briefträger, die auf den Straßen in London umhertorkelten.

Zwei Royal Mail Mitarbeiter bei der Arbeit und Brownies.
Britische Postmitarbeiter essen aus Versehen Haschbrownies und können die Post einen Tag lang nicht zustellen. (24hamburg.de-Montage) © Thomas Francois/imago

Da konnten die Kunden noch so lange auf ihre Zustellung warten und sich dabei genauso aufregen wie die Fans des deutschen TV-Kochs Tim Mälzer, der seine Fans verärgerte, weil zig Kunden ihre Kochbox nicht bekamen. Besonders zur Hochsaison, wie an Weihnachten, werden Pakete teilweise sogar falsch ausgeliefert – zu beachten beim Umtausch falscher Weihnachtsgeschenke sind so einige Sachen. In London aber war eins klar: Die Mitarbeiter des „Royal Mail Clapham Delivery Office“ waren an dem Tag wirklich zu nichts mehr in der Lage. Dazu gab es auch Videomaterial, welches auf Instagram gepostet und dann aber wieder gelöscht wurde.

„Richtig high“ – Postbeamte verteilen unzustellbaren Paketinhalt mit Hasch Brownies im Postamt

In dem einst hochgeladenen Video ist laut Bericht von „DailyMail“ unter anderem ein bekiffter Postmann zu sehen. Ein anderer Kollege, der scheinbar keinen der Brownies angerührt hatte, eilte ihm zur Hilfe und fragte: „Geht es dir gut? Lass mich den Postwagen ziehen.“ Im Hintergrund hört man eine weitere Person sagen: „Du bist einfach nur richtig high!“. Der sehr zugedröhnte Mann versuchte zurück im Büro schließlich, unter großer Bemühung zu erklären, dass er vier Brownies gegessen hatte. Ein weiterer Mitarbeiter verlor jegliches Zeitgefühl – der Weg zur Tür würde für ihn „ewig andauern“. Am Ende erklärte sich ein nüchterner Beamter bereit, seine bekifften Kollegen alle einzeln nach Hause zu fahren – laut seiner Aussage seien fast alle Postbeamten aus Clapham high gewesen.

Die dafür verantwortlichen Hasch Brownies lagen eine Weile ungeöffnet in der Royal Mail Postabteilung. In dem Video hieß es, dass die Mitarbeiter ein unzustellbares Paket erhalten hatten – eine Rücksendeadresse war ebenfalls nicht angegeben und als die Zusteller zur Empfängeradresse fuhren, war das Haus leer. Die als Gebäck getarnten Drogen sollten wohl eine Sonderzustellung sein, wie sie auch eine Besitzerin erhielt, der ein UPS-Fahrer ihren vermissten Hund nach Hause lieferte*, nachdem dieser ausgebüxt war. Die mit Cannabis gefüllten Brownies vermisste scheinbar weder Empfänger, noch Absender – von daher machten sie einen Monat später in der ganzen Postabteilung die Runde.

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Nach Hasch Brownie-Vorfall: Sprecher des Postamts äußert sich tadelnd

Mittlerweile hat sich auch ein Sprecher des „Royal Mail Clapham Delivery Office“ zu dem Vorfall geäußert: „Wir nehmen diese Sache sehr ernst. Wir haben nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, welches darüber entscheiden wird, ob es erforderlich ist, Konsequenzen zu ziehen“, so der Sprecher. Das berichtete der Nachrichtensender „CNN-News 18“. Zudem riet der Sprecher seinen Mitarbeitern folgendes: „Wir möchten außerdem alle Mitarbeiter des Postamts auf eine korrekte Umgangsweise mit nicht zustellbaren Lieferwaren hinweisen.“

Demnach hätten die Postbeamten also die Brownies gar nicht erst anrühren sollen – was den Angestellten teuer zu stehen kam, weil sie sich einen ganzen Tag lang im Rauschzustand befanden. Für ihren Drogenkonsum werden sie zumindest vorerst rechtlich nicht angefochten, im Gegensatz zu Lehrern, die eine Party feierten – wo die Polizei dann aber Drogen fand. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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