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Ganzes Polizei-Revier bereitet Jungem ohne Zuhause Weihnachtsbescherung

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Von: Susanne Kröber

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Ein Zwölfjähriger ohne Zuhause strandet vor Weihnachten in einem Polizei-Revier. Die Polizisten geben alles, um dem Jungen seine erste echte Bescherung zu bieten.

Nottingham – Damit hatte der Junge sicher nicht gerechnet! Nachdem ein obdachloser Zwölfjähriger mit nichts als einer schwarzen Mülltüte in seinem Besitz auf einer Polizeiwache in Nottingham aufgetaucht war, legten die Beamten zusammen und kauften dem Jungen Weihnachtsgeschenke. Denn seine Geschichte berührte die Beamten – und sie wollten dem Jungen ein Weihnachtsfest ermöglichen, wie es für die meisten Kinder selbstverständlich ist.

Stadt in England:Nottingham
Fläche:74,61 km²
Bevölkerung:331.297 (2019, Eurostat)
Höhe:46 m

Ein ganzes Polizei-Revier beschenkt Jungen ohne Zuhause – er besaß fast nichts

„Es passiert sehr leicht, dass man als Polizist einen Vorfall vergisst, da wir so schnell mit dem nächsten Fall zu tun haben“, so Wachtmeisterin Megan Barnard von der Polizei in Nottingham gegenüber Mail Online. „Aber dieser Fall blieb vielen Beamten im Gedächtnis, vor allem mir selbst, nachdem ich seine herzzerreißende Geschichte gehört habe.“

130 britische Pfund (umgerechnet ca. 154 Euro) aus eigener Tasche sammelten die Beamten für den obdachlosen Jungen, dazu kamen Sachspenden. Und so konnten die Polizistinnen und Polizisten den Zwölfjährigen kurz vor Weihnachten mit einer Fußballausrüstung, einem Pullover, Pflegeprodukten und einem Golf-Set überraschen. Eine schöne Weihnachtsüberraschung durften auch diese Patienten erleben: Ein Lichter-Treckerkorso brachte Weihnachtsessen ins Hospiz* – darum kümmerten sich niedersächsische Landwirte.

Polizist mit Weihnachtsmütze (links) und Geschenke unter einem Weihnachtsbaum (rechts).
Die Beamten einer britischen Polizeistation überraschten einen obdachlosen Jungen jetzt mit Geschenken zu Weihnachten. (Symbolbild) © picture alliance/John Walton/Imago

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„Es ist großartig zu sehen, wie die Polizisten zusammen all das Geld gesammelt haben, sodass wir ihm ein Lächeln ins Gesicht zaubern und ihn beschenken konnten.

Megan Barnard, Polizistin mit Herz

„Da man weiß, wie hart die Weihnachtsfeiertage manchmal für Leute sein können, die sowas durchgemacht haben, und die mit leeren Händen dastehen, haben wir beschlossen, Geld zu sammeln, um sicherzustellen, dass er an Heiligabend etwas zu öffnen hat“, zitiert Mail Online Megan Barnard. Vor allem die Hilfsbereitschaft der Kollegen erfüllt die Polizeibeamtin mit Stolz. „Es ist großartig zu sehen, wie die Polizisten zusammen all das Geld gesammelt haben, sodass wir ihm ein Lächeln ins Gesicht zaubern und ihn mit Dingen beschenken konnten, die er brauchte und sich gewünscht hat.“ Hilfsbereit zeigen sich immer wieder auch andere angeblich „harte“ Kerle: Weil sie gemobbt wurde, eskortierte ein Bike-Club ein Mädchen zur Schule* – ebenso wie Biker einen Jungen mit Down-Syndrom zur Schule brachten*, um ihm einen tollen Start dort zu ermöglichen.

Polizisten mit Herz: „Es geht nicht immer nur darum, Leute zu verhaften und Verbrecher zu schnappen“

Der Junge, der inzwischen laut Mail Online bei einer Pflegefamilie untergekommen ist, bekam die Geschenke kurz vor Weihnachten überreicht. „Wir wollten ihm zeigen, dass die Erfahrungen, die er in seinem Leben bisher machen musste, nicht bestimmen, wer er ist“, so Barnard. „Für Polizeibeamte geht es nicht immer nur darum, Leute zu verhaften und Verbrecher zu schnappen – es geht um mehr als das, und Situationen wie diese zeigen, dass wir menschliche Wesen sind, die jeden unterstützen, der unsere Hilfe braucht.“ Ein riesiges Herz bewiesen auch andere Beamte: Ein ganzes Polizei-Revier adoptierte einen Straßenhund und gibt ihm ein liebevolles Zuhause*.

„Das ist eine herzerwärmende Geschichte“, zeigt sich auch der Stadtrat von Nottingham, David Mellen, begeistert. „Ein kleiner Junge wird nun glücklicherweise Weihnachten damit verbringen, sich an der Freundlichkeit der Polizeibeamten und der Sicherheit eines liebevollen Zuhauses zu erfreuen.“ Genau die fehlte auch einem Säugling schon direkt nach seiner Geburt, die Eltern ließen ihn einfach auf einem Feld zurück. Doch eine Hundefamilie rettet das ausgesetzte Baby vor dem Erfrieren* – durch rührendes Kuscheln. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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