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Frecher Gast beleidigt Angestellte – Wirt kontert genial und zahlt Entschädigung

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Von: Bona Hyun

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Ein Gast beleidigt und demütigt eine Angestellte im Restaurant. Der empörte Wirt reagiert sofort und zahlt der Arbeiterin sogar Entschädigungsgeld.

Pontcanna – Eine Mitarbeiterin wird einen Abend lang von respektlosen Gästen schikaniert und gedemütigt. Nachdem der Wirt und Vorgesetzte davon erfährt, reagiert er mit einem genialen Konter und weist die Peiniger zurecht. Obendrauf zahlt er seiner Mitarbeiterin über 1000 Euro Entschädigung. Das Netz feiert den Wirt für seinen Konter.

Hauptstadt von Wales:Pontcanna
Fläche:140,3 Quadratkilometer
Bevölkerung im Großraum:1.097.000
Einwohner:366.903 (Stand: 2019)

Gast beleidigt Restaurantmitarbeiterin – Wirt kontert genial und zahlt zudem 1200 Euro Entschädigungsgeld

Sein Personal bedeutet ihm alles und für seine Mitarbeiter setzte sich der junge Wirt ein. Auch dieser Betreiber schritt zur Tat, als es in seinem Lokal zu Anfeindungen kam: Im Restaurant beleidigte eine Frau ein behindertes Kind – der Wirt reagierte genial und schmiss die Kundin raus.

 Eine Kellnerin serviert und 1000 Euro in 100 Euro Scheinen
Nachdem ein Gast eine Kellnerin beleidigt, „entschädigt“ der Wirt sie mit über 1000 Euro und weist die freche Kundschaft öffentlich zurecht. © Ralph Peters/Marc Dietrich/imago/Montage

Einige Gastwirte haben mittlerweile die Nase voll von bestimmten Personengruppen und wollen diese erst gar nicht in ihr Restaurant lassen: Das Restaurant an der Ostsee lässt keine Kinder mehr rein, woran die Eltern Schuld sind. Da eine Pizzeria ausschließlich schlechte Erfahrungen mit minderjährigen Kunden hatte und ihrer Meinung nach alle respektlos sind, lässt ein Restaurant keine Gäste unter 18 rein. So ging auch Restaurantbetreiber Lee Skeet des Cora Restaurants in Pontcanna gegen dreistes Kundenverhalten vor.

Versnobter Gast beleidigt Restaurantmanagerin ununterbrochen – sie brach in Tränen aus

Die junge Restaurant-Managerin Lily bediente eine Gruppe männlicher Mitarbeiter einer Anwaltskanzlei. Einer aus der Gruppe hatte sie an dem Abend des Vorfalls wohl besonders auf dem Kieker. „Er hat mich absichtlich bloßgestellt und mich für meinen Job heruntergemacht, den ich liebend gerne ausübe!“, erzählte die 22-Jährige der DailyMail. Der Mann habe sie für ihr Gehalt als Angestellte im Restaurant niedergemacht. Darauf folgten dann die provokanten Fragen, warum sie nicht sieben Tage pro Woche arbeite, um sich finanziell über Wasser halten zu können und wie sie überhaupt von ihrem Gehalt leben könne.

Die Worte trafen Lily ins Herz. „Es war so verstörend – sieben Gänge habe ich ihnen serviert und jedes Mal war er so erniedrigend!“. Nach den fiesen Bemerkungen brach sie in Tränen aus. Angaben zufolge, wurde die Restaurantmanagerin und Kellnerin sogar ungewollt angefasst. Und dann gab es nach dieser demütigenden Aktion nicht mal Trinkgeld – bei einer Rechnung von umgerechneten knappen 1200 Euro.

Wirt erteilt dreistem Gast Hausverbot: „Ihr könnt uns nicht wie Sch**ße behandeln“ – Netz feiert ihn

Später erfuhr Restaurantbetreiber Lee von dem Ereignis und wurde stinksauer. Er kontaktierte im nächsten Schritt das Unternehmen, welches den Tisch für die Peiniger reserviert hatte. Lee hatte vor, die Rechnung des Abends aus eigener Tasche zurückzuzahlen und davon aber großzügiges Trinkgeld abzuziehen, was er Lily geben wollte. „Das wird nicht wieder vorkommen“, so Lee gegenüber der DailyMail. „Leute, die sich so benehmen, werden hier nicht toleriert“.

Lily sei die beste Managerin, mit der er bislang zusammengearbeitet hätte. „Wir sollten reiche Leute zurechtweisen, die denken, sie können Menschen wie Sch**iße behandeln“ – ein Tweet, für den Lee im Netz gefeiert wurde. Er wandte sich ebenfalls direkt an die Gäste, die seine Mitarbeiterin fies behandelten. „Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie alle nie wieder in mein Restaurant kommen. Lily bedeutet mir viel mehr, als Geld.“ heißt es in einem Schreiben, was Lee öffentlich teilte.

Als Entschädigung zahlt Wirt schikanierter Mitarbeiterin über 1000 Euro und entschuldigt sich für Reaktion

Nachdem Lee eine Nacht darüber geschlafen hatte, überlegte er es sich doch anders. Er entschuldigte sich für seine überzogene Reaktion und behielt die bezahlte Rechnung von knapp 1200 Euro. Die komplette Rechnung habe er stattdessen Lily als Entschädigung für den schlimmen Abend überwiesen. Was für eine rührende Geste!

Lily äußerte sich nachträglich zum Vorfall und thematisiert dabei ein wiederkehrendes Problem in der Gastronomie: „Wir wollen nicht mit einem Finger auf jemandem zeigen. Es geht einfach darum, Mitarbeiter aus dem Kundenservice richtig zu behandeln.“ Dabei sind Gastronomen sind nicht die einzigen, die unfaires Verhalten im Arbeitsalltag ertragen müssen: Verkäufer aus dem Einzelhandel sind wegen dreister Kunden am Ende ihrer Kräfte und wurden sogar angespuckt. Auch Ehrenamtliche leiden darunter – die Tafel Helmstedt schließt wegen Kunden-Anfeindungen. Hoffentlich haben zumindest die unfreundlichen Gäste am Abend des Vorfalls etwas dazugelernt.

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