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Mega-Fund im Pazifik: Durchsichtig, glibberig und gefleckt – Forscher entdecken „Scheibenbauch“

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Von: Yasina Hipp

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Ein Exemplar des „Crystallichthys cyclospilus“.
Ein Exemplar des „Crystallichthys cyclospilus“ („Scheibenbauch“) aus dem nördlichen Pazifik. © Screenshot/Twitter/sarahtfried

Ein durchsichtiger glibberiger Fisch sorgt auf Twitter für Begeisterung. Forscher fanden das besondere Lebewesen in den Tiefen des Pazifiks.

Washington D. C. - In den unendlichen Wassermassen der Meere und Ozeane lebt so einiges, was dem menschlichen Auge noch nie untergekommen ist. Immer wieder machen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aber aufregende Entdeckungen und begeistern mit unwirklichen Kreaturen, wie beispielsweise dem Anglerfisch aus der Tiefsee. Nun präsentiert eine Forscherin der National Oceanic and Atmospheric Administration(NOAA) der Vereinigten Staaten ein weiteres kurioses Exemplar aus dem Ozean. Der wissenschaftliche Name lautet „Crystallichthys cyclospilus“. Das berichtet tz.de.

Pazifik: Forscherin freut sich über Entdeckung des Scheibenbauchs

Für die NOAA-Forscherin Sarah Friedman geht mit ihrem Fund ein Traum in Erfüllung. Zu dem Foto des Fischs auf Twitter schreibt sie: „Ich hatte schon lange gehofft, so einen Fisch einmal in natura zu sehen!“ Friedman beschäftigt sich an der Wetter- und Ozeanografiebehörde der USA mit der Evolution, Systematik und Morphologie von Fischen in Alaska. Und genau dort, im nördlichen Pazifik, Gebiet Alaska, ist sie auf den Crystallichthys cyclospilus gestoßen. Auf Deutsch heißt die Fischart übrigens Scheibenbauch. Auf Englisch „blotched snailfish“ („Gefleckter Schneckenfisch“). Die englische Bezeichnung trifft das Aussehen des Tieres jedoch besser. Durchsichtig und glibberig, mit einigen Flecken liegt der kleine Fisch in der Hand der Forscherin.

Gegenüber dem Nachrichtenportal Mashable erklärt Friedman, dass es für normale Menschen höchst unwahrscheinlich ist, auf ein solches Exemplar in freier Wildbahn zu treffen. Weiter informiert die Forscherin, dass die Fische in etwa 100 bis 200 Metern Tiefe leben, durchsichtig sind, um sich vor Feinden zu tarnen und kleine Saugnäpfe an der Unterseite haben, um nicht von der Strömung mitgerissen zu werden.

Pazifik-Fund: Scheibenbäuche begeistern Twitter-Community

Von ihrem Fund scheint aber nicht nur die Forscherin selbst begeistert zu sein. Unter dem Post hat sich eine richtige Scheibenbauch-Fan-Gemeinschaft entwickelt. „Was für ein toller Fisch!“, „Das ist das Genialste, was ich heute gesehen habe“, „Einfach faszinierend“ und „Neuer Lieblingsfisch. Er ist so hübsch!“ sind nur einige der Kommentare zu dem Foto des Scheibenbauchs. Sarah Friedman teilt auch immer wieder Fotos von anderen Kreaturen, die sie bei ihrer Arbeit erforscht. Unter anderem eine riesige Meeres-Spinne oder eine Unterart der Anglerfische: der Knollenträumer Oneirodes eschrichtii. Dabei sehen nicht alle Meeres-Lebewesen so harmlos aus, wie der Scheibenbauch.

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